16.02.2012 13:21Champions League

Zwei Vorentscheidungen

Zweifacher Torschütze für St. Petersburg: Roman ShirokovZweifacher Torschütze für St. Petersburg: Roman Shirokov

In den ersten vier Achtelfinalbegegnungen brachten sich zwei Teams in eine ideale Ausgangsposition für das jeweilige Rückspiel: Der FC Barcelona und der AC Mailand. Lyon gewann verdient, aber nur knapp gegen Nikosia und Benfica wahrte mit der 2:3-Auswärtsniederlage in St. Petersburg alle Chancen.

Wenn auch der von Michal Kadlec bemühte Vergleich eines Weltwunders eine Spur zu überdimensioniert erscheint, so lieferte jedoch Leverkusens 1:3-Heimspielvorstellung gegen den FC Barcelona kaum Hinweise darauf, wie Bayer aus dieser komplizierten Lage noch erfolgreich herauskommen könnte. Die Katalanen waren in dieser Saison bestenfalls auswärts verwundbar; vor eigenem Publikum mussten sie in der CL lediglich eine Punkteteilung hinnehmen (2:2 gegen Milan in der Vorrunde) sowie in der Primera Division ein 0:0-Remis gegen Sevilla. Der FC Arsenal steht nach dem deprimierenden 0:4-Debakel beim AC Mailand vor einer nicht minder aussichtslos erscheinenden Rückspielaufgabe. „Das war mit Abstand unser schlechtester Auftritt im europäischen Wettbewerb“, schimpfte Arsene Wenger. „Es wäre nicht fair, die Schuld auf die katastrophalen Platzverhältnisse zu schieben. Unser Spiel war von gleichem Niveau.“ Boateng (15.), zweimal Robinho (38./49.) und Ibrahimovic (79., Foulelfmeter) trafen für Milan.

Die nur knappe 0:1-Niederlage bei Olympique Lyon ließ Apoel Nikosia noch vitale Hoffnung auf den Einzug in die nächste Runde. Gleichwohl war der Erfolg der gastgebenden Franzosen hoch verdient. Lacazette, dessen Schuss noch abgefälscht wurde, nutzte eine der zahlreichen Torchancen, um in der 58. Minute den verdienten Lohn einzufahren. Nikosias beste Möglichkeit vereitelte Olympique-Keeper Lloris kurz vor dem Abpfiff, als er Manducas Schuss über den Querbalken lenkte (88.). Alle Optionen für beide Teams hielt der knappe 3:2-Sieg von Zenit St. Petersburg über Benfica Lissabon offen. Zenits Schlussmann Zhevnov machte in der 20. Minute keine gute Figur, als er einen Freistoß Cardozos nach vorn wegprallen ließ. Pereira nutzte die Chance und staubte zum 1:0 für die Gäste ab. Eine herrliche Volleyabnahme Shirokovs brachte den schnellen Ausgleich (27.) und in der 71. Minute zauberte St. Petersburg erneut, als Semak eine flüssige Kombination mit der Hacke zum 2:1 abschloss. Benfica blieb jedoch gefährlich und schlug durch Cardozo zurück (87.). Nur eine Minute darauf waren jedoch die Gastgeber obenauf, als Shirokov aus spitzem Winkel den 3:2-Endstand markierte.

André Schulin