08.02.2012 16:023. Liga

Gebibbert und gezittert

Schoss seinen Ex-Klub von der Tabellenspitze: Christoph SauterSchoss seinen Ex-Klub von der Tabellenspitze: Christoph Sauter

Im Nachholspiel gegen Sandhausen setzte sich Aalen mit 2:0 durch und erklomm dadurch die Tabellenspitze. In der offensiv geführten Partie ließen beide Mannschaften viele hochkarätige Tormöglichkeiten liegen, erst der eingewechselte Sauter traf eine Viertelstunde vor Schluss und läutete damit eine spannende Schlussphase in der Eiseskälte ein.

Hatte die Partie zwischen dem VfR Aalen und dem SV Sandhausen am 21. Spieltag noch wetterbedingt abgesagt werden müssen, entschied Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus anderthalb Monate später, dass die Begegnung trotz arktischer Verhältnisse stattfinden könne. Sandhausen ging als Tabellenführer in die Partie, Aalen als Zweitplatzierter mit einer Serie von sieben ungeschlagenen Spielen hintereinander. Der VfR hatte gar seine letzten vier Begegnungen gewonnen und unter anderem den Aufstiegskandidaten Jahn Regensburg geschlagen. Entsprechend selbstbewusst und motiviert gestaltete sich bereits die Anfangsphase. Die erste große Möglichkeit bot sich dem Aalener Cidimar, er zielte jedoch aus kurzer Distanz neben das Tor (12.). Danach erspielte sich der VfR ein leichtes Übergewicht und kam zu einigen Strafraumszenen, entscheidend durchsetzen konnte sich die Elf von Trainer Hasenhüttl jedoch nicht. In der intensiv geführten Partie kamen die Gäste kurz vor dem Seitenwechsel zu ihrer ersten wirklich guten Möglichkeit, den Heber von Klotz lenkte Torhüter Bernhardt aber noch an die Latte. Die wohl größte Chance zur Führung hatte dann wieder Aalen, doch Lechleiter verfehlte das Tor nach Zuspiel von Haller knapp. Nach einer unterhaltsamen, aber torlosen Hälfte ging es in die Pause.

Auch die zweite Halbzeit begann mit Aalener Überlegenheit, über Beschäftigungslosigkeit konnte sich SV-Keeper Ischdonat nicht beschweren. So entschärfte er zunächst einen Freistoß von Dausch (51.) und war dann bei einem Flachschuss von Valentini hellwach (59.). Zehn Minuten später entschied sich Hasenhüttl, Sauter für Cidimar zu bringen und nur fünf Minuten später durfte sich der VfR-Trainer dafür selbst auf die Schulter klopfen. Nach Vorlage von Hofmann zimmerte der Joker den Ball in die Maschen und Aalen lag verdient in Führung (73.). Mit dem Rückstand im Hinterkopf wachte Sandhausen auf und drückte auf den Ausgleich, doch sowohl Torjäger Löning (75.) als auch Danneberg (78.) und Grimaldi (84.) scheiterten an Bernhardt. Drei Minuten vor dem Ende wäre dann doch fast der Ausgleichstreffer gefallen, als der Aalener Keeper einen Schuss von Blacha durch die Hände rutschen ließ, doch mit viel Glück rollte die Kugel am Tor vorbei. Praktisch mit dem Abpfiff machte sich Sauter dann endgültig zum Mann des Spiels. In der zweiten Minute der Nachspielzeit legte er für Leandro auf und der Ex-Sandhausener machte mit dem 2:0 alles klar für Aalen (90.+2). Dank der nun um einen Treffer besseren Tordifferenz setzte sich Aalen auf die Spitzenposition und hatte, wie auch Sandhausen, sieben Punkte Vorsprung auf Platz vier.

Lisa Ramdor