16.11.2011 10:33Europameisterschaft

Ronaldo darf zur EM fahren

Ist im Sommer bei der EM dabei: Cristiano RonaldoIst im Sommer bei der EM dabei: Cristiano Ronaldo

Irland und Kroatien hatten ihre Tickets für die Europameisterschaft eigentlich schon im Hinspiel der Play-offs gelöst. Auch Tschechien musste im Rückspiel nur noch einen kleinen Schritt machen. Lediglich zwischen Portugal und Bosnien-Herzegowina war es zeitweise spannend, doch der EM-Gastgeber von 2004 löste am Ende seine Aufgabe mit Bravour.

Das Duell zwischen Portugal und Bosnien-Herzegowina war das spannendste der vier Relegationsrückspiele. Denn nach dem 0:0 im Hinspiel hatten beide Mannschaften noch alle Chancen auf die EM-Qualifikation. Doch im heimischen „Estadio da Luz“ behielten die Iberer mit 6:2 (2:1) eindeutig die Oberhand. Nach den beiden frühen Toren durch Ronaldo (8.) und Nani (24.) verkürzte Misimovic auf 1:2 (41.). Und auch auf das 3:1 durch Ronaldo (53.) hatten die Bosnier eine passende Antwort parat (Spahic, 65.). Allerdings fielen beide Treffer höchst glücklich: Der erste durch einen unnötig von Coentrao verschuldeten Handelfmeter, der zweite aus einer eindeutigen Abseitsposition. Zudem war Bosnien-Herzegowina ab der 55. Minute nur noch zu zehnt, nachdem Lulic wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Helder Postiga brach mit seinem Treffer zum 4:2 endgültig den bosnischen Widerstand (72.). Der Stürmer von Real Saragossa selbst (82.) und Miguel Veloso (80.) machten dann das halbe Dutzend voll.

Auch Montenegro hatte nach der 0:2-Hinspielniederlage gegen Tschechien noch leise Hoffnungen auf die EM-Teilnahme gehegt. Im Rückspiel griffen die Montenegriner unverdrossen an, während sich die tschechischen Gäste sehr weit zurückfallen ließen. Doch die Hausherren vergaben ihre Chancen. Damjanovic traf lediglich die Latte (51.). Kapitän Vucinic köpfte erst freistehend übers Tor (54.) und scheiterte dann zweimal am gegnerischen Schlussmann Cech (71.). Spätestens in der 81. Minute musste die junge Nation ihre Hoffnung auf die erste Teilnahme an einem großen Turnier erst einmal begraben. Tschechien war ausnahmsweise mal in der gegnerischen Hälfte aufgetaucht, Jiracek ließ mit einer einfachen Körpertäuschung die komplette gegnerische Abwehr aussteigen und erzielte den 1:0-Siegtreffer für die Gäste.

Lediglich um die Ehre ging es für die Türkei (in Kroatien) und Estland (in Irland). Vielleicht wäre es zwischen Kroatien und Türkei (Hinspiel: 3:0) noch einmal spannend geworden, wenn nach fünf Minuten Altintop nicht nur den Pfosten getroffen oder zumindest Kazim den Abpraller verwertet hätte. Danach bekamen aber die Kroaten das Spiel in den Griff und brachten das torlose Unentschieden über die Zeit.

Irlands Nationaltrainer Giovanni Trapattoni hatte trotz des 4:0 im Hinspiel vor der „wilden Katze“ Estland gewarnt. Doch die Esten fuhren nicht ihre Krallen aus. Nach dem Führungstreffer durch Ward (32.) schalteten die Iren in der zweiten Halbzeit ein paar Gänge zurück. Der Ausgleichstreffer für die Gäste vom Baltikum durch Vassiljev war allerdings einem Torwartfehler zu verdanken (57.).

Senthuran Sivananda