Super League

Spieltag

Spielbericht Young Boys Bern - FC Thun 1898

Toller Einstand für die Neuen

Erzielte in seinem ersten Spiel gleich zwei Tore: FrimpongErzielte in seinem ersten Spiel gleich zwei Tore: Frimpong

Die Berner Young Boys nutzten das Kantonalderby gegen den FC Thun zu einer Promotionaktion für einen neuen Bärenpark. Weil die beiden ersten Spiele des Jahres brutal die Defizite sowohl in der Offensive, wie auch in der Defensive aufgezeigt hatten, setzte YB-Trainer Andermatt von Beginn an auf seinen neuen Verteidiger aus Finnland, Toni Kallio, und auf seinen neuen Stürmer aus Ghana, Asamoa Kwabena Frimpong, beide Nationalspieler in ihren Ländern. Er reagierte damit auch auf die verletzungsbedingten Ausfälle von Varela und Yapi. Aber nicht die Neuen, sondern der lange Zeit enttäuschende Marcos Dos Santos traf nach 8 Minuten zum 1:0. Ausgangspunkt war ein Eckball von Yakin. Thun wurde aber keineswegs überrollt. Es kam innert kurzer Zeit ebenfalls zu drei Eckbällen. Nach unproduktivem Hin und Her zog Frimpong in der 36. Minute los, uns zeigte, weshalb er in der afrikanischen Champions League Torschützenkönig war. Er ließ alle stehen und zog ab zum 2:0. Fünf Minuten später endete ein Abschlussversuch von Chiumiento am Thuner Pfosten. Einen schön mit dem Absatz zurückgelegten Ball von Yakin konnte er kurz vor dem Seitenwechsel ebenfalls nicht ins Tor Bettonis setzen.
Nach der Pause mussten die enttäuschend wenig zahlreich (14'000) anwesenden Zuschauer eine Viertelstunde lang ödes Fehlpassspiel auf beiden Seiten aushalten, ehe der neu eingewechselte Bühler für Thun zum ersten Abschlussversuch kam. Erfolgreicher war aber ein Konter auf der anderen Seite, als wieder Frimpong eine Hereingabe von Chiumiento verwerten konnte. Aber immer noch ließen sich die Gäste nicht hängen und kamen durch den engagierten Ferreira zum Anschluss. Für Yakin, Marcos und Chiumiento kamen Raimondi, Häberli und Kavak. Es ging wohl mehr ums Halten des Resultats. Einmal konnte Frimpong noch durchbrechen und einen Hammer an die Torumrandung dreschen. Das war’s dann aber. Ein Pflichtsieg gegen Thun und Freude über die mögliche Lösung des Berner Sturmproblems.

Andreas Beck, Bern