Zweimal erfolgreich: Marcos Dos SantosMit einigen guten Phasen aber insgesamt zu wenig Spielfreude und Siegeswillen konnte Sforzas Luzern die keineswegs bestechenden Berner nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Mit dem verdienten 3:1 konnten die Young Boys ihre erstaunliche Heimbilanz fortsetzen.
Ohne die gesperrten Yakin und Varela wollten sich die Berner Young Boys im Kampf um den Uefa-Cup-Platz etwas Luft verschaffen. Die beiden Leistungsträger, die hart für Ihre Gelben Karten gearbeitet hatten, machten Hochstrasser und Marcos Platz. Erwartet hätte man eher Chiumiento als Yakin-Ersatz, aber die zähen und letztlich ergebnislosen Vertragserhandlungen hatten wohl das Vertrauensverhältnis zu sehr belastet. Beim Gegner Luzern hatte Sforza nach der 1:6 Schlappe gegen die Grasshoppers überraschenderweise nur Sam durch Mamone und den verletzten Mettomo durch Diethelm ersetzt. Vertrauen war wohl hier die Devise.
Erwartungsgemäss nahmen die Platzherren von Beginn weg das Heft in die Hand. In den ersten fünfzehn Minuten ergab sich aber noch nichts Zwingendes. Dann aber wollte Cantaluppi etwas Leben in die Bude bringen und holte sich die Gelbe Karte wegen Reklamierens. Kurz darauf wurde Diethelm durch Lambert ersetzt. Den ersten Freistoss für Luzern aus knapp 18 Metern schickte Cantaluppi über Wölflis Kasten. Danach wirkte aber alles wieder wie gewohnt zäh und uninspiriert. Luzern stand defensiv solid und ließ die Gelbschwarzen auflaufen. Nach einer halben Stunde zeichnete sich zunehmend ab, dass die Gäste mit Lustrinelli und Tchouga auch vorne die besseren Argumente besaßen. Ein Kopfball von Marcos fand dann aber holpernd plötzlich den Weg ins Luzerner Tor. Die Berner Führung nach 35 Minuten mit dem fünften Saisontor des Brasilianers. Der zweite Schlag durch Raimondi kurz darauf war dann allerdings beherzter. Er gab dem Spiel nun endlich das Feuer, das es brauchte. Trotzdem gab es bis zur Pause keine Resultatänderung mehr.
Nach dem Wechsel machten wieder die Einheimischen Druck. Mehr als ein Kopfball, der Zibung keine Probleme bereitete, schaute zunächst aber nicht heraus. Es rollte aber nun Welle um Welle auf das Luzerner Tor zu. Ein Treffer in der 58. wurde Häberli wegen Abseits nicht gegeben. Kurz darauf wurde derselbe aber an der Strafraumgrenze gelegt. Zibung wehrte Yapis Freistoss aber glänzend ab. YB war dem 3:0 nun näher als Luzern dem Anschluss. Die Stimmung sackte nun aber allmählich ab. Dies nutzten die Innerschweizer. Tchouga zog auf Wölfli los und hob den Ball locker über den Berner Schlussmann. Das schien die trägen Berner wieder zu wecken. Häberli trickste brasilianisch mit dem Absatz und der echte Brasilianer Marcos vollendete. Andermatt gönnte zehn Minuten später Madou einen Kurzeinsatz und nahm den Doppeltorschützen vom Platz. Auch die beiden Jungen Kavak und Nganga durften noch ein wenig mittun. Luzern hatte sich aber schon hängen lassen. Es blieb beim verdienten 3:1 für den BSC.
Andreas Beck, Bern
Young Boys Bern
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Marcos Dos Santos | 35. | |
| 2:0 | Mario Raimondi | 38. | |
| 2:1 | Jean-Michel Tchouga | 74. | |
| 3:1 | Marcos Dos Santos | 76. | |
Aufstellung Bern![]() |
|---|
| Marco Wölfli |
| Ronny Hodel |
| Christian Schwegler |
| Tiago |
| Kamil Zayatte |
| Toni Kallio |
| Mario Raimondi |
| Xavier Hochstrasser |
| Gilles Yapi-Yapo |
| Marcos Dos Santos |
| Thomas Häberli |
Aufstellung Luzern |
|---|
| David Zibung |
| Pascal Bader |
| Ivan Dal Santo |
| Claudio Lustenberger |
| José Luis Mamone |
| Michael Diethelm |
| Paquito |
| Mario Cantaluppi |
| Makanaki |
| Jean-Michel Tchouga |
| Mauro Lustrinelli |
Wechsel Bern![]() |
|
|---|---|
| Erhan Kavak für Ronny Hodel |
(81.) |
| Franck Madou für Marcos Dos Santos |
(86.) |
| Ugor Nganga für Tiago |
(90.) |
Wechsel Luzern |
|
|---|---|
| Christophe Lambert für Michael Diethelm |
(17.) |
| Nordine Sam für Pascal Bader |
(49.) |
Karten Bern![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Ronny Hodel |
Karten Luzern |
|
|---|---|
| Gelb für | Mario Cantaluppi |
Trainer Bern![]() |
|---|
| Martin Andermatt |
Trainer Luzern |
|---|
| Ciriaco Sforza |