Super League

Spieltag

Spielbericht Young Boys Bern - FC Luzern

Vorläufiges Ende der Fringer-Euphorie

Setzte den Schlusspunkt:  	
Seydou DoumbiaSetzte den Schlusspunkt:
Seydou Doumbia

Der FC Luzern hatte im Berner Wankdorf wenig auszurichten und tauchte gegen gut organisierte und offensiv mit Spielwitz auftretende Berner Young Boys gleich mit 6:1.

Beim dritten Spiel unter Luzerns neuem Trainer Fringer wurden die Erwartungen bewusst tief gehalten. Kein dritter Sieg, sondern lediglich ein Punkt sollte in die Innerschweiz geholt werden. Die Young Boys ihrerseits wollten von der Punkteteilung zwischen Zürich und Basel und dem Ausrutscher Aaraus gegen Bellinzona profitieren, um wieder etwas Boden auf die Spitze gut zu machen. Große Personalsorgen hatte keines der Teams. Für den verletzten aber bisher enttäuschenden Tchouga stand auf Seite des FCL der Ex-Berner Frimpong. Für den gesperrten Regazzoni auf der Gegenseite konnte Varela in der Berner Startelf auflaufen. Dieser war es auch, der nach Abstimmungsproblemen in der Luzerner Abwehr am schnellsten reagierte, alleine Richtung Zibung zog und in der 12. Minute die Berner in Führung brachte. Sechs Minuten später sprang der Spanier ganz knapp an einer Hereingabe von Raimondi vorbei. Luzerns Chancen waren rarer. Einzig einen gefährlichen Drehschuss von Ravasi konnten die Gäste in der Anfangsphase verbuchen. Im Übrigen machten die einheimischen Hintermänner einen guten Job. Besonders Mittelfeldspieler Baykal, der gegenüber Ghezal den Vorzug in der Innenverteidigung erhielt, vermochte zu überzeugen. Von der Luzerner Defensive konnte dies nicht behauptet werden. Yapi tanzte um die gesamte Luzerner Verteidigung und schob locker zum 2:0 ein (33.). Portillo hätte kurz darauf beinahe noch nachlegen können, scheiterte aber an Zibung.
Fünf Minuten nach dem Wechsel legte sich Degen alleine vor Zibung zu weit vor und vergab. Nur Sekunden später bediente Raimondi Häberli, der diesmal Zibung keine Chance ließ (52.). Damit aber nicht genug: Hochstrasser haute nach einer Faustabwehr von Zibung blind auf den Ball und erhöhte auf 4:0 (58.). Auf beiden Seiten wurde nun zweimal gewechselt und das Tempo deutlich reduziert. Frimpong nutzte die Berner Ruhephase zum 4:1 (72.). Der Weckruf zeigte kurzzeitig Wirkung. Raimondi drosch den Ball aus einem Gewirr vor Zibung zuerst an den Pfosten und dann gleich an die Latte. Kurz vor Schluss gab der eingewechselte Doumbia einen weiten Pass auf den ebenfalls frischen Schneuwly, der zwei Luzerner aussteigen ließ und auf 5:1 erhöhte (88.). Die 19.000 Zuschauer bekamen kurz darauf eine Kopie dieses Tores mit ausgetauschten Akteuren zu sehen (91.). Dank diesem hohen Resultat konnten die Berner auch an den ebenfalls siegreichen Zürcher Grasshoppers vorbei auf Rang drei ziehen.

Andreas Beck, Bern