Super League

Spieltag

Spielbericht Young Boys Bern - FC Sion

Sion bietet den Young Boys die Stirn

Erzielte die Führung: Moreno CostanzoErzielte die Führung: Moreno Costanzo

Im letzten Spiel auf dem Kunstrasen des Berner Wankdorfs empfing der BSC Young Boys den Cupspezialisten FC Sion. Ausgerechnet nach dem enttäuschenden Aus im Cup gegen den unterklassigen FC Winterthur mussten die Gelbschwarzen ihr letztes Heimspiel des Jahres gegen den Kantonsnachbarn bestreiten, der sich zumindest sportlich im Aufwind befindet.

Nachdem auch die Teppichetage der Berner die hochgesteckten Saisonziele etwas relativiert hatten, hätten die Platzherren sich eigentlich auf ihr Minimalziel, nämlich das Erreichen eines europäischen Wettbewerbs, konzentrieren können. Dagegen hatten die technisch versierten Gäste und direkten Konkurrenten um Platz Drei aber etwas einzuwenden. Doch auch die Gastgeber nutzten die letzte Gelegenheit, die ihnen die synthetische Unterlage bot, um ihr eigenes technisches Können zur Schau zu stellen. Ein rasch vorgetragener Angriff von Degen über rechts schloss Costanzo mit dem frühen Berner Führungstor ab. Die Freude währte aber kurz. Die Situation nach einer Ecke war noch nicht geklärt, als ein wohl als Hereingabe gedachter Ball von Sio den Weg ins Tor fand. Torhüter Wölfli verschätzte sich dabei ziemlich. In der Folge entwickelte sich ein engagiertes und ausgeglichenes Spiel bei dem allerdings nur noch wenig Torgefahr entstand.

Nach dem Wechsel machte die Truppe von Gross mehr Druck. Doch nach ein paar Torschüssen war das Anfangsfeuer verraucht. Das Spiel verlief weiterhin ausgeglichen. In der Schlussphase konnte Wölfli seinen Fehler wieder gut machen, als er zweimal vor dem alleine heranstürmenden Sio rettete. Auf der Gegenseite ging der Ball aber ins Netz. Doch das Tor wurde nicht gegeben, weil Schiedsrichter Studer ein Aufstützen von Costanzo abgepfiffen hatte. Der Unparteiische reihte sich mit diesem Entscheid bestens ein in die Tradition der Schweizer Schiedsrichter, denen als Ideal wohl das körperlose Spiel vorschwebt. Die gegen Spielende aufgekommene Hektik änderte nichts mehr am Resultat, das dem Kräfteverhältnis letztlich gut entsprach.

Andreas Beck, Bern