„Mr. Fairplay“ kam mit 19 Jahren vom Harzer Verein VfR Osterode zu den Amateuren des SV Werder Bremen, wo her schnell in der Stammelf Fuß fassen konnte und bereits in seinem zweiten Jahr den Sprung in die Werder-Profimannschaft schaffte.
Zwanzig Einsätze und vier Tore in der Saison 1989/90 wiesen ihn schon in jungen Jahren als variablen Allrounder auf der linken Außenbahn aus. Ob im Angriff, Mittelfeld oder (seltener) in der Vierer-Abwehrkette, der schnelle und laufstarke Linksfuß konnte dort auf allen Positionen taktisch und spielerisch überzeugen. In insgesamt zwölf Saisons war er aus dem Werder-Team kaum mehr wegzudenken.
Seine sportlichen Erfolge in dieser Zeit können sich sehen lassen: 1991 Deutscher Pokalsieger, 1992 Europapokalsieger, 1993 Deutscher Meister und Deutscher Supercupsieger, 1994 Deutscher Pokal- und Supercupsieger sowie 1996 Europameister mit der Nationalmannschaft in England.
Seit 1995 gehört Marco Bode mit kleinen Unterbrechungen zum Stamm des Deutschen Teams und brachte es auf insgesamt 31 Länderspiele und 6 Tore. Beim EM-Qualifikationsspiel in Nordirland 1999 sorgte er mit seinen zwei Treffern nahezu alleine für einen wichtigen Sieg. Zuletzt tat er sich als Torschütze beim WM-Qualifikationsspiel in Griechenland hervor.
Teamchef Rudi Völler zählt den zuverlässigen Bremer zu den wichtigen Stützen seiner Mannschaft für die Qualifikation zur WM 2002 und weiß dessen Erfahrung aus 348 Bundesligaspielen mit 94 Toren zu schätzen. Bode sieht die WM 2002 als letztes große Ziel seiner internationalen Karriere.
Franz Heck
August 2001