Spielbericht Dänemark - England

Frühstart der Engländer lähmte die Dänen

Sein 2:0 brach den Dänen früh das Genick: Michael OwenSein 2:0 brach den Dänen früh das Genick: Michael Owen

Mit einem Super-Start schockten die Engländer ihren Gegner Dänemark. Eine Beckham-Ecke auf den zweiten Pfosten köpfte Ferdinand in die Mitte des Fünfmeterraums, wo Sörensen den Ball nicht richtig zu fassen bekam und über die Torlinie purzeln ließ (5.). England blieb im Vorteil. Beckham zirkelte das Leder auf Owen, der in halbrechter Position nur einen schwachen Schuss zuwege (10.) brachte. Sechs Minuten später nutzte Heskey eine Unachtsamkeit der dänischen Abwehr, scheiterte jedoch am herauseilenden Sörensen. Die Engländer drückten unaufhörlich und kamen in der 23. Minute zum 2:0. Wieder bekamen die Dänen in einem Strafraumgewühl den Ball nicht weg, der Michael Owen plötzlich vor dem Fuß landete und von dem Angreifer eiskalt in die rechte Torecke geschoben wurde. Nach dem Tor regnete es wie aus Eimern, was auf beiden Seiten dem Spielfluss schadete. In dieser Phase kamen die Dänen zu ihrer besten Chance. Sand hatte die Innenverteidigung der Briten stehen gelassen, doch sein Flachschuss strich um Zentimeter am Seaman-Gehäuse vorbei (28.). Die Bemühungen der Dänen ließen nicht nach, aber Sand (38.) und Tomasson (41.) agierten unglücklich im Abschluss. Wieder war ein verlorener Zweikampf der Dänen Ursprung eines Gegentores. Mills hatte den nassen Ball erobert, gab ihn weiter zu Beckham, der in den Lauf des zentral heranpirschenden Heskey passte, dessen Direktschuss unter dem Körper von Sörensen zur vorentscheidenden 3:0-Führung ins Netz sauste (44.). Ein Töfting-Fernschuss, von Seaman über die Querlatte gelenkt, beendete die erste Hälfte.

Auch nach dem Seitenwechsel kamen die Engländer anfangs besser ins Spiel, denn die Dänen verstanden es nicht, die zur Aufholjagd nötige Initiative zu entwickeln, weil die Pässe zu ungenau kamen und die britische Abwehr schier unüberwindlich schien. Als einzig wirkungsvolles Rezept sahen die Akteure nun Distanzschüsse, weil Spielgerät und Rasen nass und rutschig waren. Beckham (57.), Niclas Jensen (60.) und Gravensen (66.) hatten dabei allerdings wenig Erfolg. In den letzten 20 Minuten zogen sich die Engländer dann gänzlichst in die Abwehr zurück und brachten das Ergebnis gegen die noch mit einigen verunglückten Schüssen auffallenden Skandinavier über die Zeit. Die eindeutige Führung Englands zur Halbzeit hatte den Dänen zumindest unterschwellig die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd genommen. So fehlte nach dem 3:0 die Spannung im Match und es plätscherte ­ im wahrsten Sinne des Wortes ­ über die Runden.

Spielstatistik Dänemark - England