Sogenanntes Abtasten beherrschte die vorsichtig beginnende Partie in den ersten Spielminuten, wobei die feine Technik der Kameruner bereits durchschimmerte. Irland versuchte über die Außen den afrikanischen Abwehrblock zu knacken, da Robbie Keane in der Zentrale fehlte, doch die Ideen fehlten. Erst in der 18. Minute eine nennbare Torchance, die sich für Eto’o ergab, der in der Mittelstürmer-Position durchkam, aber am herauslaufenden Given scheiterte. Eine ausgeglichene Phase folgte, in der Robbie Keane und Harte auf irischer, Kalla und Foe mit Schüssen aus der zweiten Reihe auf kameruner Seite für Torgefahr sorgten. Das präzisere, abwechslungsreiche Aufbauspiel Kameruns setzte sich Mitte der ersten Hälfte vermehrt durch. Song wurde nach einer Geremi-Flanke knapp am Kopfball gehindert (37.), doch dann setzte sich Eto’o über die rechte Seite durch, düpierte Staunton per Beinschuss und fand den am Fünfmeterraum postierten Mboma, der nach kurzer Drehung das 1:0 erzielte (40.). Die letzten Minuten des ersten Durchgangs gehörten weiter der dominierenden Schäfer-Elf, in denen die Mboma-Direktabnahme aus 18 Metern für Aufmerksamkeit sorgte.
Mit viel Engagement präsentierten sich die Iren nach dem Seitenwechsel und drängten die „Unzähmbaren Löwen“ tief in die Abwehr zurück. Kilbanes Kopfball (48.) markierte dieses Bemühen in eindrucksvoller Form. Dann nahm Holland einen zu kurz geratenen Befreiungsschlag aus der Strafraumzentrale in gut 18 Meter Torentfernung auf und zog das Leder mit flacher Direktabnahme zum 1:1 ins kameruner Netz. Mit unbändigem Einsatz erkämpften sich die sich auch technisch steigernden Iren eine Dominanz und brachten die Deckung der Afrikaner stark unter Druck. Deren Konter blieben gefährlich, erschöpften sich jedoch in Weitschüssen, denen das Zielwasser fehlte. Die abwechslungsreiche Partie blieb spannend, da Irland weiter drängte und Kamerun gegenhielt. Geremi (52.), Suffo (70.) Robbie Keane (84., Pfostenschuss) und Reid (90., Freistoß) hatten die besten Chancen zum Siegtreffer. Die Punkteteilung war somit verdient, da Kamerun vor und Irland nach der Pause ihre Vorteile hatten. Ein interessantes Match ging zuende.