Weltmeisterschaft

Spielbericht & Statistiken

Ellis-Park-Stadion (Johannesburg) · Zuschauer: 45.600

1:0 Birsa (13.)
2:0 Ljubijankic (42.)
2:2
(2:0)
2:1 Donovan (48.)
2:2 Michael Bradley (82.)

Aufholjagd der US-Boys

Der Gladbacher glich aus: Michael Bradley
Slowenien konnte eine 2:0-Führung gegen die USA nicht über die Zeit bringen und war am Ende sogar mit dem Unentschieden gut bedient. Ein Sieg hätte dagegen die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale bedeutet.

Beide Mannschaften waren bemüht, hatten allerdings Schwierigkeiten, das Spiel zu machen und den letzten Pass zu spielen. Zudem standen die Slowenen in der Abwehr sicher und ließen den Gegner lange Zeit vergeblich anrennen, nachdem sie in der 13. Minute in Führung gegangen waren. Bezeichnenderweise war das 1:0 einer Einzelaktion zu verdanken: Birsa schlenzte den Ball aus knapp zwanzig Metern ins Tor. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit konnten die Amerikaner die slowenische Verteidigung einige Male durchbrechen: Handanovic parierte Torres’ Freistoß (36.), nach der anschließenden Ecke flog DeMerits Kopfball knapp am Tor vorbei (37.), und in der 41. Minute klärte Brecko eine Dempsey-Vorlage vor dem einschussbereiten Donovan. Ausgerechnet in der Phase, in der die USA besser zu werden schien, erstickte ein gegnerischer Konter die amerikanischen Hoffnungen. Novakovic spielte Ljubijankic frei, der nicht nur den Bochumer Dedic aus der Startelf verdrängt hatte, sondern auch an US-Keeper Howard vorbei zum 2:0 einschob (42.).

In der zweiten Halbzeit brauchte Slowenien nur noch den scheinbar sicheren Vorsprung über die Zeit zu spielen. Jedoch gelang den Amerikanern bereits drei Minuten nach dem Wiederbeginn der Anschlusstreffer. Cesar rutschte an einer Cherundolo-Vorlage vorbei, Donovan war auf dem rechten Flügel durch und knallte den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte. In der 51. Minute hätte der ehemalige Münchner fast den Ausgleichstreffer erzielt, seine Freistoßflanke strich knapp am rechten Pfosten vorbei. Die USA drängten auf das 2:2, aber auch die Slawen versuchten, das Spielgeschehen zumindest von der eigenen Gefahrenzone fernzuhalten. Es war eine flotte Partie, wenn auch etwas zu hektisch, denn Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten verhinderten mehr Torgefahr. Acht Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit glichen die US-Boys immerhin aus: Altidore legte Donovans lange Vorlage per Kopf auf Bradley ab, der noch im Fallen Handanovic überwand. Trotz der zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung waren es schlussendlich die Osteuropäer, die mit dem Remis besser bedient wurden. In der 85. Minute blieb dem 3:2 für die USA durch Edu zu Unrecht die Anerkennung verwehrt.

Senthuran Sivananda

4-4-2

Reservebank


20Andrej Komac  (–)

14Zlatko Dedic  (–)

7Nejc Pecnik   (–)

 


(3,5) Maurice Edu19

(4) Benny Feilhaber22

(–) Herculez Gomez9

Trainer


Matjaz Kek

 Trainer


Bob Bradley
Finalrunden
Dienstag, 29.06.2010 Spanien1:0Portugal
Dienstag, 29.06.2010 Paraguay5:3 n.E.Japan
Montag, 28.06.2010 Brasilien3:0Chile
Montag, 28.06.2010 Niederlande2:1Slowakei
Sonntag, 27.06.2010 Argentinien3:1Mexiko
Sonntag, 27.06.2010 Deutschland4:1England
Samstag, 26.06.2010 USA1:2 n.V.Ghana
Samstag, 26.06.2010 Uruguay2:1Südkorea

„Ja, immer wenn wir ein Länderspiel hatten, musste ich vorher in den streng bewachten Palast kommen und ihm Aufstellung und Taktik mitteilen. Und dann gab´s auch Taschengeld von ihm, das sie gerade frisch im Palast unten gedruckt hatten. Die Scheine waren immer noch feucht, klebten zusammen und rochen nach Farbe. Aber ich konnte ohne Probleme damit bezahlen.”

— Sepp Piontek über sein Verhältnis zum Diktator von Haiti, als er dort Nationaltrainer war