Weltmeisterschaft

Spielbericht & Statistiken

Signal Iduna Park (Dortmund) · Zuschauer: 65.600 · Schiedsrichter: Fröjdfeldt

» Rückspiel: Russland - Deutschland 0:1

1:0 Podolski (9.)
2:0 Ballack (28.)
2:1
(2:0)

Unnötig spannend gemacht

War ein sicherer Rückhalt einer nicht immer fehlerfreien Abwehr: René Adler
Die DFB-Elf kam zumindest dem ersten Etappenschritt auf dem Weg zum vierten WM-Titel ein entscheidendes Stück näher: In der WM-Qualifikation hielt der Vizeeuropameister seinen ärgsten Konkurrenten Russland durch den 2:1-Sieg vorerst auf Distanz. In der ersten Halbzeit zeigten die Deutschen ihr bestes Spiel seit langem, danach ließen sie jedoch ihren Gegner wieder in die Partie finden.

Ausgerechnet in einem vorentscheidenden Spiel der WM-Qualifikation musste Jungtorhüter René Adler sein Nationalmannschaftsdebüt geben. Die etatmäßige Nummer eins, Robert Enke, brach sich im Training unter der Woche die Hand. Freiwillig verzichtete der Bundestrainer dagegen auf Torsten Frings; für ihn begann Hitzlsperger im Mittelfeld. Die so gefürchteten Russen hatten gleich nach vier Minuten ihre erste Großchance. Die Deutschen konnten dabei von Glück reden, dass der vollkommen unbewachte Progrebnyak eine Zhirkov-Flanke aufs Tribünendach schlug. Denn ansonsten hätten sie anschließend wohl kaum mit ihrem überraschend flotten Kombinationsspiel das Heft in die Hand übernehmen können. Rollte Lahms Schuss im Anschluss an einem Sololauf noch ins Toraus (7.) und lenkte Russen-Goalie Akinfeev eine Ballack-Direktabnahme über die Latte (8.), gelang Podolski im dritten Anlauf die Führung. Nach einem Zuspiel von Sturmpartner Klose lief der FC Bayern-Profi den Gegenspielern davon und schob ins Tor ein (9.). Hinten dauerte es dagegen eine Weile, bis die neu formierte Viererkette eingespielt war, derweil rettete Lahm gegen den einköpfbereiten Zyryanov (12.), zudem flog Ignashevichs Distanzversuch hauchdünn übers Tor (27.). Im direkten Gegenzug leitete Ballacks 2:0 – nach Schweinsteigers Flankenball brauchte der heranstürmende Kapitän nur noch seine Fußspitze hinhalten (28.) – die stärkste Phase des Vizeeuropameisters ein, die (leider) nicht die Vorentscheidung brachte. Denn Akinfeevs Paraden, unter anderem gegen Trochowski (34.) und Podolski (34., 41.)., hielten den EM-Halbfinalisten weiter im Rennen.

Den Start in die zweite Halbzeit verschliefen die Gastgeber: Nur sechs Minuten nach dem Wiederbeginn leitete Phillip Lahm mit einem Stockfehler unfreiwillig den gegnerischen Anschlusstreffer ein. Anyukov setzte sich dann auf der linken Außenbahn durch und spielte durch die Beine von DFB-Schlussmann Adler einen Querpass, den Arshavin über die Linie drückte. Voller Selbstvertrauen konnte die „Sbornaja“ nun endlich ihr Spiel aufziehen. Allem voran Wunderstürmer Arshavin ließ dabei die deutsche Abwehr das eine oder andere Mal ganz schlecht aussehen. Mit Mühe und jede Menge Glück rettete jedoch die Löw-Auswahl den ach so knappen Vorsprung über die Zeit. So knallte zum Beispiel ein Dzagoev-Schuss sogar gegen den Innenpfosten (87.). Adler musste dazu einmal in höchster Not gegen Semak retten (55.) und Arshavins zwei Versuche verfehlten das Zielgebiet ebenfalls nur ganz knapp (80., 81.). Der deutsche Angriff sorgte hingegen im zweiten Spielabschnitt viel zu selten für Entlastung. Die größte Chance besaß dabei Trochowski, dessen Schuss gegen den Querbalken krachte (62.). Die Löw-Elf hätte schon vor der Pause alles klar machen müssen, so wurde es noch einmal eng und eine Punkteteilung wäre am Ende auch nicht mehr ungerecht gewesen.

Senthuran Sivananda
Qualifikation

10. Spieltag

 

Mittwoch, 14.10.2009 Aserbaidschan1:1 Russland
Mittwoch, 14.10.2009 Deutschland1:1 Finnland
Mittwoch, 14.10.2009 Liechtenstei0:2 Wales

Tabelle der Gruppe 4

Pl.MannschaftSp.TorePkt
1 Deutschland1026:526
2 Russland1019:622
3 Finnland1014:1418
4 Wales109:1212
5 Aserbaidschan104:145
6 Liechtenstei102:232

„Wir sind nur Underducks.”

— Reiner Calmund