Weihnachtsfeier gestrichen

Brachte Lauterns Erfolg in trockene Tücher: Axel Bellinghausen
Die beiden Führenden der Liga wurden gebremst - Mainz, Köln und Greuther Fürth rückten näher heran. Drei der vier Letztplatzierten sammelten Punkte; in Aue ging die Stimmung in den Keller.

„Wir müssen auswärts auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“, nahm Gladbachs Coach Jos Luhukay die 1:1-Punkteteilung beim Aufsteiger Wehen Wiesbaden nicht allzu schwer, zumal die Borussia ihren Zähler erst kurz vor dem Schlusspfiff sicherte (88., Colautti). Der Vorsprung zum Freiburger SC blieb erhalten, da auch die Breisgauer auswärts remis spielten (0:0 in Offenbach). Mainz, Köln und Greuther Fürth nutzten das Wochenende, ihr Standing in der Spitzengruppe zu verbessern. Der FSV hatte beim 3:0-Sieg in Aachen in Felix Borja einen trefflichen Vollstrecker - der Ecuadorianer machte alle Tore und katapultierte sich in die oberen Bereiche des Torjägerrankings (9 Treffer). An Milivoje Novakovic (14 Treffer) konnte Borja allerdings noch nicht heranreichen. Der Kölner Goalgetter half auch beim 3:0-Sieg des FC gegen den FC Augsburg durch zwei Tore kräftig mit, den Aufschwung der Geißböcke fortzusetzen. Im Playmobil-Stadion der SpVgg Greuther Fürth fielen die Tore wie Fallobst: 6:3 setzten sich die Gastgeber in der Partie gegen den VfL Osnabrück durch. Dass trotz des attraktiven Verlaufs beide Trainer mit der Abwehrleistung ihrer Teams haderten verwunderte nicht.

Ähnliches galt für das Spiel des FC St. Pauli gegen Kaiserslautern. Auch diese Begegnung lieferte eine überdurchschnittliche Torausbeute. Den Hamburgern gelang es trotz einer 2:0-Führung nicht, auch nur einen Punkt zu behalten. „In dieser Liga kann man es sich eben nicht erlauben, einen Gang runterzuschalten“, rekapitulierte Pauli-Trainer Holger Stanislawski. Die Lauterer bewiesen Moral und rangen die Gastgeber mit 4:3 nieder. Als Lohn verließen sie die Abstiegszone (von 16 auf 14). Die beiden Letztplatzierten sammelten ebenfalls neue Hoffnung im Abstiegskampf. Schlusslicht Jena besiegte im Ostduell Erzgebirge Aue mit 2:1. Die Veilchen verspielten ihre 1:0-Führung und handelten sich durch die Niederlage Ärger mit der Vereinsleitung ein, die sogar eine geplante Weihnachtsfeier absagte. Derart drakonische Strafen wurden für die Beteiligten des Spiels 1860 München gegen SC Paderborn nicht überliefert, obwohl der Charakter der Begegnung in dem tristen 0:0-Endresultat passend ausgedrückt war. SCP-Trainer Holger Fach indes nahm den Auswärtspunkt gerne mit.

André Schulin

2. Bundesliga - 15. Spieltag

Freitag, 30.11.2007
1:174'
2:189'
Ernst-Abbe-Sportfeld (Jena) · Zuschauer: 9600 · Schiedsrichter: Peter Gagelmann
1:030'
1:188'
Brita-Arena (Wiesbaden) · Zuschauer: 12100 · Schiedsrichter: Tobias Schultes
1:013'
2:021'
2:126'
2:230'
3:348'
Millerntor-Stadion (Hamburg - Sankt Pauli) · Zuschauer: 17800 · Schiedsrichter: Lupp
Sonntag, 02.12.2007
1:129'
2:135'
3:141'
3:260'
4:372'
5:387'
6:390'
Sportpark Ronhof Thomas Sommer (Fürth) · Zuschauer: 5500 · Schiedsrichter: Tobias Welz
1:023'
2:074'
3:075'
RheinEnergieStadion (Köln) · Zuschauer: 39000 · Schiedsrichter: Felix Zwayer
1:144'
1:250'
2:264'
Stadion Oberwerth (Koblenz) · Zuschauer: 8500 · Schiedsrichter: Thomas Frank
Montag, 03.12.2007
Tivoli (Aachen) · Zuschauer: 18700 · Schiedsrichter: Wolfgang Stark
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Der Schiri kann froh sein, dass ich ihm keine geschmiert habe.

— Werner Lorant