Extrem gut getimte Flanken

Gelernt ist gelernt: Flankengott Oliver Neuville
Mönchengladbach - als vorzeitiger Herbstmeister - und der FSV Mainz gingen als Sieger aus den Schlagerspielen des 16. Spieltages hervor. Im Kellerduell gegen Jena verschenkte Kaiserslautern eine gute Ausgangslage und fiel zurück auf einen Abstiegsrang.

Am Spieltag der Topspiele - die vier Erstplatzierten blieben unter sich - machte Borussia Mönchengladbach vorzeitig die Herbstmeisterschaft klar. Dank äußerst effizienter Chancenverwertung gewannen die Fohlen beim SC Freiburg mit 3:1. SC-Trainer Robin Dutt war besonders von einem Gästespieler angetan: „Man hat gesehen, warum Oliver Neuville in seinem Alter immer noch Nationalmannschaft spielt - so extrem gut getimte Flanken siehst du selbst in der Ersten Liga nicht viele.“ Nicht allzu viele klare Tormöglichkeiten erarbeitete sich der 1. FC Köln, der mit einem Sieg beim FSV Mainz am Kontrahenten vorbei gezogen wäre und einen Aufstiegsrang hätte einnehmen können. Die homogener auftretenden 05er gewannen das Spiel durch den Treffer Hooglands (59.) und rutschten hoch auf Platz zwei. Greuther Fürth und 1860 München verpassten die Gelegenheit, vom direkten Aufeinandertreffen der Top Vier zu profitieren. Die SpVgg brach nach dem Führungstreffer der Augsburger ein (29., Ledezma) und ging mit 0:3 unter. Eine Auswärtsniederlage gleicher Höhe erlitten die Sechziger beim Aufsteiger VfL Osnabrück.

Das Mittelfeld der Liga begnügte sich mit Punkteteilungen. Hoffenheim verspielte eine 2:0-Halbzeitführung gegen Offenbach und kassierte in letzter Minute den 2:2-Ausgleich; Wehen Wiesbaden erreichte ein glückliches 1:1-Unentschieden beim SC Paderborn, der auf den letzten Platz zurückfiel. Koblenz nahm einen Punkt aus Aue mit (0:0) und Aachen musste mit dem 2:2-Remis gegen St. Pauli zufrieden sein. Einen rabenschwarzen Tag erwischten die Lauterer, obwohl das Kellerduell gegen Jena optimal für die Gastgeber begann. Die Pfälzer gingen mit einer 2:0-Führung in die Pause, ließen sich durch Thorgelles Gegentreffer (61.) jedoch völlig aus dem Konzept bringen, vergaben dann eine Elfmeterchance (65.) und unterlagen schließlich noch 2:3. Wie unverhofft dieses Ergebnis daherkam, verdeutlicht wohl der Spielbericht auf Jenas Homepage: „Fußball ist ein seltsamer Sport“, beginnt der erste Absatz und endet mit dem erstaunlichen Eingeständnis: „Jenas erster Auswärtssieg in Kaiserslautern war nicht ansatzweise verdient“. Respekt, dass die Vereinsbrille trotz bedrohlicher Situation nicht die Sicht verstellte.

André Schulin

2. Bundesliga - 16. Spieltag

Freitag, 07.12.2007
1:059'
Stadion am Bruchweg (Mainz) · Zuschauer: 20300 · Schiedsrichter: Michael Kempter
0:115'
2:164'
2:269'
Tivoli (Aachen) · Zuschauer: 21200 · Schiedsrichter: Michael Weiner
Sonntag, 09.12.2007
1:019'
2:045'
2:161'
2:273'
2:381'
Fritz-Walter-Stadion (Kaiserslautern) · Zuschauer: 24500 · Schiedsrichter: Robert Hartmann
1:029'
2:057'
3:059'
Rosenaustadion (Augsburg) · Zuschauer: 17800 · Schiedsrichter: Markus Wingenbach
1:021'
1:173'
Hermann-Löns-Stadion (Paderborn) · Zuschauer: 5300 · Schiedsrichter: Matthias Anklam
1:040'
2:042'
2:290'
Dietmar-Hopp-Stadion (Hoffenheim) · Zuschauer: 6200 · Schiedsrichter: Guido Winkmann
2:034'
Osnatel-Arena (Osnabrück) · Zuschauer: 17000 · Schiedsrichter: Norbert Grudzinski
Montag, 10.12.2007
0:16'
0:258'
Paauwe (ET)
1:264'
1:376'
Schwarzwald-Stadion (Freiburg) · Zuschauer: 24000 · Schiedsrichter: Peter Gagelmann
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Die Spieler können so lange Ostereier suchen, wie sie wollen. Vor lauter Training werden sie keine finden.

— Felix Magath