2. Bundesliga

Mainz oder Nürnberg

Sicherte Nürnbergs Punkterfolg und Aufstiegschancen: Abwehrspezialist Javier Pinola
Allerbeste Chancen, Freiburg direkt in die Bundesliga zu folgen, erspielte sich Mainz dank seines ersten Zweitligasieges bei Greuther Fürth. Als Konkurrent blieb nur noch der Club übrig, der zumindest schon mal die Relegation sicherte. Vier Vereinen blieb die Ungewissheit erhalten, möglicherweise gegen einen Drittligisten in die Relegation zu müssen.

Als hätte die TuS Koblenz über die Saison nicht schon genügend Probleme am Hals, produzierte man im Verlauf des wichtigen 2:1-Sieges gegen St. Pauli einen Formfehler, der den DFB zu Nachforschungen auf den Plan rief: Man schickte Kuqi in der zweiten Halbzeit auf den Platz (69.), obwohl der Finne nicht auf dem Spielberichtsbogen aufgeführt war. Bevor er ins Spiel eingreifen konnte, wurde Kuqi jedoch wieder heraus gewunken, da der Fehler bemerkt wurde. Abgesehen von diesem Fauxpas durfte Koblenz mit dem Wochenende jedoch sehr zufrieden sein, weil die anderen abstiegsgefährdeten Klubs weitestgehend auf der Stelle traten. Rot-Weiß Oberhausen verabschiedete sich freundlich grüßend von den letzten Problemen, nachdem Terranovas Treffer den 1:0-Erfolg über Freiburg ermöglicht hatte. Aber Frankfurt (1:1 gegen Ingolstadt), Rostock (0:0 gegen Nürnberg) und vor allem Osnabrück (2:2 gegen Ahlen) blieb das fragwürdige Vergnügen erhalten, bis zum letzten Spieltag bangen zu müssen. Einziges Trostpflaster: Tiefer als bis Relegationsplatz 16, und damit einer weiteren Chance zum Klassenerhalt, konnte es auf direktem Wege nicht mehr gehen. Die Münchener Löwen (1:1 gegen Aachen) bewahrt die deutlich bessere Torbilanz gegenüber Osnabrück (15 Treffer Differenz) davor, ernsthaft noch in Not zu geraten.

Die positive Variante des Relegationsmodus’ war am oberen Tabellenende zu besichtigen. Dem zweitplatzierten FSV Mainz und dem drei Zähler dahinter liegenden Club war zumindest das Duell mit dem Drittletzten der Bundesliga sicher - Aachen, Fürth, Duisburg und Kaiserslautern büßten jede Chance ein, sich noch auf Platz 3 vorzuarbeiten. Noch nie zuvor hatte Mainz bei Greuther Fürth gewinnen können; der 2:0-Erfolg über den Angstgegner bescherte den 05ern die Riesenchance auf eine Bundesliga-Rückkehr. „Es war über 90 Minuten ein gutes Spiel. Wir hatten einige gute Torsituationen - und eine haben wir vielleicht sogar genutzt“, spielte der enttäuschte Benno Möhlmann auf eine Szene aus der Anfangsphase an, als der Ball nach Reisingers Kopfball die Linie möglicherweise überschritten hatte, die Anerkennung des Fürther Treffers jedoch ausblieb. Nürnberg genügte das torlose Remis im Ostseestadion, um ein unaufholbares Vier-Punkte-Polster zu Platz 4 herzustellen. „Wir haben jetzt die große Chance, über die Relegation in die erste Bundesliga aufzusteigen“, hielt Club-Coach Michael Oenning fest, wehrte sich aber auch nicht gegen die dünne Chance des kürzesten Weges: „Wenn sich die Chance bietet, direkt aufzusteigen, werden wir da sein.“ Dies könnte nur passieren, wenn am letzten Spieltag der TSV 1860 München bezwungen wird und Mainz sich gleichzeitig eine Heimniederlage gegen RWO einfängt.

André Schulin
Begegnungen
  0:0(0:0)  
  3:5(0:3)  
  0:2(0:0)  
  1:0(0:0)  
  1:1(1:0)  
  1:1(0:0)  
  2:1(2:1)  
  2:2(1:1)  
  1:1(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
162
Tore gesamt
852
Tore pro Spiel
2,78
  •  1,66 Heim
  •  1,12 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

51 %
Über 3,5

31 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

24
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
181.800

Durchschnitt
20.200
Tore pro Spieltag in der Saison 2008/2009

News zum Spieltag

Helene Fischer hat 15 Konzerte abgesagt, da darf unser Trainer in einem Spiel fehlen.

— Hasan Salihamidžić als Jupp Heynckes krankheitsbedingt nicht auf der Trainerbank sitzen konnte.