Alle außer Emden

Nach seinem Doppelpack konnte Dresden kaum noch etwas passieren:
<br>Thomas Bröker
Während Unterhaching, Düsseldorf und auch Paderborn selbst schwierigste Auswärtshürden meisterten, versagte Emden sogar zu Hause gegen Regensburg und nahm damit endgültig von der Zweiten Liga Abschied. Im Abstiegskampf verpasste Jena Burghausen einen weiteren Hieb. Braunschweig und Dresden unterdessen schwammen sich vorentscheidend frei.

Bedeutend waren die Siege der Traditionsvereine auch deshalb, weil sie gegen auf Anschluss hoffende Kellerteams gelangen. Aalen, das sich letzte Woche noch zu einem 4:3-Sieg gerackert hatte, zeigte sich an der Hamburger Straße nun wieder von seiner harmlosen Seite und verlor völlig angemessen durch Treffer von Dogan (47.) und Banser (86.) mit 0:2, was den Braunschweiger Vorsprung auf Platz 18 auf kaum noch vertändelbare zehn Zähler anwachsen ließ. Auf die gleiche Punktzahl kam nun auch Tabellennachbar Dresden. Die Sachsen liefen gegen Werder Bremen II zunächst noch einem Rückstand hinterher (2.); nachdem Bröker aber schon zum 1:1 ausgeglichen hatte (23.), gelang demselben Spieler Sekunden vor dem Abpfiff sogar noch das 2:1-Siegtor, das wiederum die Hanseaten wieder unter den Strich rutschen ließ. Eine äußerst brisante Partie stieg derweil in der Wacker-Arena. Burghausen hatte zuletzt bereits vier Mal in Folge verloren und stand gegen Jena vor einer Art Schicksalspartie. Auf die Thüringer aber traf das Güttler-Team genau im falschen Moment, da Carl Zeiss unter Neu-Trainer Fascher gerade erst die Wende eingeläutet hatte und nach dem Ende einer gruseligen Serie nun sofort nachlegen wollte. Und tatsächlich: Hähnge (27.) und Sträßer (90.) trafen in einem Nerven zehrenden Duell zu Jenas zweitem 2:0-Sieg binnen sieben Tagen und brachten ihr Team damit bis auf vier Punkte von der Abstiegszone weg. In Burghausen wiederum roch es nun stark nach einer Entlassung Günter Güttlers.

Ungewohnt einheitlich marschierten diesmal die Spitzenteams, allen voran mal wieder Union, das die Stuttgarter Kickers derart verdrosch, dass bereits jetzt der sich andeutende Zweiklassenunterschied durchschimmerte (5:1). Auch Paderborn, die Fortuna und Unterhaching aber spielten mit den Muskeln, weil sie allesamt knifflige Auswärtsspiele gewannen. Die Ostwestfalen etwa gastierten beim lange ungeschlagenen Wuppertaler SV und durchbrachen mit dem 1:0 durch Güvenisik (43.) zudem eine eigene Durststrecke von vier Partien ohne Sieg. Für Unterhaching war das 3:1 in Stuttgart derweil schon der vierte Dreier in Folge, der aber lediglich nach hinten raus hilfreich war, da Düsseldorf gleichzeitig mit einem 2:0 am Bieberer Berg Rang drei verteidigen konnte. Heidinger (49.) und Jovanovic (55.) hielten das zuletzt wieder hoffende Offenbach aus der Spitzengruppe fern. Dort nichts mehr verloren hatte unterdessen Kickers Emden. Nachdem sich die einst so starken Ostfriesen schon in den letzten Wochen mit Minusleistungen unterboten hatten, konnten sie nun auch die eigentlich einfachste Aufgabe aller Verfolger nicht lösen und zogen mit einem 0:0 gegen Regensburg endgültig ihre Bewerbung um einen Aufstiegsplatz zurück.

Maik Großmann

3. Liga - 31. Spieltag

Samstag, 11.04.2009
0:12'
1:123'
2:190'
Glücksgas-Stadion (Dresden) · Zuschauer: 13034 · Schiedsrichter: Christian Leicher
1:049'
2:086'
Stadion an der Hamburger Straße (Braunschweig) · Zuschauer: 11300 · Schiedsrichter: Christian Schößling ( Leipzig )
0:127'
0:290'
Wacker-Arena (Burghausen) · Zuschauer: 2500 · Schiedsrichter: Stefan Trautmann
1:045'
2:090'
Steigerwaldstadion (Erfurt) · Zuschauer: 7614 · Schiedsrichter: Thomas Frank
0:119'
0:265'
0:368'
1:370'
Gazi-Stadion (Stuttgart) · Zuschauer: 600 · Schiedsrichter: Dr. Manuel Kunzmann
0:149'
0:255'
Bieberer Berg (Offenbach) · Zuschauer: 13009 · Schiedsrichter: Florian Steinberg
Stadion am Zoo (Wuppertal) · Zuschauer: 4844 · Schiedsrichter: Raphael Seiwert
Sonntag, 12.04.2009
1:060'
1:175'
2:178'
Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße (München) · Zuschauer: 800 · Schiedsrichter: Stefan Schempershauwe
1:04'
2:025'
3:059'
4:065'
4:176'
Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion (Berlin) · Zuschauer: 6004 · Schiedsrichter: Kuno Fischer

Wer vom Abstieg redet, kriegt Krieg mit mir.

— Rolf-Jürgen Otto, Präsident und Mäzen von Dynamo Dresden.