Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Stadion Rote Erde (Dortmund) · Zuschauer: 23.000 · Schiedsrichter: Edgar Deuschel

» Hinspiel: Duisburg - Dortmund 3:3

BVB mied Verletzungsgefahr

In dieser Szene sah sich Brungs einer gewaltigen MSV-Übermacht ausgesetzt. V.l.n.r.: Schmidt, Brungs, Sabath, Preuß, Nolden, Wosab, Lotz
Vorweg: Ein Spitzenspiel sahen die Zuschauer in der Kampfbahn Rote Erde nicht. Dortmund befand sich wenige Tage vor dem wichtigen Europapokalspiel bei Inter Mailand in einer Situation, wo der letzte körperliche Einsatz gemieden werden sollte, um Verletzungsgefahren zu minimieren. Doch warum sich die Meidericher in so vornehmer Zurückhaltung übten - schließlich war die Aussicht auf die Vize-Meisterschaft eine nicht unbeträchtliche Motivation - erschien nicht so ganz schlüssig. MSV-Coach Gutendorf gab immerhin zwei Ansatzpunkte zum Besten: 1. Ausgelaugte Spieler; 2. Verletzungen bei der Borussia (!) vermeiden. Somit bot die erste Halbzeit ein Spiel, das man auch als "Nichtangriffspakt" zusammenfassen konnte. Der MSV war natürlich "verriegelt" und die Dortmunder mühten sich saft- und kraftlos um ein körperloses Offensivspiel. Einige kleine Tormöglichkeiten gab es trotz alledem: 12. Minute, Brungs zog knapp vorbei; 32., Sabath scheiterte allein vor Tilkowski; 33., Tilkowski klärte zwei Mal hintereinander nach Schüssen aus dem Gedränge.

Während die Gäste im ersten Durchgang noch einige nette Gegenzüge zustande brachten, beherrschten die Borussen die Partie nach der Pause so eindeutig, dass der MSV nur noch eine Chance für Versteeg erhielt, die Tilkowski jedoch vereitelte (84.). Von den ebenfalls nicht gerade üppigen Torgelegenheiten der Gastgeber fielen nur ein Schmidt-Schuss (50., knapp vorbei), die Manglitz-Ablenkung des Balles an die Latte gegen Rylewicz nach dessen 16-Meter-Knaller und ein Emmerich-Kopfball übers Tor (87.) auf. Bracht und Sturm waren die auffälligsten Akteure im Mittelfeld des BVB, doch auch Geisler spielte einen sicheren Part als Ersatz für den etatmäßigen Stopper Paul. Vorne fehlte der geschonte Konietzka, während die eingesetzten Stürmer das Risiko im gegnerischen Strafraum mieden. Somit glänzten nur noch die Torhüter in einigen wenigen Szenen einer Begegnung, die mit angezogener Handbremse durchgezogen wurde.
Spieltag

27. Spieltag

Samstag, 11.04.1964 Dortmund0:0 Meiderich
Samstag, 11.04.1964 Köln5:0 Nürnberg
Samstag, 11.04.1964 TSV 18601:1 Frankfurt
Samstag, 11.04.1964 Saarbrücken3:0 Hertha BSC
Samstag, 11.04.1964 Schalke1:2 Münster
Samstag, 11.04.1964 Stuttgart2:2 Hamburg
Samstag, 11.04.1964 Braunschweig0:1 K'lautern
Samstag, 11.04.1964 Bremen0:0 Karlsruhe

„Ein Frühling macht noch keinen Sommer.”

— Klaus Toppmöller