Bundesliga

Ex-Teufel Gerets wurde Wolf

Schlüsselspieler im Schwarz-Gelben Dress: BVB-Lenker Torsten Frings
Der SC Freiburg trotzte Werder Bremen eine Punkteteilung im Weserstadion ab. Dortmund bezwang mit Bochum einen UEFA-Cup- und Revierrivalen. Für Hannover endete eine acht Spiele währende Serie ohne Sieg und Köln ergriff den Strohhalm.

Unruhe im „Revier“: Der lange Zeit in der internen „Pott-Wertung“ führende VfL Bochum steckte nach der Vorwochen-Pleite gegen Schalke auch beim BVB eine Schlappe ein (1:4), musste seinen UEFA-Cup-Platz räumen und reihte sich hinter den beiden Westrivalen auf Platz sieben ein. Schalke näherte sich mit seinem 4:1-Erfolg über den HSV bis auf drei Zähler Leverkusen an, das beim 0:0 in Mönchengladbach das einzig torlose Resultat des Spieltages erreichte. Wesentlich torreicher ging es in der Volkswagen-Arena zu, wo der VfB Stuttgart den VfL Wolfsburg mit 5:1 demontierte. Für die Wolfsburger Vereinsführung war dies Anlass genug, umgehend die Trennung von Trainer Jürgen Röber zu verkünden und den in Kaiserslautern geschassten Erik Gerets, der eigentlich während der laufenden Saison kein neues Engagement geplant hatte, als Nachfolger zu präsentieren. „Wenn es nicht anders geht, muss man es eben eher machen“, gab sich Gerets flexibel. Als flexibel erwies sich auch der Abstand zwischen Tabellenführer Werder Bremen und Verfolger Bayern München. Freiburg überraschte die Bremer im Weserstadion mit einer frühen Führung und brachte trotz 25-minütigen Unterzahlspiels (Gelb-Rot für Bajramovic) eine 1:1-Punkteteilung über die Zeit. Bayern, eine gute Stunde lang in Überzahl (Gelb-Rot für Malz) gewann in Kaiserslautern souverän mit 2:0 und verkürzte zu Werder auf sieben Zähler.

Köln und Hannover waren die Gewinner des Spieltages aus der Abstiegsregion. Das unglückliche Eigentor von Frankfurts Ingo Hertzsch verlieh dem jungen Geißbockteam die nötige Sicherheit und dem nach seiner Verletzungspause wieder stärker werdenden Youngster Lukas Podolski gelang noch vor dem Seitenwechsel der entscheidende Treffer zum 2:0-Endstand. Die schwierige Situation der Kölner - immer noch acht Punkte zu einem Nichtabstiegsplatz - wurde damit gegenüber der Vorwoche allerdings nur um einen Zähler verbessert. Hannover 96 hingegen, wieder mit einem agilen und torgefährlichen Thomas Brdaric, verließ nach dem 2:0-Auswärtserfolg bei 1860 München den „Roten Bereich“ und feierte den ersten Sieg seit acht Spielen. Unvermindert ernst blieb die Lage für die Berliner (Platz 17), bei denen Trainer Hans Meyer das Fehlen eines Erfolgserlebnisses beklagte. Pintos Führungstreffer hielt gerade Mal sechs Minuten, dann hatten die abgeklärteren Rostocker den 1:1-Ausgleich markiert, der bis zum Abpfiff hielt.
Begegnungen
  0:2(0:0)  
  2:0(2:0)  
  1:5(1:3)  
  1:1(0:0)  
  0:0(0:0)  
  0:2(0:0)  
  4:1(3:1)  
  1:1(1:1)  
  4:1(3:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
909
Tore pro Spiel
2,97
  •  1,81 Heim
  •  1,16 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

57 %
Über 3,5

39 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

26
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
411.200

Durchschnitt
45.689
Tore pro Spieltag in der Saison 2003/2004

News zum Spieltag

Wir sind nicht so stark, dass wir es uns leisten können, unsere Gegner im eigenen Strafraum zu verulken.

— Eduard Geyer