Bundesliga

HSV bissiger als die Wölfe

Kommt bei Schalke immer besser in Tritt: Mittelfeldmann Lincoln
Mit einer starken Vorstellung stürzte der Hamburger SV den VfL Wolfsburg von der Tabellenspitze, die nach langer Durststrecke wieder einmal von den Bayern besetzt wurde. Mainz feierte erneut einen Festtag in der Bundesliga und Dortmund seinen zweiten Heimsieg.

Trotz des kurzzeitigen 0:1-Rückstandes gegen den 1. FC Kaiserslautern gab es wenig Grund zur Annahme, dass der FC Bayern die drei Punkte aus der Partie gegen die Pfälzer nicht einkassieren würde - zu klar deutete der Einbahnstraßenkick auf einen Erfolg der Platzherren hin. Fraglicher hingegen war, ob Tabellenführer Wolfsburg beim wieder erstarkten HSV seine Spitzenposition würde verteidigen können. Die Voraussetzungen dafür waren nach dem bislang frühesten Saisontreffer (Brdaric nach 18 Sekunden) gegeben, doch die Hamburger steckten diesen Rückschlag unbeeindruckt weg und drehten das Spiel zu einem am Ende souveränen 3:1-Sieg. Beeindruckend spielten auch die Schalker in Leverkusen auf; nur die Anfangsphase der ersten Halbzeit gehörte den Bayer-Akteuren. Ebbe Sand, Ailton und der überragende Lincoln setzten die Treffer zur ersten Heimniederlage Leverkusens, das mit Rang elf die schlechteste Platzierung dieser Spielzeit erreichte. Werders 1:2-Niederlage in Bielefeld bedeutete auch für den deutschen Meister den Tiefpunkt in der Tabelle: Platz acht. Beim FSV Mainz schallte der Narhallamarsch nur einmal durchs Stadionrund - doch da Silvas Linksschuss aus der 19. Minute sicherte dem spielfreudig auftretenden Aufsteiger völlig verdient den Dreier gegen den VfL Bochum. Marek Mintál war wieder einmal zur Stelle, um für den Club die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Gegen Hannover drohte die dritte Niederlage auf heimischem Terrain, doch der elfte Saisontreffer des Slowaken führte zum gerechten 1:1-Endstand.

Die vier am Tabellenende platzierten Klubs gingen beinahe komplett leer aus - nur Schlusslicht Hansa Rostock, mit dem neuen Chefcoach Jörg Berger, konnte sein Konto um einen Punkt aufstocken. "Das ist schon tragisch. Aber über 90 Minuten geht das Ergebnis in Ordnung", kommentierte Berger das erste Spiel unter seiner Regie, in dem Hansa einem Sieg sehr nahe kam. Berlins Spielmacher Marcelinho entriss Rostock mit seinem Last-Minute-Treffer zum 1:1-Endstand zwei wichtige Zähler. Freiburg hatte bei den ebenfalls arg gebeutelten BVB-Borussen anzutreten und musste sich mit einer 0:2-Pleite wieder auf den Heimweg machen. Dortmunds zweiter Heimerfolg wurde durch die Treffer zweier Abwehrspieler, Brzenska und Madouni, sichergestellt. "Ich finde, dass wir in einer schwierigen Situation eine gute erste Hälfte gespielt haben. Leider haben wir verpasst, ein, zwei Tore mehr zu machen", analysierte BVB-Coach Bert van Marwijk. "Die zweite Halbzeit war aus unserer Sicht okay", entgegnete Freiburgs Übungsleiter Volker Finke. "Es wurde konstruktiv gespielt. Beiden Seiten gelangen immer wieder gefährliche Situationen vor dem gegnerischen Tor. Dass in dieser Situation der Ausgleich nicht gefallen ist, war schade". Bochums Trainer Peter Neururer entschuldigte sich bei den Fans für die schlechte erste Halbzeit des VfB in Mainz, während Kaiserslauterns Kurt Jara die 1:3-Niederlage beim FC Bayern mit den Worten: "Im Prinzip ist passiert, was wir erwartet haben", quittierte.
Begegnungen
  1:0(1:0)  
  3:1(2:1)  
  2:0(1:0)  
  2:1(1:0)  
  0:3(0:2)  
  1:1(0:1)  
  1:0(0:0)  
  3:1(2:1)  
  1:1(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
168
Tore gesamt
890
Tore pro Spiel
2,91
  •  1,67 Heim
  •  1,24 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

80 %
Über 2,5

58 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

22
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
345.300

Durchschnitt
38.367
Tore pro Spieltag in der Saison 2004/2005

News zum Spieltag

Jeder Sieg tut gut. Ein Derbysieg noch guter.

— Frank Baumann