Bundesliga

Treffsichere Champions-League-Teilnehmer

Stimmte sich mit drei Treffern gegen den BVB auf die Champions-League ein: Roy Makaay
Erleichterung in Bochum, Leiden in Freiburg und Rostock - das Feld im Tabellenkeller zog sich auseinander. Auf den ersten drei Plätzen blieb alles beim alten. Wolfsburg feierte seinen ersten Rückrundensieg. Lautern scheiterte in Hamburg an seiner Abschlussschwäche.

Die punktgleichen Spitzenteams Bayern München und Schalke 04 hatten jeweils einen Dreifach-Knipser in ihren Reihen. Roy Makaay verlud die indisponierte Dortmunder Abwehr beim 5:0-Erfolg seines Teams dreimal und Ailton brachte das Leder ebenso oft im Kasten der Mönchengladbacher unter. Die Bayern überraschten ihre Gäste aus Westfalen mit einer blitzartigen 2:0-Führung und zogen den Borussen, die zwei Tage vor dem Spiel mit Insolvenzgerüchten des BVB konfrontiert wurden, frühzeitig den Zahn. "Man nimmt sich vor, hier gut zu spielen und selbstbewusst zu sein, aber wir waren nicht wir selbst", musste Bert van Marwijk einräumen. Vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal präsentierten sich die Bayern auch ohne ihre Mittelfeldcracks Ballack und Frings (kam in der Schlussphase) souverän, was Trainer Magath zur Aussage veranlasste: "Das war die stärkste Halbzeit von uns. Aber da ist noch mehr drin". Die beiden anderen CL-Teilnehmer aus der Bundesliga konnten ebenfalls zufrieden sein und wahrten ihre Chance, noch um die Titelvergabe mitzuspielen. Werder Bremen (Rang drei) machte seinem Ruf als "Torfabrik der Liga" auch ohne die ausgefallenen Klose und Klasnic alle Ehre und siegte in Hannover mit 4:1. Bayer Leverkusens 4:2-Erfolg in Nürnberg ließ die Augenthaler-Elf auf den vierten Platz vorrücken. Dabei profitierten die Leverkusener von ihrer Stärke bei Standards - dreimal legte Ponte per Freistoß zu Toren auf und Krzynowek fetzte einen Freistoß direkt ins Club-Tor. "Wir haben bei den Standards versagt", fühlte sich FCN-Coach Wolfgang Wolf um den Lohn einer ansonsten guten Leistung der Nürnberger gebracht.

Ein Krachertor von Cacau ebnete Stuttgart den Weg zum schmeichelhaften 1:0-Erfolg über Hertha, denn die Berliner waren mindestens gleichwertig in einer allerdings nur durchschnittlichen Partie. Wesentlicher intensiver ging es zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Kaiserslautern zu. Auch hier wäre ein Unentschieden dem Spielverlauf gerecht geworden, aber der HSV nutzte seine Tormöglichkeiten besser. "Leider waren wir in der Chancenverwertung nicht gut genug", sah Kurt Jara den einzigen Kritikansatz für seine Mannschaft. Die Mängelliste seines Rostocker Trainerkollegen Jörg Berger fiel umfangreicher aus: "So kann man im Abstiegskampf nicht bestehen", fasste Hansas Übungsleiter deshalb nach der 0:4-Niederlage in Wolfsburg zusammen. Wölfe-Coach Erik Gerets freute sich nach der gelungenen Vorstellung des VfL, traute dem Braten aber noch nicht so recht. "Ich würde nicht sagen, dass wir damit schon die Wende geschafft haben", blieb Gerets, dessen Team eine Serie von vier Niederlagen beendet hatte, vorsichtig. Noch nicht die Wende geschafft, aber zumindest wieder Hoffnung entfacht - das galt jedenfalls für den VfL Bochum, der im Kellerduell den SC Freiburg mit 3:1 bezwang. Die Neururer-Truppe näherte sich dem Nichtabstiegsplatz 15 auf vier Zähler an, da Mainz daheim nur ein 0:0-Unentschieden gegen Bielefeld erreichte.
Begegnungen
  2:1(2:0)  
  3:1(1:0)  
  5:0(4:0)  
  0:0(0:0)  
  2:4(1:2)  
  4:0(2:0)  
  1:4(1:2)  
  1:0(1:0)  
  1:3(1:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
168
Tore gesamt
890
Tore pro Spiel
2,91
  •  1,67 Heim
  •  1,24 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

80 %
Über 2,5

58 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

32
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
309.100

Durchschnitt
34.344
Tore pro Spieltag in der Saison 2004/2005

News zum Spieltag

Bis auf die 12 Karten war’s fast ein Freundschaftsspiel.

— Reiner Calmund