Bundesliga

Torflut beim Bundesliga-Abschied des Olympiastadions

Vater des Dortmunder Erfolges in Gelsenkirchen: Roman Weidenfeller
Vor der Übergabe der Meisterschale wurden die Besucher im Münchener Olympiastadion noch mit vielen Toren beglückt. Schalke verpasste die Chance, sich vorzeitig Platz zwei zu sichern. Bochumer Spieler plädierten für ihren Trainer.

Der Punktgewinn der Mönchengladbacher beim 0:0 gegen Hertha BSC bereitete allen Spekulationen um ein Fußballwunder - Rostock und Bochum könnten die Klasse doch noch halten - ein Ende. Hansa verabschiedete sich mit einer 1:1-Punkteteilung gegen Bielefeld vor heimischem Publikum aus der Bundesliga, und der VfL Bochum bot seinem Anhang zum Abschied sogar noch einen 2:0-Erfolg über den VfB Stuttgart. Der bereits beschlossene Abschied von VfL-Trainer Peter Neururer wurde allerdings hinterfragt. Neururer hatte erklärt, bei einem Abstieg der Bochumer einem Neuanfang "Nicht im Wege stehen" zu wollen. "Die Mannschaft war schlecht, nicht der Trainer. Unsere Leistungen stimmten nicht", plädierten Bochums Kapitän Dariusz Wosz und Keeper Rein van Duijnhoven für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit ihrem Übungsleiter. Das seit 14 Spieltagen sieglose Tabellenschlusslicht SC Freiburg kam in Bremen nicht um die erwartete Niederlage herum, auch wenn die Breisgauer mit einer 1:0-Halbzeitführung in die Kabine gehen konnten. Werder schlug kurz nach Wiederanpfiff drei Mal zu und sicherte mit einem am Ende hochverdienten 4:1-Erfolg die UEFA-Cup-Teilnahme, sowie eine Minimalchance auf Platz drei (CL-Qualifikation).

Alle anderen verbliebenen Bewerber um die CL-Teilnahme - abgesehen natürlich von den weit enteilten Münchner Bayern, deren letzter Bundesligaauftritt im Olympiastadion in einem 6:3-Fußballfest gegen den 1. FC Nürnberg mündete - gingen mehr oder minder fahrlässig mit der Möglichkeit um, der Teilnahme an der europäischen Königsklasse näher zu kommen. Schalke musste sich nach langer Zeit (12 Ligaspiele gegen den BVB ohne Niederlage) dem schwarz-gelben Erzrivalen mit 1:2 beugen. Die Knappen konnten ihre drückende Überlegenheit nicht nutzen und scheiterten mehrmals am erstklassigen BVB-Keeper Roman Weidenfeller. Stuttgart enttäuschte in Bochum auf ganzer Linie und auch die Berliner Hertha blieb blass, konnte jedoch durch das torlose Remis in Gladbach ihren UEFA-Cup-Startplatz unter Dach und Fach bringen. Leverkusen (2:2 in Wolfsburg) und Dortmund verblieben als Konkurrenten um Platz sechs; der Hamburger SV entfernte sich mit der 1:2-Niederlage in Hannover ganz weit von diesem Ziel. "Der Mainzer Sieg geht zu 100 Prozent in Ordnung", musste Kaiserslauterns Trainer Hans-Werner Moser eingestehen. Der Aufsteiger behielt im Rheinland-Pfalz-Derby die Nase mit 3:2 vorn und rückte dem Nachbarn bis auf zwei Zähler auf die Pelle. Enger wurde auch noch das Duell um die Torjägerkrone. Roy Makaays Doppelpack gegen Nürnberg brachte ihn bis auf zwei Treffer an den Führenden des Rankings, Club-"Phantom" Marek Mintal (23 Tore), heran.
Begegnungen
  3:2(1:1)  
  4:1(0:1)  
  1:2(1:2)  
  1:1(1:1)  
  2:2(2:0)  
  0:0(0:0)  
  2:1(1:1)  
  2:0(0:0)  
  6:3(5:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
168
Tore gesamt
890
Tore pro Spiel
2,91
  •  1,67 Heim
  •  1,24 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

80 %
Über 2,5

58 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

33
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
360.800

Durchschnitt
40.089
Tore pro Spieltag in der Saison 2004/2005

News zum Spieltag

Ich habe zweieinhalb Jahre bei Young Boys Bern, sechs Monate bei Lierse und 53 Minuten bei Duisburg gespielt.

— Jahn-Ivar Jakobsen