Bundesliga

Skibbe erhofft sich Aufbruchsstimmung

Eröffnete Leverkusens 4:0-Erfolg: Dimitar Berbatov
Die Kellerkinder der Liga bewiesen Kampfgeist, blieben aber sieglos. Die Spitzenklubs konnten auch nicht gewinnen. So schlug die Stunde der im Mittelfeld rangierenden Dortmunder, 96er, Leverkusener und Frankfurter, die zum Angriff auf Platz fünf bliesen.

Die Hoffnungen Werder Bremens und des Hamburger Sportvereins, den Bayern nach deren Nullnummer bei Hertha in der Tabelle ein wenig näher zu kommen, zerschlugen sich. Beide Nordklubs waren zudem von Verletzungspech betroffen. Bremens Keeper Andreas Reinke erlitt beim Zusammenprall mit Stuttgarts Stranzl schwere Kopfverletzungen und HSV-Neuzugang Ailton musste nach einem Zweikampf mit Hannovers Balitsch die Partie beenden. Diagnose: Kieferbruch. Die Diagnose des Spieltages in Sachen Titelkampf fiel nicht schwer. Der FC Bayern, dessen schwache Vorstellung in Berlin nicht bestraft wurde, kam seiner 20. Meisterschaft wieder ein Stück näher. Bremen konnte den VfB Stuttgart nicht daran hindern, das Dutzend an Unentschieden (0:0) voll zu machen. „Beide Teams waren wohl etwas zu verkrampft“, mutmaßte VfB-Coach Giovanni Trapattoni - den Eindruck teilte er mit vielen Zuschauern. Hamburg zog trotz spielerischer Vorteile beim Nordrivalen Hannover 96 mit 1:2 den Kürzeren. „Wir haben mit viel Leidenschaft gekämpft und so die spielerische Überlegenheit des HSV niedergerungen“, begründete Peter Neururer den Erfolg. Während die Hamburger stagnierten, konnte Hannover - nur drei Zähler hinter Platz fünf - sich in den Kreis der UEFA-Cup-Anwärter vorschieben.

Eine Begegnung ohne großen Erinnerungswert war das Gastspiel Schalkes bei Borussia Mönchengladbach. Die Borussen konnten immerhin den ersten Rückrundenpunkt verbuchen. In Dortmund war, zumindest in den zweiten 45 Minuten, mehr los. Die Schwarz-Gelben trafen auf eine gut eingestellte Duisburger Mannschaft, deren Konter lediglich der krönende Abschluss fehlte. Brzenska und Rosicky (per Strafstoß) jedoch trafen und führten den BVB damit bis auf einen Zähler an Hertha (Platz fünf) heran. Auf so einen Tag musste Michael Skibbe lange warten - der 4:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg markierte den bislang klarsten Erfolg des Trainers, der Bayer Leverkusen wieder aus dem Mittelmaß herausführen soll. „Ich hoffe, das war für uns heute ein Aufbruchsignal“, meinte er optimistisch. Nach fast genau einem Jahr Zwangspause kam der frühere Bayer-Kapitän Jens Nowotny zu einem Kurzeinsatz gegen die Wolfsburger, die sang- und klanglos untergingen. Der Abstiegsgipfel zwischen Kaiserslautern und Köln bot einen zu großen Teilen spannenden und leidenschaftlichen Schlagabtausch mit vier Treffern, fand jedoch keinen Sieger. Der in der Winterpause zu den Geißböcken gewechselte Marco Streller brachte Köln zwei Mal in Führung, Sanogo und Schönheim glichen jeweils postwendend aus. Dass die in der Tabelle nahe liegenden Konkurrenten aus Duisburg und Nürnberg (0:1 gegen Frankfurt) ihre Spiele verloren, linderte die Punkteteilung für Lautern und Köln.

André Schulin
Begegnungen
  2:2(1:1)  
  2:0(0:0)  
  0:0(0:0)  
  1:1(0:0)  
  0:0(0:0)  
  2:1(0:0)  
  4:0(1:0)  
  0:0(0:0)  
  0:1(0:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
177
Tore gesamt
861
Tore pro Spiel
2,81
  •  1,61 Heim
  •  1,21 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

50 %
Über 3,5

27 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

16
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
347.400

Durchschnitt
38.600
Tore pro Spieltag in der Saison 2005/2006

News zum Spieltag

Gut, in dieser Szene hat er sich debütieren lassen.

— Lorenz-Günther Köstner