Bundesliga

"Punkten, wo keiner es erwartet"

Sein Tor erhöhte Hannovers Serie auf 10 Spiele ohne Niederlage: Chavdar Yankov
Elf Tore in einem Spiel hatte es lange nicht gegeben - Schalke und Leverkusen machten`s möglich. Eine Serie von zehn niederlagenfreien Spielen der 96er zählt ebenfalls zu den ungewöhnlichen Ereignissen - unter Peter Neururer stellten die Roten diesen stolzen Bundesligarekord auf. Kaiserslautern schaffte ein Wunder an der Weser.

Platznot auf dem Schalker Videowürfel: Schließlich mussten nach dem 7:4-Erfolg der Knappen über Leverkusen elf Treffer dargestellt werden. Fast genauso viel, wie in den acht anderen Begegnungen zusammen (14). "Es war ein denkwürdiges Spiel" freute sich S04-Coach Mirko Slomka. Denkwürdiges ereignete sich auch im Weserstadion. Tabellenschlusslicht Kaiserslautern verpasste dem CL-Aspiranten Werder Bremen eine unerwartete 0:2-Heimschlappe. "Jetzt müssen wir mal punkten, wo keiner es erwartet", hatte Wolfgang Wolf seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben. Dass es die volle Ration wurde, entsprang der Leistung einer aufmerksamen Lauterer Elf gegen dosiert auftretende Bremer, die sich in der Tabelle wieder hinter HSV einordnen mussten. Auch die Hamburger vermochten gegen Mainz ihren Anhang nur selten vom Hocker zu reißen, sicherten sich allerdings verdient den 1:0-Erfolg, den Mahdavikia schon in der sechsten Minute herausgeholt hatte. Der in der Rückrunde wieder enorm torgefährliche Michael Ballack (drei Treffer in vier Spielen) bescherte dem FC Bayern durch den 2:1-Siegtreffer gegen den Club den 17. Saisonsieg, der zu Abstand zu den Verfolgern ein weiteres Mal wachsen ließ.

Ein Befreiungsschlag sieht anders aus: Die vom stark defensiv geprägten Konzept Trapattonis gelösten Stuttgarter brachten beim Gastspiel in Bielefeld nicht viel auf die Reihe, gingen - zurecht – auswärts erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Platz. "Morgen geht es richtig mit der Arbeit los", kündigte der neue Übungsleiter Armin Veh kurzfristige Umbruchmaßnahmen an. Stuttgarts UEFA-Cup-Hoffnungen stagnierten, derweil Bielefeld sich im gesicherten Mittelfeld etablierte. Glorreich war es nicht, was Hannover 96 in Frankfurt gegen die dominierenden Hessen anbot - aber erfolgreich. Ein Distanztreffer von Yankov sicherte den schmeichelhaften 1:0-Sieg. Das zehnte Spiel ohne Niederlage ließ die Niedersachsen bis auf einen Zähler zu Platz fünf aufschließen. Die Lauterer bekamen durch ihren Auswärtserfolg bei Werder einen kräftigen Schub und verließen das Tabellenende. Erstmals mussten die Kölner auf dem extra-exponierten Schleudersitz in die zweite Liga Platz nehmen. Das 0:0 gegen den BVB war eigentlich zu wenig in der prekären Situation, doch Hanspeter Latour hatte in den ersten 45 Minuten: "Die beste Halbzeit, seitdem ich hier bin", erkannt. Duisburgs Trainer Jürgen Kohler bemühte ebenfalls das Prinzip Hoffnung "Wenn wir so weitermachen, dann kommt auch das Glück im Abschluss wieder." Der MSV hatte nur einmal gegen Gladbach getroffen (Lavric). Da die Gäste durch einen schönen Treffer von Svensson ausglichen, konnten sich die Zebras nicht von Rang 16 lösen. Die Niederlagen von Mainz und Nürnberg führten die abstiegsgefährdeten Klubs allerdings noch enger zusammen.

André Schulin
Begegnungen
  7:4(3:1)  
  1:1(1:1)  
  1:1(0:1)  
  0:2(0:0)  
  2:1(1:1)  
  1:0(1:0)  
  0:1(0:0)  
  0:0(0:0)  
  2:1(1:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
177
Tore gesamt
861
Tore pro Spiel
2,81
  •  1,61 Heim
  •  1,21 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

50 %
Über 3,5

27 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

25
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
358.600

Durchschnitt
39.844
Tore pro Spieltag in der Saison 2005/2006

News zum Spieltag

Ich wurde mein ganzes Leben nur angeschossen.

— Raphael Schäfer ach starker Leistung im Testspiel gegen den Chemnitzer FC