Bundesliga 2005/2006 - 21. Spieltag - Sa., 11.02.2006 - 15:30 Uhr
7:4
HZ - 3 : 1

Denkwürdige Toreflut

Vorzüglicher Ersatz für Ebbe Sand: Sören Larsen

Vorzüglicher Ersatz für Ebbe Sand: Sören Larsen

Vorzüglicher Ersatz für Ebbe Sand: Sören Larsen

Viel mehr kann man von einem Fußballspiel wahrlich nicht verlangen. Elf Treffer versöhnten die Fans in der Veltins-Arena für viele Saisonspiele, in denen das Toreschießen nicht ansatzweise so gut funktionierte.

Der für Kapitän Ebbe Sand aufgebotene Larsen eröffnete nach neun Spielminuten den Torreigen für die von Beginn an druckvoll angreifenden Königsblauen. Einen weiten Abschlag von Rost aufnehmend, umkurvte Larsen Madouni und vollendete seinen Lauf mit einem platzierten Schuss ins lange Eck. Leverkusen hatte zwar eine Minute später die Chance zum Ausgleich, doch Bordon rettete gegen Arthirson auf der Torlinie. Der Schalker Druck blieb jedoch hoch und über Lincolns Freistoß und Bordons Ablage geriet Krstajic in Schussposition und es klingelte nach dessen Volleyschuss erneut (17.). Bayers Unordnung hielt auch im weiteren Spielverlauf an, obwohl der auffällig schwache Arthirson Freier weichen musste. So fiel das 3:0 nicht überraschend. Rafinhas Flanke köpfte Bajramovic als Luftkampfsieger über Juan ein (34.). Die ballsicheren Hausherren wurden jedoch noch vor der Pause einen Moment unachtsam. Schneider durfte flanken und Voronin nickte zum 1:3 ein (40.).

Nachdem in dem nochmals an Tempo zulegenden Match Lincoln das 4:1 verpasst hatte, war Leverkusen im Gegenzug plötzlich erneut erfolgreich. Wieder flankte Schneider präzise und Berbatovs Kopfball zappelte im Netz (50.). Die Ereignisse überschlugen sich weiter. Kevin Kuranyi durchbrach seine Torflaute mit Hilfe von Bayer-Keeper Butt, der den haltbaren Aufsetzer des Nationalspielers passieren ließ (55.). Larsens zweiter Treffer in der 63. Minute, das 5:2, schien die Vorentscheidung zu bedeuten, doch Bayer kam per Doppelschlag (Voronin, 64. und Krzynowek, 71.) zum Entsetzen der euphorisierten Schalker Fans nochmals auf Tuchfühlung heran. Die Gastgeber durften sich jedoch glücklich schätzen, dass Lincoln einmal mehr per Freistoß seine überragende Schusstechnik präsentierte (76.). Als sich dann fünf Minuten später auch noch der eingewechselte Asamoah nach feinem Solo in die Torschützenliste einreihte, glich das Stadion einem Tollhaus. Noch mehr ging dann wirklich nicht. Schalke verkürzte die Differenz auf die Champions League-Plätze mit diesem imposanten Sturmlauf, während Bayer zwar zum zweiten Mal hintereinander vier Treffer erzielte, aber auch erstmals in seinem Bundesligadasein sieben Buden kassierte.

Ulrich Merk

Ich wage mal eine Prognose: Es könnte so oder so ausgehen.

— Ron Atkinson