Bundesliga

Höhenflüge und Seuchen

Hatte den richtigen Riecher: Lauterns Boubacar Sanogo
Sanogos kurioser Treffer war zwar nicht spielentscheidend, aber - sorry Mathias Hain - bemerkenswert. Köln hängte seiner negativen Serie noch eins dran, derweil Bayern (15 Spiele ungeschlagen) und Hannover (11) auf Erfolgskurs blieben.

Vogelgrippe-Alarm für ganz Deutschland und Katerstimmung für ganz Köln: Die Gänsehaut erzeugende Sieglos-Seuche der Geißböcke (17 Spiele ohne Dreier) hielt die Westdeutschen am Boden der Liga. Bielefeld hatte auf dem Betzenberg die Seuche. Arminen-Keeper Mathias Hain mimte zwar keinen sterbenden Schwan, mag in der 88. Minute aber durchaus in Versuchung dazu geraten sein. Um einen Eckstoß für den Gegner zu vermeiden, kratzte er eine in Richtung Toraus flatternde Kopfballrückgabe Kuceras mit letztem Einsatz von der Linie. Dumm nur, dass der einzige, der diesen Braten gerochen hatte, Kaiserslauterns Sanogo war. Wie ein Nesträuber pirschte er sich im Rücken Hains an, schnappte sich das vor dem Aus gerettete Ei und legte es fein säuberlich zum 2:0-Endstand ins Bielefelder Nest. In Lautern krähte anschließend kein Hahn danach, wie der glückliche Sieg unter Dach und Fach gebracht wurde. Wolfgang Wolf wollte sich dann auch nicht mit fremden Federn schmücken: "Im Endeffekt ist es mir egal, wie wir die Punkte holen." Hain aber sagte kein Piep mehr und zog beleidigt ..äh.. das Gefieder ein.

Peter Neururer und seine 96er wollten sich Tabellenführer Bayern zur Brust nehmen; aber in letzter Minute flog die Gans, nur halb gerupft, vom Teller. Michael Ballack hatte mal wieder die Lufthoheit für sich beansprucht (89.) und rettete das 1:1. Bei Hertha hatte man erwogen, für den seit einiger Zeit flügellahmen Marcelinho die Stallpflicht auszurufen. Da dessen Kollegen jedoch ihr demokratisches Mitspracherecht zugunsten Marcelinhos in die Wagschale warfen, durfte der bunte Vogel auflaufen. Ein Höhenflug wurde es indes nicht. Schalkes bessere Chancenverwertung entschied. Die Königsblauen kreisten nach dem 2:1-Erfolg weit oberhalb des um zwölf Zähler distanzierten Mittelfeldes. Der Hamburger SV und Werder Bremen hielten sich mit Siegen in der Fremde ebenfalls in der seit vielen Wochen vertrauten Höhenluft. Den Bremern reichte ein Treffer von Klasnic bei den treffunsicheren schwarzgelben Borussen, derweil die Hamburger im Revier der Frankfurter wilderten und 2:1 gewannen.

André Schulin
Begegnungen
  2:0(0:0)  
  3:2(2:1)  
  1:2(1:2)  
  1:0(1:0)  
  0:1(0:1)  
  1:1(0:0)  
  2:0(1:0)  
  1:2(1:1)  
  2:1(1:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
177
Tore gesamt
861
Tore pro Spiel
2,81
  •  1,61 Heim
  •  1,21 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

50 %
Über 3,5

27 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

22
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
370.800

Durchschnitt
41.200
Tore pro Spieltag in der Saison 2005/2006

News zum Spieltag

Der Trapattoni spricht mittlerweile besser deutsch als der Augenthaler bei der Brotzeit.

— Max Merkel