Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße (München) · Zuschauer: 69.000 · Schiedsrichter: Lutz Wagner

» Hinspiel: Schalke - Bayern 1:1

Optimale Ausbeute

Nutzte Bayerns erste Torchance zur Führung:
<br>Hasan Salihamidzic
Bayern hatte sein Wohnzimmer eigens mit neuem Rasen ausgestattet, um die Mannschaft der Stunde gebührend zu empfangen. Das erhoffte Spitzenspiel fand allerdings nicht statt. Beide Teams verbissen sich in giftigen Zweikämpfen und zerstörten das Spiel des Gegners lange Zeit erfolgreich. Das Resultat waren ganze drei zwingende Torchancen – alle für Bayern und alle wurden genutzt.

Felix Magath musste kurzfristig auf Lucio verzichten und schickte anstatt seiner Martin Demichelis von Beginn an auf den Rasen. Schalke hatte es mit dem alten Bauerntrick versucht und die Einsätze von Krstajic, Bordon und Lincoln als fraglich verkauft. Natürlich spielten alle drei. Die Partie hatte große Probleme, den Erwartungen gerecht zu werden. Keine Mannschaft war bereit, von biederem Sicherheitsfußball abzurücken, so dass die Phase des Abtastens niemals zu enden schien. Nach fünf Minuten tauchte Asamoah vor Kahn auf und versuchte, einen Elfmeter zu ergaunern, bekam aber nur eine wertlose Ecke. Dann prüfte Lincoln Olli Kahn mit einem Freistoß, den der Haudegen sicher parierte (7.). Von den Bayern ging bis dahin überhaupt keine Gefahr aus. Ballack war bemüht, aber glücklos; der peruanische Doppelsturm verzettelte sich meist in Einzelaktionen. Torchancen gab es daher keine mehr, dafür häuften sich die Foulspiele auf beiden Seiten. Nach einer Attacke von Bajramovic an Salihamidzic kam es zur Rudelbildung, die Schiri Wagner mit dem gelben Karton für den Schalker beendete. Wenig später nahm Slomka den Mittelfeldspieler vom Platz, weil er sich schon am Rand des Platzverweises bewegte. Auf der anderen Seite hatte Demichelis Glück, dass er für einen Schlag gegen Poulsen nicht Rot sah; der Däne allerdings spielte selbst nicht wie eine Pastorentochter und ging mit seiner elften Saison-Verwarnung in die Halbzeit.

Als wäre es nur eine Frage der Zeit gewesen, kam Bayern aus der Kabine und ging kurzerhand in Führung. Sagnol schlug eine Freistoß-Flanke in den Strafraum und fand genau den Kopf von Salihamidzic. Aus zehn Metern köpfte der Bosnier die allererste Bayern-Chance ein (48.). Bayern eben. Acht Minuten später kamen die Hausherren zur zweiten Torchance, als Pizarro einen weiten Kahn-Abschlag zum just eingewechselten Makaay bugsierte. Der Holländer spielte blitzschnell zurück, und Pizarro schoss direkt ins lange Eck. Keine Chance für Rost. Aus einem ausgeglichenen Spiel war nun plötzlich eine fast aussichtslose Lage für Schalke geworden. Larsen prüfte Kahn mit einem flachen Kopfball, erzeugte aber nur wenig Gefahr (58.). Dann brachte Slomka mit Sand einen dritten Stürmer. Statt neuem Schwung schwanden den Gästen nun aber die Reserven. Erst musste Rodriguez verletzt vom Platz, dann begann auch Asamoah zu humpeln. Aber Slomka hatte bereits dreimal gewechselt. Bayern war außerdem clever genug, den Vorsprung zu verwalten und ließ kaum noch eine Chance zu. Statt dessen legten die Roten sogar noch einen Treffer drauf, als Krstajic einen sicheren Ball vertändelte und Makaay nur noch Danke sagen musste (89.). Nun musste Schalke sogar eine richtige Packung hinnehmen, obwohl die Knappen über weite Strecken absolut gleichwertig gewesen waren. Der Sieg war daher viel zu hoch; Bayern war schlau, bekam aber weit mehr heraus als es einbezahlt hatte.

Maik Großmann
Spieltag

26. Spieltag

Samstag, 18.03.2006 Hannover1:0 Köln
Samstag, 18.03.2006 Frankfurt5:2 Duisburg
Samstag, 18.03.2006 Wolfsburg0:1 Hamburg
Samstag, 18.03.2006 Dortmund2:1 K'lautern
Samstag, 18.03.2006 Nürnberg3:1 Bremen
Samstag, 18.03.2006 M'gladbach1:1 Stuttgart
Samstag, 18.03.2006 Leverkusen1:2 Mainz
Sonntag, 19.03.2006 Bayern3:0 Schalke
Sonntag, 19.03.2006 Hertha BSC1:0 Bielefeld

„Uns kann eigentlich keiner mehr schlagen, außer wir uns selbst. Daran arbeiten wir.”

— Zoltan Sebescen