Bundesliga

Titel vergeben - aber spannend blieb´s trotzdem

Ein weiteres Mal überragend: Werders Miroslav Klose
Lauterns Hoffnungen erfüllten sich - die Entscheidung um den dritten Absteiger wurden auf das Saisonfinale vertagt. Der zwischen dem HSV und Werder ausgetragene Zweikampf um Platz zwei blieb ebenfalls offen. Während die Bayern ihren 20. Titelerfolg feierten, verabschiedeten einige Klubs langjährig verdiente Spieler.

Zufriedenheit und Erleichterung am Betzenberg: Das 1:1-Remis sicherte den Bayern die angepeilte Verteidigung des Doubles und dem 1. FC Kaiserslautern die Möglichkeit, am letzten Spieltag noch um den Klassenerhalt zu kämpfen. Eintracht Frankfurt braucht sich diesem Nervenkitzel nicht aussetzen. "Wir hatten sogar das vorentscheidende 2:0 auf dem Fuß. Natürlich können wir mit diesem Unentschieden gut leben", beschrieb Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel seine Empfindungen zum 1:1 in Dortmund, das zur Rettung genügte. Der BVB verabschiedete vor seinem Heimpublikum die tschechischen Nationalspieler Jan Koller und Tomas Rosicky. "Ich lache heute die ganze Nacht durch", freute sich Du-Ri Cha über seinen fabelhaften Distanztreffer, der den Punktgewinn ermöglichte. Lachende Gesichter auch in Mainz, wo die 05er die 04er aus Gelsenkirchen mit 1:0 schlugen und damit die Klasse erhielten. Überraschend war FSV-Stammkeeper Dimo Wache nach seiner Knieoperation wieder zwischen den Pfosten aufgetaucht. Hannovers Punktgewinn in Mönchengladbach (2:2) wäre zum Klassenerhalt nicht mehr zwingend nötig gewesen und verdarb Trainer Horst Köppel ("Wir wollten uns mit einem Heimsieg von den Fans verabschieden") den Nachmittag.

Nicht ganz so glücklich entwickelte sich auch der Spieltag für den Hamburger SV. Zwar traute sich Abwehrkante Daniel van Buyten nach längerer Verletzungspause ein Comeback zu (eingewechselt für den angeschlagenen Boulahrouz), konnte aber bei der 2:4-Auswärtsniederlage in Berlin keine entscheidenden Akzente setzen. Das tat der Nordrivale Werder Bremen umso besser, der den 1. FC Köln mit 6:0 abfertigte. "Wir freuen uns auf das Spiel am kommenden Samstag in Hamburg", konnte Werder-Trainer Thomas Schaaf zurecht verkünden, denn erst das hanseatische Duell am letzten Spieltag entscheidet über die Vergabe des zweiten gesicherten Champions-League-Startplatzes. Der VfL Wolfsburg hatte die vorzeitige Sicherung des Klassenerhalts vor Augen, als Menseguez die Niedersachsen beim VfB Stuttgart in Führung brachte (5.) - allein, es blieb eine Momentaufnahme. Denn die Schwaben, bei denen Svonimir Soldo sich von den Fans verabschiedete, kippten die Partie und den VfL Wolfsburg in die fragwürdige Lage, am letzten Spieltag gegen Kaiserslautern Gastgeber eines Abstiegsfinales zu sein. Leverkusens 2:2-Punkteteilung gegen Nürnberg sollte Bayer genügen, dank der deutlich besseren Tordifferenz gegenüber Verfolger Hertha die UEFA-Cup-Teilnahme gesichert zu haben. Die Spiele finden dann ohne Beteiligung Jens Nowotnys statt, der zum letzten Heimspiel für Leverkusen antrat. Eine Besonderheit bot das für den Saisonausgang wenig relevante Treffen zwischen Bielefeld und Duisburg: In der 61. Minute wechselten beide Teams ihre Reservekeeper ein (Eilhoff für Hain bei Bielefeld und Beuckert für Koch beim MSV) um sie Bundesligaluft schnuppern zu lassen.

André Schulin
Begegnungen
  6:0(3:0)  
  0:2(0:0)  
  1:0(1:0)  
  4:2(1:2)  
  2:1(1:1)  
  2:2(0:1)  
  1:1(1:0)  
  1:1(0:0)  
  2:2(0:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
177
Tore gesamt
861
Tore pro Spiel
2,81
  •  1,61 Heim
  •  1,21 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

50 %
Über 3,5

27 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

30
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
392.000

Durchschnitt
43.556
Tore pro Spieltag in der Saison 2005/2006

News zum Spieltag

Fußball ist ein einfaches Spiel. 22 Männer rennen 82 Minuten dem Ball hinterher und Deutschland muss einen Mann vom Platz schicken. Also rennen 21 Männer für 13 Minuten den Ball hinterher und am Ende gewinnen irgendwie verdammt nochmal die Deutschen.

— Gary Lineker nach dem deutschen Sieg gegen Schweden bei der WM 2018 in Abwandlung seines berühmten Spruchs, dass die Deutschen am Ende immer gewinnen