Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Volkswagen Arena (Wolfsburg) · Zuschauer: 28.300 · Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees

» Hinspiel: Schalke - Wolfsburg 2:0

Standardmäßig

Erzielte nach fünf Vorlagen seinen ersten Treffer für die Wölfe: Marcelinho
Der neue Vereinsrekord (sieben Siege in Folge) sowie der Ausbau der Tabellenführung schienen für Schalke bereits beschlossene Sache. Doch zwei Freistoßflanken von Marcelinho stibitzten den Gästen nach dem Wechsel noch zwei Zähler.

Den kurzfristigen Ausfall von Kapitän und Innenverteidiger Kevin Hofland vermochten die Wolfsburger in der ersten Halbzeit kaum zu kompensieren. Vor allem bei Standards wirkte die neu formierte Abwehr der Niedersachsen anfällig. Die Knappen nutzten diese Unsicherheit erstmals nach zehn Minuten, als Kuranyi eine Freistoßflanke Lövenkrands´ von der rechten Außenbahn unbedrängt aus fünf Metern einnicken durfte. Die Führung steigerte das ohnehin schon im Überfluss vorhandene Selbstvertrauen der Gäste. So entwickelte sich ein Spiel, in dem die Slomka-Truppe zunächst Ball und Gegner souverän kontrollierte. Einzige Ausnahme war eine Kopfballmöglichkeit für den Ex-Schalker Hanke. Doch die Kugel verfehlte ihr Ziel um einige Meter (14.). Das 2:0 war in dieser Phase nur noch eine Frage der Zeit und wurde schließlich von einem Missgeschick der Wölfe sogar noch begünstigt. Hofland-Vertreter Uwe Möhrle wollte den Ball nach einer knappen halben Stunde aus der Gefahrenzone bugsieren, verursachte dabei jedoch einen ungewollten Rückzieher, der zur Maßvorlage für Kuranyi geriet. Der Mittelstürmer erwies sich als dankbarer Abnehmer und drosch das Spielgerät aus fünf Metern unhaltbar in die kurze Ecke (29.). Damit schien der Drops in der Volkswagen-Arena frühzeitig gelutscht. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs rafften sich die Wölfe zu etwas mehr Gegenwehr auf, aber bei der Großchance von Klimowicz zeigte sich Torhüter Neuer auf dem Posten. Nur noch die größten Optimisten, zu denen nicht einmal mehr Trainer Augenthaler gehörte, trauten den Hausherren beim Gang in die Katakomben noch die Wende zu.

Schalkes Manager Andreas Müller warnte indes im Pausengespräch vor zu viel Selbstsicherheit. Diese mahnenden Worte hätte er besser in der Kabine gefunden, denn das vom Manager befürchtete Szenario trat prompt nach dem Wechsel ein. Die Königsblauen ließen die wilde Entschlossenheit der ersten halben Stunde vermissen und beschränkten sich nur noch auf Spielkontrolle. Die Wolfsburger, denen aus dem Spiel heraus kaum etwas gelang, näherten sich dem gegnerischen Gehäuse über Standards an. Das erste zählbare Resultat war ein Kopfball von Klimowicz, der nach Vorlage von Marcelinho maßgenau neben dem Pfosten einschlug (56.). Darüber hinaus ließen die Gelsenkirchener am und im eigenen Strafraum allerdings kaum etwas anbrennen. Es folgten gut 20 Minuten ohne wirklich zwingende Torchance, bis Kuranyi die Entscheidung auf dem Kopf hatte. Doch ein fast schon unglaublicher Reflex von Simon Jentzsch hinderte den Ball am Überschreiten der Torlinie (79.). Schalke schien das Geschehen nun wieder im Griff zu haben und spielte seinen Stiefel scheinbar gelassen herunter – bis eine Minute vor dem Ende. Dann segelte ein Freistoß von Marcelinho aus dem rechten Halbfeld in den Sechzehner, der unberührt von Freund und Feind als Aufsetzer im Winkel einschlug. Klimowicz hatte den Schalker Keeper mit seinem Kopfballversuch noch entscheidend irritiert. Damit war das kaum noch für möglich gehaltene Remis perfekt.

Kai Endres
Spieltag

22. Spieltag

Freitag, 16.02.2007 Frankfurt0:4 Stuttgart
Samstag, 17.02.2007 Aachen1:0 Bayern
Samstag, 17.02.2007 Bremen0:2 Hamburg
Samstag, 17.02.2007 Wolfsburg2:2 Schalke
Samstag, 17.02.2007 Dortmund1:0 M'gladbach
Samstag, 17.02.2007 Hertha BSC1:2 Mainz
Samstag, 17.02.2007 Leverkusen0:1 Hannover
Sonntag, 18.02.2007 Bielefeld1:3 Bochum
Sonntag, 18.02.2007 Nürnberg1:0 Cottbus

„Der Suker ist natürlich ein Stehgeiger, der rumsteht.”

— Franz Beckenbauer