Bundesliga

Fortsetzung der Dortmunder Misere

Brachte Bayer per Doppelpack auf den Erfolgsweg: Sergej Barbarez
Wachablösung verpasst - Bremen fand keine Lücke im Lausitzer Abwehrmassiv, um nach Schalkes Niederlage die Tabellenspitze zu übernehmen. Der Kampf um Platz fünf spitzte sich auf ein Duell zwischen Leverkusen und Nürnberg zu. Dortmund rutschte in die Abstiegsränge.

Wolfsburgs Coach Klaus Augenthaler und Hertha-Trainer Falko Götz konfrontierten ihre Mannschaften mit fast gleich lautenden Vorwürfen: „Wir haben erst ab der 60. Minute gezeigt, was Fußball ausmacht“, rügte Augenthaler die Wölfe, die nach der 0:1-Niederlage beim Hamburger SV lediglich noch ein dünnes Drei-Punkte-Polster zum Abstiegsbereich behielten. „Wir haben erst 35 Minuten vor Schluss angefangen, Fußball zu spielen“, zürnte Götz. Die Berliner unterlagen beim Club mit 1:2. Die Nürnberger blieben damit ein heißer Kandidat für Uefa-Cup-Platz fünf, mit nur einem Zähler Rückstand auf Leverkusen, das den einzigen Auswärtssieg des Spieltages zustande brachte. Die Elf von Michael Skibbe überstand mit Glück, Geschick und Adler die ausgiebige Phase der Mainzer Überlegenheit unbeschadet und hatte in den Oldies Schneider und Barbarez glänzend aufgelegte Vollstrecker zum 3:1-Erfolg. Vor dem Gang nach Bochum war auch Hannover 96 noch aussichtsreich im Rennen um Platz fünf involviert - danach reihten sich die Niedersachsen im erweiterten Kreis der abstiegsgefährdeten Teams ein. „Wir waren an Harmlosigkeit im Angriff nicht zu übertreffen“, grollte Übungsleiter Dieter Hecking. Sein Gegenüber, Marcel Koller, konnte nach dem existenziell wichtigen 2:0-Sieg erst einmal kräftig durchatmen, denn der VfL kletterte von Rang 16 auf 14 hoch. Zu einer bitteren Angelegenheit für den BVB geriet der Westfalentreff auf der Alm. Der Treffer Jonas Kampers (79.) verbannte die darbenden Schwarz-Gelben erstmals jenseitig gesicherter Bereiche. Gladbach blieb Schlusslicht. Da kurz vor Feierabend noch der 1:1-Ausgleichstreffer zum Punktgewinn gelang (89., Insua), hielt sich die Enttäuschung bei den Fohlen in Grenzen. Doch Jos Luhukay war bewusst: „Für uns ist dieser eine Punkt eigentlich zu wenig.“

Das galt gewiss auch für Werder Bremen. „Das Entscheidende fehlte…“, meinte Thomas Schaaf, dessen grün-weißes Ensemble den Cottbuser Energie-Riegel trotz gravierender Feldüberlegenheit nicht zu knacken vermochte. Das 0:0 reichte nicht, Schalke an der Tabellenspitze abzulösen. Die Voraussetzungen dazu waren gegeben, da die Knappen in München eine dem Spielverlauf entsprechende 0:2-Niederlage einsteckten. Eine Rote Karte für Oliver Kahn, der Larsen Platzverweis-würdig zu Fall brachte, aber nur Gelb sah, wäre ebenfalls berechtigt gewesen, wie nicht nur Mirko Slomka („Es gab die ein oder andere Entscheidung des Schiedsrichters, die uns nicht viel Freude bereitet hat“) fand. Tabellarisch brachte der Spieltag das Führungsquartett dichter zusammen. Stuttgart fand nach vier sieglosen Partien die Erfolgsformel wieder und verteidigte mit dem 3:1-Sieg gegen Aachen den dritten Platz vor dem FC Bayern.

André Schulin
Begegnungen
  1:0(0:0)  
  0:0(0:0)  
  2:0(1:0)  
  1:3(0:2)  
  2:1(1:0)  
  1:1(0:1)  
  3:1(1:0)  
  2:0(2:0)  
  1:0(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
837
Tore pro Spiel
2,74
  •  1,46 Heim
  •  1,27 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

77 %
Über 2,5

53 %
Über 3,5

30 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

19
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
358.200

Durchschnitt
39.800
Tore pro Spieltag in der Saison 2006/2007

News zum Spieltag

Wer in Bochum von Strafraum zu Strafraum geht und sich dabei nicht den Knöchel bricht, dem gebe ich einen aus.

— Christoph Daum