Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Borussia-Park (Mönchengladbach) · Zuschauer: 51.200 · Schiedsrichter: Dr. Felix Brych

» Rückspiel: Leverkusen - M'gladbach 1:0

0:2
(0:1)
0:1 Babic (12., Rechtsschuss)
Vorlage:Barbarez
0:2 Voronin (74., Rechtsschuss)
Vorlage:Schneider

Befreiungsschlag für Leverkusen

Umtriebiger Vorlagen- und Ideengeber: Sergej Barbarez
Nach zwei Liganiederlagen und dem Ausscheiden im DFB-Pokal unter der Woche schoss sich Bayer vorerst aus der Krise. Für die Gladbacher, die sich ebenfalls aus dem Pokal verabschiedet hatten, bedeutete das 0:2 die ersten Punktverluste vor eigenem Publikum in dieser Saison und zugleich das 16. sieglose Heimspiel (13 Remis) gegen den rheinischen Rivalen in Folge.

Obwohl Gladbachs Coach Jupp Heynckes auf die 1:2-Pleite beim Regionalligisten Osnabrück mit gleich sieben Änderungen reagierte, war die Vorstellung der Hausherren erneut wenig berauschend. Zwar waren die Fohlen in der Anfangsphase häufiger in Ballbesitz, doch Strafraumszenen waren auf beiden Seiten zunächst nicht auszumachen. Entsprechend groß war der Überraschungseffekt, als die bis dahin nervös wirkenden Leverkusener in der zwölften Minute in Front gingen. Auf Zuspiel von Barbarez startete Marko Babic in seinem ersten Saisonspiel von Beginn an durch und vollendete mit einem eigentlich harmlosen Schuss, den Borussia-Keeper Keller kurioserweise durch die Beine rutschen ließ. Die Antwort der wütenden Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten, allerdings blieb sowohl Compper (15.) als auch Kahe (16.) bei Kopfballversuchen der Torjubel verwehrt. Es sollten die letzten zwingenden Aktionen der inspirationslosen und zudem äußerst fehlerhaften Gladbacher im ersten Durchgang gewesen sein. Wie man es besser macht, demonstrierte die durch ihr Erfolgserlebnis sichtlich gestärkte Werkself, die nun ihrem Kontrahenten in spielerischer Hinsicht eindeutig überlegen war. Dennoch dürfte sich die Freude von Trainer Michael Skibbe in der Halbzeitpause in Grenzen gehalten haben, denn seine Schützlinge ließen hochprozentige Möglichkeiten zum Führungsausbau leichtfertig verstreichen. Dies traf in erster Linie auf Stürmer Andrej Voronin zu, der gleich drei Mal (35., 44., 45.) hätte einlochen können. Da auch Karim Haggui in der 36. Minute per Kopf die Treffsicherheit vermissen ließ, blieb es zur Pause beim knappen 0:1.

Die Borussen kehrten mit einer gehörigen Portion Elan und dem schwungvollen David Degen (für Insua) aus der Kabine zurück, sahen sich jedoch einer bestens gestaffelten und konzentrierten Leverkusener Hintermannschaft gegenüber. Gefährlich wurde es nur bei einem Freistoß von Neuville (54.) und 120 Sekunden später bei einer Gelegenheit für Degen – Jörg Butt im Gästetor war jedoch in beiden Situationen ohne allzu große Schwierigkeiten zur Stelle. Im weiteren Verlauf des Westderbys wollte Bayer den immer größer werdenden Raum in der Offensive nutzen, um den entscheidenden zweiten Treffer nachzulegen. Was Babic (59.) und der aktionsfreudige Barbarez (68.) noch verpassten, holte der bis zu diesem Zeitpunkt bekanntlich glücklose Voronin in der 74. Minute nach: Im Anschluss an einen langen Pass von Bernd Schneider verwandelte der unbehelligte ukrainische Nationalspieler aus zwölf Metern unhaltbar für Kasey Keller. In der Schlussviertelstunde setzte die Defensivabteilung der Skibbe-Elf ihre tadellose Leistung fort und ließ so sämtliche Angriffsbemühungen der nach wie vor äußerst konzeptlosen Gladbacher im Keim ersticken.

Christian Brackhagen
Tabelle

9. Spieltag

Pl.MannschaftSp.Tore+/-Pkt
       
1- Bremen927:111619
2 Bayern914:10416
3 Schalke911:11016
4 Stuttgart917:14315
5 Bielefeld916:11514
6 Cottbus913:12114
7 Nürnberg911:7413
8 Hertha BSC914:11313
9 Dortmund912:11113
10 Aachen915:17-212
11 M'gladbach910:13-312
12 Leverkusen913:13011
13 Frankfurt911:11010
14 Wolfsburg96:9-310
15 Hamburg910:11-19
16 Hannover99:18-97
17 Mainz98:17-97
18- VfL Bochum97:17-105

Teamvergleich

26
Siege
31
Siege
28
Remis
Spiele: 85Tore: 132:158
17
Siege
9
Siege
18
Remis
Spiele: 44Tore: 81:75
9
Siege
22
Siege
10
Remis
Spiele: 41Tore: 51:83

Er kam nicht ins Spiel und wurde dann immer schlechter.

— Felix Magath über Ioan Viorel Ganea