Bundesliga

Wachablösung in München

Sein erster Saisontreffer trug zu Karlsruhes vorzeitiger Sicherung des Klassenerhalts bei: Edmond Kapllani
Nach der Pause spielten München meisterlich, Cottbus kämpferisch und Duisburg unglücklich. Bremen und Schalke brachten sich in Stellung für den Schlussspurt um die Champions-League-Plätze zwei und drei.

Die Tabelle wies gegenüber der Vorwoche nur wenige Veränderungen aus - bei sechs Unentschieden nicht weiter überraschend. Dennoch wurden einige Fakten geschaffen, positive für den Karlsruher SC: Der Aufsteiger, in der Rückrunde tabellentechnisch stetig auf dem Rückmarsch, sicherte vier Spieltage vor Saisonende vorzeitig den Klassenerhalt. In der torreichsten Partie des Spieltages trennten sich die Badener 3:3 remis von den Bremern, die, wie gehabt, reichhaltig Torchancen erspielten aber ebenso offen für Gegenstöße waren. Das Spitzenspiel in Hamburg sollte bereits nach zwei Minuten entschieden sein. Kuranyis unbedrängter Kopfballtreffer stand auch nach Ablauf der gesamten 90 Minuten als einziger Treffer in der Spielstatistik und hievte die Königsblauen auf einen Punkte-Level mit den zweitplatzierten Bremern. Mit einem Vorsprung von sechs Zählern auf Rang vier verschafften sich Werder und Schalke eine gute Ausgangsbasis zu einem Duell um die Champions-League-Ränge - hinter dem FC Bayern. „Nun kann uns nichts mehr passieren, es sei denn die Meisterschaft wird eingestellt“, stellte Ottmar Hitzfeld fest. Tatsächlich durften die Münchener nach dem 4:1-Triumph gegen dem noch amtierenden Meister VfB Stuttgart das Ziel „Meisterschaft“ als vollbracht betrachten: Zwölf Punkte Differenz zu Bremen und Schalke bei noch vier ausstehenden Spielen - Armin Vehs Glückwünsche („Gratulation an die Bayern zu der Meisterschaft“) waren angebracht.

Äußerst eng blieb die Lage im Rennen um die Uefa-Cup-Plätze. Leverkusen verpasste durch die 2:2-Punkteteilung im eigenen Stadion gegen Wolfsburg zwar einen Sieg, schob sich aber aufgrund der besseren Torbilanz am HSV und VfB vorbei auf den vierten Rang. Frankfurt konnte nach drei Niederlagen einen Teilerfolg verbuchen (1:1 gegen Dortmund), dürfte es aber ebenso wie Hannover (2:2 gegen Hertha) schwer haben, nochmals in die Nähe der Uefa-Cup-Ränge zu gelangen. Die Begegnung Energie Cottbus gegen Hansa Rostock hielt ein Höchstmaß an Dramatik bereit. Die Lausitzer steckten die Rückschläge des 0:1 (16., Cetkovic) und Platzverweises von Mitreski (42.) weg und gewannen in der Nachspielzeit durch Rangelovs Treffer noch mit 2:1, was den Abstand zum Abstiegsbereich auf fünf Zähler ausdehnte. Hansa wurde allerdings wortwörtlich auf dem falschen Fuß erwischt. Keeper Stefan Wächter verdrehte sich wenige Minuten vor dem Abpfiff das Knie. Da bereits drei Mal gewechselt worden war, wollte er durchhalten - war wegen seiner Verletzung beim 2:1-Gegentreffer allerdings ohne Chance. Genügend Chancen auf einen Sieg hatten sowohl Schlusslicht MSV Duisburg (1:1 in Bochum) wie auch der 1. FC Nürnberg. Die Clubberer gaben daheim gegen Bielefeld sogar noch eine 2:0-Führung aus der Hand. So blieb der Platztausch mit Rostock für die Franken nur ein schwacher Trost. „Wir sind überglücklich über den Punkt, den sich die Mannschaft erkämpft hat“, freute sich hingegen Arminen-Coach Michael Frontzeck, dessen Team ein erneutes Abrutschen in die Abstiegsränge vermeiden konnte.

André Schulin
Begegnungen
  1:1(0:0)  
  0:1(0:1)  
  3:3(1:2)  
  2:2(2:0)  
  2:2(2:0)  
  2:1(0:1)  
  1:1(0:1)  
  4:1(1:1)  
  2:2(1:2)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
860
Tore pro Spiel
2,81
  •  1,67 Heim
  •  1,14 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

54 %
Über 3,5

31 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

31
gesamt

Torverteilung

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Zuschauer
Gesamt
363.000

Durchschnitt
40.333
Tore pro Spieltag in der Saison 2007/2008

News zum Spieltag

Jetzt fahren wir selbstbewusst an die Ostseeküste!

— Im Bayern-Echo vor einem Auswärtsspiel in Bremen