Bundesliga

Entscheidungen und Hoffnungen

Dank einer starken Rückserie mit Wolfsburg noch im Uefa-Cup-Rennen: Edin Dzeko
Die Minimalchancen Duisburgs und Rostocks auf den Klassenerhalt zerplatzten, derweil der Club durch ein Bielefelder Eigentor im Geschäft blieb. Werder und Schalke verschoben die Entscheidung um Platz zwei auf den letzten Spieltag, während vier punktgleiche Uefa-Cup-Anwärter sich zu einem Kopf-an-Kopf-Finish um die zwei Startplätze formierten.

„Wir hatten das Herz und den Willen, in der Bundesliga zu bleiben“, erklärte ein freudestrahlender Bojan Prasnikar. Energie Cottbus profitierte neben den vom Trainer angesprochenen Eigenschaften aber auch von einem HSV, der - im Kampf um eine vordere Platzierung selbst noch unter Zugzwang - wenig Konsequenz in der Umsetzung seiner Ziele erkennen ließ. „Ich weiß nicht, wo die Leidenschaft war. Das müssen Sie die Spieler fragen“, ärgerte sich Huub Stevens. Energies 2:0-Sieg sicherte den Lausitzern den Klassenerhalt. Fast hätte auch Arminia Bielefeld Entwarnung verlauten lassen können, das verrückte Eigentor von Keeper Fernandez zwang den Arminen jedoch den Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag auf. Ein Freistoß von BVB-Stürmer Frei war vom Pfosten an den Kopf des Südafrikaners geknallt und von dort zum 2:2-Endstand ins Bielefelder Tor gesprungen. Dieser Treffer verschaffte dem 1. FC Nürnberg (zwei Zähler hinter Bielefeld) trotz der 0:1-Niederlage in Berlin noch eine letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt. Ein anderer, kurioser Treffer hatte keine entscheidende Bedeutung: Das Billardtor, mit dem Daun Kahn zum 2:3-Anschlusstreffer des MSV Duisburg gegen den FC Bayern überlobte. Für den MSV und Hansa Rostock (1:2 gegen Leverkusen) wurde der Abstieg nach den Ergebnissen des Wochenendes zur Gewissheit.

Spannend blieb das Rennen um die internationalen Wettbewerbe. Werder Bremen packte neben dem Zwei-Punkte-Vorsprung gegenüber Schalke noch eine Schippe in der Torbilanz drauf: 6:1 wurde Nordrivale Hannover 96 abgefertigt. Von einer vergleichbaren Gala war Schalke weit entfernt, hielt sich durch den farblosen 1:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt aber noch die Chance auf Platz zwei offen. Dazu wäre allerdings am finalen Spieltag neben einem eigenen Dreier bei den abstiegsbedrohten Nürnbergern eine Schützenhilfe aus Leverkusen erforderlich, das gegen Bremen seine Uefa-Cup-Ambitionen erhalten muss. Der Kampf um die beiden Uefa-Cup-Ränge wurde auf die Spitze getrieben, da mit Leverkusen, dem HSV, Wolfsburg und Stuttgart vier punktgleiche Teams ihre Anwartschaft bekundeten. Felix Magaths („Wir haben wir uns mit einem Riesenspiel von den Fans verabschiedet“) Wölfe fügten dem VfB eine herbe 4:0-Klatsche bei und überholten die Schwaben, müssen aber als einziger Vertreter des punktgleichen Quartetts am letzten Spieltag auswärts ihre Chance suchen (beim BVB). Nur eine einzige Partie des Wochenendes war ergebnistechnisch ohne Relevanz für die kommende Saison: Das Bochumer Gastspiel beim Karlsruher SC. Der badische Aufsteiger verabschiedete sich mit einem enttäuschenden 1:3 (Trainer Edmund Becker: „Das hatten wir uns ganz anders vorgenommen“) von seinem Heimpublikum.

André Schulin
Begegnungen
  4:0(2:0)  
  2:3(0:3)  
  1:2(0:1)  
  1:0(0:0)  
  2:0(1:0)  
  1:3(0:1)  
  2:2(2:1)  
  6:1(2:0)  
  1:0(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
860
Tore pro Spiel
2,81
  •  1,67 Heim
  •  1,14 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

54 %
Über 3,5

31 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

31
gesamt

Torverteilung

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Zuschauer
Gesamt
310.200

Durchschnitt
34.467
Tore pro Spieltag in der Saison 2007/2008

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