Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Stadion der Freundschaft (Cottbus) · Zuschauer: 13.500 · Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees

» Rückspiel: Stuttgart - Cottbus 2:0

0:3
(0:1)
0:1 Hilbert (4., Rechtsschuss)
Vorlage:Ciprian Marica
0:2 Simak (63., Rechtsschuss)
Vorlage:Cacau
0:3 Khedira (68., Rechtsschuss)
Vorlage:Cacau

Verschieden effizient

Seinem Volltreffer rannte Cottbus vergeblich hinterher:
<br>Roberto Hilbert
Überhaupt in Führung zu liegen, war für die Schwaben noch nach einer Stunde recht schmeichelhaft, doch betrieb Cottbus seinen gewaltigen Aufwand wie in Heimspielen üblich letztlich völlig umsonst. Mit zwei kalten Kontern entschied der VfB die Begegnung somit gar deutlich noch für sich und stopfte Energie wieder zurück in den Keller.

Der Überraschungserfolg in Mönchengladbach hatte Cottbus ein wenig von seinem Druck genommen. Kaum auf dem Platz, kehrte bei den Lausitzern aber wieder Ernüchterung ein, da Roberto Hilbert die Partie gleich mit einem Prachtschuss in den Winkel eröffnete (4.). Nun praktizierten die Gäste, was gerade die Prasnikar-Elf auf fremden Plätzen gemeinhin mit Vorliebe tut und legten sich vor dem eigenen Tor auf die Lauer. Gut zurecht kamen die Schwaben mit der Konterstellung allerdings nicht, da Cottbus es sehr schnell verstand, sie bedrohlich hinten einzuschnüren. Schon Iliev (14.) und Cagdas (15./19.) scheiterten erst am Stuttgarter Schlussmann; dabei war Energies stärkerer Abschnitt des ersten Durchgangs sogar noch der zweite, in dem Khedira einmal für den patzenden Lehmann in die Bresche sprang (32.) und vor allem Sörensen das 1:1 schier erzielen musste, als er im letzten Moment von Boulahrouz noch gestoppt werden konnte. Trotz zweier ordentlicher Konterchancen für den VfB waren die 14.000 Zuschauer mit ihrer Mannschaft daher soweit zufrieden, da sie die zwar ersatzgeschwächte, aber keineswegs schwache Elf aus Stuttgart zumindest kämpferisch bis hierhin klar übertraf.

Wie eng die Begegnung in Wahrheit verlief, zeigte sich noch deutlicher dann zu Beginn des zweiten Durchgangs. Zunächst war es der VfB, der fast wieder für eine kalte Dusche gesorgt hätte und nacheinander durch Cacau und Jan Simak (im Nachschuss) hervorragende Möglichkeiten vergab. Danach war wieder Cottbus am Drücker. Nachdem schon Angelov für Kurth gekommen war, erhöhte Bojan Prasnikar mit Jula für Sörensen das Risiko weiter und wähnte sein Team auch kurz vor dem Durchbruch. Eine ganze Reihe von guten Chancen war die Folge, von denen Joker Jula die mit Abstand beste vergab, als er aus 17 Metern den Ball an die Latte nagelte, worauf er einen Meter vor dem Strich ins Feld zurück sprang (61.). Dünner als in diesem Moment konnte die Stuttgarter Führung nicht mehr werden, und so schwärmten die Schwaben nun aus, um den Spuk zu beenden. Simak nach einem Fabelpass von Cacau (63.) und gleich darauf Khedira mit einem Distanzschuss machten aus einem kippenden Spiel so binnen fünf Minuten noch einen scheinbar deutlichen Auswärtssieg und ließen den tapferen Lausitzern von ihrem großen Kampf nichts mehr übrig. Während die Schwaben mit dem zweiten Erfolg im zweiten Spiel unter der Leitung Markus Babbels damit allmählich an die Oberfläche kamen, rutschte Cottbus wieder zurück in jene Zone, aus der es sich gerade erst mühsam herausgekämpft hatte.

Maik Großmann

 


(3,5)Jens Lehmann1

(3,5) Arthur Boka15

(2,5)Khalid Boulahrouz4

(3,5)Ricardo Osorio3

(3,5)Serdar Tasci5

(2,5)  Roberto Hilbert19

(3,5)Thomas Hitzlsperger11

(2) Sami Khedira28

(2,5)  Jan Simak8

(2,5)Cacau18

(3,5)  Ciprian Marica9

Reservebank


4Stanislav Angelov  (4,5)

30Branko Jelic  (–)

9Emil Jula  (3,5)

 


(–) Elson25

(–) Martin Lanig7

(–) Julian Schieber39

Spieltag

16. Spieltag

Freitag, 05.12.2008 Bayern2:1 Hoffenheim
Samstag, 06.12.2008 Bielefeld0:0 Dortmund
Samstag, 06.12.2008 M'gladbach1:3 Leverkusen
Samstag, 06.12.2008 Schalke1:0 Hertha BSC
Samstag, 06.12.2008 Frankfurt4:0 VfL Bochum
Samstag, 06.12.2008 Karlsruhe1:0 Bremen
Samstag, 06.12.2008 Cottbus0:3 Stuttgart
Sonntag, 07.12.2008 Köln1:2 Hamburg
Sonntag, 07.12.2008 Wolfsburg2:1 Hannover

„Weisweiler und Happel sind tot, Hitzfeld ist bei den Bayern. RWO hat den besten Trainer, den man kriegen kann.”

— Aleksander Ristic zur Diskussion um seine Person