Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Wildparkstadion (Karlsruhe) · Zuschauer: 29.300 · Schiedsrichter: Dr. Felix Brych

» Hinspiel: Stuttgart - Karlsruhe 3:1

0:2
(0:0)
0:1 Elson (50.)
0:2 Khedira (88.)

VfB-Bus blockiert - die Treffsicherheit der Schwaben allerdings nicht

Jubelte sich eine Gelbe Karte herbei: Elson
Nur im ersten Drittel des badenwürttembergischen Duells führte der gastgebende KSC eine akzeptable Vorstellung auf, die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Sonntagabend nährte. Im weiteren Verlauf enttäuschten die Badener jedoch und waren dem VfB, der wahrlich auch keine große Form zeigte, zurecht unterlegen.

Ein reibungsloses Fußballfest zwischen Badenern und Schwaben war schon vor dem Anpfiff pure Illusion: KSC-Anhänger hinderten den Gästebus an der ungehinderten Anfahrt zum Stadion - Schiedsrichter Dr. Brych blieb keine andere Wahl, als den Anstoß um eine Viertelstunde nach hinten zu verlegen. Auf dem Platz immerhin ging es halbwegs gesittet zu. Die Gastgeber legten einen schwungvollen Start hin und hatten das Spiel bis zur 30. Minute ganz gut im Griff, ohne jedoch reelle Torgefahr auszustrahlen. Freis´ Schußversuche von der Strafraumkante wurden von der engierten Stuttgarter Abwehr geblockt, verpufften somit ohne Wirkung. Ganz allmählich kam der VfB - da Karlsruhes Bemühungen erfolgreich erstickt wurden - zu der Ansicht, dass die Zeit für eigene Angriffe nun gekommen sei. Tasci forderte KSC-Keeper Miller mit einem platzierten Schuss (33.) und fand den Schlussmann der Heimelf auf dem Posten. 60 Sekunden später hatte Miller zwar keine Abwehrchance - dafür aber Glück. Maricas Distanzschuss knallte lediglich an den Pfosten. Als Lanig zum zweiten Mal das Gebälk der Gastgeber prüfte (39., nach Elsons Flanke schoss er an die Querlatte), war der Spielverlauf unverkennbar gekippt - Stuttgart gab den Takt vor. Die letzte gute Tormöglichkeit vor der Pause produzierte jedoch der KSC. Da Silvas Freistoß aus 25 Metern sauste nur sehr knapp am rechten Pfosten der Gäste vorbei (44.).

Stuttgart blieb auch nach Wiederbeginn am Drücker und landete einen Volltreffer: Der über Gomez und Marica vorgetragene Angriff endete mit einer Torvorlage auf Elson, die der brasilianische Neuzugang zu seinem ersten Treffer für den VfB nutzte (50.). Der Brasilianer feierte den Treffer, indem er einen Zaun hochkletterte. Als er wieder herunter kam, empfing ihn Dr. Brych mit der Gelben Karte. Der Überlegenheit der Gäste tat diese Verwarnung keinen Abbruch. Mit knapper Müh und Not verhinderte Eichner in letzter Sekunde, dass der einschussbereite Gomez auf 2:0 erhöht (56.). Zwei Minuten darauf durfte das Karlsruher Publikum erleichtert wahrnehmen, dass seine Elf auch noch ernstzunehmende Gefahr heraufbeschwören konnte. Auf Zuspiel von Stindl brachte Federico einen Drehschuss an, dem nicht viel zum Einschlag fehlte (knapp rechts vorbei). Danach flaute der Spieleifer beiderseits jedoch deutlich ab. Karlsruhe war zu unruhig und einfallslos, um Druck ausüben zu können und der VfB gab sich mit der knappen Führung zufrieden. Gegen Ende des Spiels erhöhte der KSC verzweifelt die Schlagzahl, doch die gefährlichste Situation für Stuttgart ging noch von VfB-Akteur Niedermeier aus, dessen verunglückter Rettungsversuch die Führung bedrohte - aber Lehmann fing den Ball sicher ab (85.). Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff fiel dann die Entscheidung. Khediras Durchbruch endete mit dem Treffer zum 2:0. Den ersten Schussversuch konnte Miller noch parieren, doch im Nachschuss ließ sich der Stuttgarter die Chance zu seinem sechsten Saisontreffer nicht nehmen.

André Schulin
Spieltag

22. Spieltag

Freitag, 27.02.2009 Köln1:1 Bielefeld
Samstag, 28.02.2009 Frankfurt1:2 Schalke
Samstag, 28.02.2009 Hannover1:0 Leverkusen
Samstag, 28.02.2009 Bochum3:2 Cottbus
Samstag, 28.02.2009 Hertha BSC2:1 M'gladbach
Samstag, 28.02.2009 Dortmund0:0 Hoffenheim
Sonntag, 01.03.2009 Bremen0:0 Bayern
Sonntag, 01.03.2009 Hamburg1:3 Wolfsburg
Sonntag, 01.03.2009 Karlsruhe0:2 Stuttgart

„Im Vergleich zu den Artikeln, die sie schreiben, sind die Märchen aus Tausendundeiner Nacht empirische Untersuchungen.”

— Christoph Daum über türkische Sportjournalisten