Bundesliga

Vier auf Titelkurs

Hämmerte Dortmunds Führungstreffer rein: Kuba (Jakub Blaszczykowski)
Die Anspannung in allen Bereichen der Liga - Titelkampf, internationale Startplätze und Klassenerhalt - blieb nach dem 31. Spieltag nicht nur erhalten, sie wurde sogar noch gesteigert. Dass Wolfsburg im Gastspiel beim VfB Stuttgart leer ausging war entscheidend für die Verdichtung an der Spitze: Nur zwei Zähler trennen den Ersten vom Vierten.

"Wahrscheinlich wird jetzt wieder die ganze Woche über mich gesprochen“, mutmaßte Mario Gomez - was angesichts seiner vier Treffer beim 4:1 gegen Tabellenführer Wolfsburg eine realistische Einschätzung sein dürfte. Genauso realistisch, wie mittlerweile die Titelchancen der Schwaben, die zur Saisonhalbzeit noch graues Mittelmaß (Platz 10) repräsentierten. „Das 1:3 hat das Spiel entschieden“, konkretisierte Felix Magath Zeitpunkt (63.) und Ereignis im Spitzenspiel heraus, der seine Mannschaft den Punktvorsprung vor dem ärgsten Verfolger kostete. Bayerns 3:1-Sieg in Cottbus führte die Münchener so nahe an die Spitzenposition heran, wie sie es die ganze Saison noch nicht waren und hätte Ribery sein Privatduell mit Energie-Keeper Tremmel (parierte Elfer und Großchance des Franzosen) nicht verloren, wäre sogar eine Gleichheit mit dem VfL in der Tordifferenz möglich gewesen. Mit der seltenen Variante, seine beiden Topstürmer Pantelic und Voronin gemeinsam in der Startaufstellung zu bringen, kam Hertha zu einem unspektakulären, aber wichtigen 2:0-Erfolg über den VfL Bochum, der den Berlinern alle Optionen erhielt, aus eigener Kraft die Champions-League-Teilnahme zu sichern. Eine dramatische Zuspitzung zeichnete sich im Ringen um Platz 5 ab: Hamburgs erneute Niederlage gegen den Bremer Nachbarn (0:2), der den HSV schon aus den DFB- und Uefa-Pokal-Träumen gerissen hatte, warf die Rothosen nun auch noch aus den internationalen Rängen. Die mit enormen Rückenwind vorpreschenden Dortmunder setzten sich nach ihrem siebten Sieg in Folge in der Tabelle dem HSV vor die Nase.

Um die Sicherung des vorzeitigen Klassenerhalts ging es im Spiel zwischen Hannover und Frankfurt. Das 1:1-Endresultat konnte dem Spielverlauf nach nur die nach Punkten besser ausgestatteten 96er befriedigen (36 Zähler); die einem Sieg eigentlich näheren Hessen hielten aber nach wie vor ihren 6-Punkte-Vorsprung zu Relegationsplatz 16. Kölns Puffer blieb bei 5 Zählern, da die Domstädter bei 1899 Hoffenheim mit 0:2 unterlagen. "Die erste Halbzeit war richtig schlecht - vor allem von uns“, räumte Ralf Rangnick ein. Die besseren zweiten 45 Minuten ermöglichten seiner Mannschaft dann nach zuvor zwölf erfolglosen Versuchen den ersten Dreier. Der Tabellenkeller vermeldete einen Sieger, drei Verlierer und mit Bielefeld (2:2 bei Leverkusen) ein abstiegsbedrohtes Team, das zumindest einen Teilerfolg verbuchte. Karlsruhes 0:4 in Dortmund senkte die Wahrscheinlichkeit auf den Klassenerhalt der Badener auf ein Mindestmaß herab. Nahezu auf einem Level stellte sich die Lage für die punktgleichen Mannschaften aus Gladbach, Bielefeld und Cottbus (alle jeweils 27 Punkte) sowie die einen Zähler besser gestellten Bochumer dar. Der 1:0-Siegtreffer Colauttis auf den letzten Drücker der Partie gegen Schalke belebte die Chancen der Fohlenelf erheblich, derweil den Königsblauen wohl die Felle davon schwammen, sich noch für den Uefa-Cup-Nachfolger „Europaleague“ zu qualifizieren. "Wir wollten den Dreier, sind in einen Konter gelaufen und stehen am Ende dumm da“, brachte S04-Interimscoach Mike Büskens die Sache auf den Punkt.

André Schulin
Begegnungen
  2:2(1:2)  
  1:3(1:1)  
  4:1(2:1)  
  1:1(1:1)  
  4:0(1:0)  
  2:0(1:0)  
  2:0(0:0)  
  1:0(0:0)  
  2:0(1:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
169
Tore gesamt
894
Tore pro Spiel
2,92
  •  1,70 Heim
  •  1,22 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

81 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

26
gesamt

Torverteilung

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Zuschauer
Gesamt
424.100

Durchschnitt
47.122
Tore pro Spieltag in der Saison 2008/2009

News zum Spieltag

Der Geist ist willig, aber Lautern stellt sehr gut zu.

— Bela Rethy