Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

(Stuttgart) · Zuschauer: 55.500 · Schiedsrichter: Deniz Aytekin

» Hinspiel: Cottbus - Stuttgart 0:3

Fürs "Finale" gerüstet

Wegbereiter des Stuttgarter Sieges: Thomas Hitzlsperger
Mit dem 2:0-Arbeitssieg hatte der VfB seinen Teil erfüll, sich bis zum letzten Spieltag die Titelchance offen zu halten. Cottbus spielte nicht unbedingt wie ein Absteiger, hinterließ aber nicht den Eindruck, dass man sich in Stuttgart etwas ausgerechnet hatte.

Meisterschaftschance auf Seiten der Gastgeber, Abstiegsnot bei den angereisten Lausitzern. Zwischen diesen beiden unterschiedlichen Polen entspann sich am vorletzten Spieltag eine Begegnung, die nur in seltenen Momenten gehobenen fußballerischen Ansprüchen genügte. Zwar musste zuerst der Stuttgarter Schlussmann seine Aufmerksamkeit unter Beweis stellen, doch stellte Julas Distanzschuss keine echte Bewährungsprobe für Lehmann dar (2.). Nachfolgend nahm der VfB das Heft in die Hand. Marica (6.) und Cacau (12.) ließen die mögliche Führung der Schwaben noch aus, in der 19. Minute aber machte Hitzlsperger mit einem Freistoßtreffer das nicht unerwartete 1:0. Seine von halbrechts hoch in den Cottbuser Sechzehner getretene Hereingabe traf im langen Eck an den Innenpfosten und prallte von dort über die Linie. Den Spielverlauf veränderte das Tor nicht. Stuttgart hatte wenig Probleme die Partie zu kontrollieren und hätte durch Gebhart fast erhöhen müssen, nachdem Träsch dass Leder prima aufgelegt hatte. Gebharts Schuss sauste jedoch knapp über Querlatte (38.). Der VfB hatte keinen Grund, sein Engagement zu erhöhen aber Cottbus blieb entschieden zu passiv.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wirkten die stark abstiegsbedrohten Lausitzer endlich entschlossener. Sörensen und Rost unternahmen zumindest einmal Versuche, Lehmann zu überwinden. Zwar konnte noch keine Rede davon sein, dass Cottbus im Begriff war, das Blatt zu wenden. Und doch entschied sich VfB-Coach Markus Babbel dafür, den angeschlagenen Torjäger Mario Gomez einzuwechseln. Die 1:0-Führung war schließlich kein sanftes Ruhekissen. Bevor Stuttgarts bester Goalgetter zur Entscheidung beitragen sollte, kamen aber die Gäste zu einer hervorragenden Möglichkeit. Rivic leitete einen schnell vorgetragenen Konter auf Shao weiter, der in den Sechzehner flitzte und Boulahrouz mit einer Finte versetzte. Sein Abschluss war jedoch wenige Zentimeter zu hoch angesetzt - der Ball prallte von der Latte zurück ins Feld (76.). Der Frust über die vergebene Ausgleichschance war noch nicht verraucht, da führte der VfB vor, wie man Kontervorstöße erfolgreich abschließt. Über die linke Seite wurde Energies Staffelung überrollt und Gomez passte in die Mitte, wo sich Cacau freigelaufen hatte. Tremmel eilte noch heraus, doch Cacau war schneller am Ball und spitzelte die Kugel am Keeper vorbei (78.). Damit war die Luft raus. Im Schongang brachten die Schwaben den Arbeitssieg gegen die entmutigten Lausitzer über die Zeit.

André Schulin

Reservebank


25Elson  (–)

8Jan Simak  (–)

33Mario Gomez  (–)

 


(4) Ivan Radeljic28

(–) Vragel da Silva6

(3,5)  Stiven Rivic10

Spieltag

33. Spieltag

Samstag, 16.05.2009 Hoffenheim2:2 Bayern
Samstag, 16.05.2009 Hertha BSC0:0 Schalke
Samstag, 16.05.2009 Hannover0:5 Wolfsburg
Samstag, 16.05.2009 VfL Bochum2:0 Frankfurt
Samstag, 16.05.2009 Bremen1:3 Karlsruhe
Samstag, 16.05.2009 Stuttgart2:0 Cottbus
Samstag, 16.05.2009 Dortmund6:0 Bielefeld
Samstag, 16.05.2009 Leverkusen5:0 M'gladbach
Samstag, 16.05.2009 Hamburg0:1 Köln

„Der springt so hoch - wenn der wieder runter kommt, liegt auf seiner Glatze Schnee.”

— Norbert Nachtweih über Dieter Hoeneß