Bundesliga

Ein Riss in der Mitte

Findet sich beim HSV zunehmend besser zurecht: Marcus Berg, zweifacher Torschütze auf Schalke
Ein Riss teilt die Liga: Zwischen Rang 8 und 9 entstand eine vier Zähler große Lücke. An der Spitze rückte man hingegen enger zusammen. Herthas Niederlagenserie endete, Bremen fing nach langer Zeit wieder einen Gegentreffer und die Begegnung Schalke-HSV verdiente sich die Bezeichnung Topspiel.

Keine 60 Sekunden waren gespielt, da wurde Bremens stolze, gegentorfreie Serie in Bochum gestoppt. 619 Minuten in Folge hatten die Grün-Weißen bis dahin in der Liga ihren Kasten vernagelt. Das Ende des Bremer Aufschwungs brachte der durch Sestak vollendete Einschlag mitnichten - ganz im Gegenteil. Werder drehte den Spieß komplett um, verließ das RewirPower-Stadion als 4:1-Sieger und bedrängte, nunmehr auf Platz drei vorgerückt, das jeweils remis spielende Bundesliga-Spitzenduo noch intensiver. Tabellenführer Leverkusen mühte sich in einem farblosen Ringen zu einem 1:1 gegen den BVB, derweil die zweitplazierten Hamburger beim FC Schalke Partner eines packenden Schlagabtausches waren. „So stelle ich mir das von der Leidenschaft, von den Emotionen, von der Stimmung her vor“, schwärmte Felix Magath ob des mitreißenden Spiels, vergaß aber nicht, kleine Korrekturen bezüglich der Gegentreffer anzubringen („Das waren zu einfache Fehler“). Die Fehlerkorrektur der Bayern dürfte nach ihrem Last-Minute-Erfolg gegen Frankfurt schwerpunktmäßig in der Chancenverwertung liegen. Die Stimmung in München wurde lediglich durch van Buytens 2:1-Siegtreffer (88.) gerettet, der dem FCB einen Aufwärtsschritt in der Tabelle bescherte. Mainz konnte nach seinem 3:0-Sieg im Aufsteigerduell mit Freiburg zwar keinen Platz gutmachen, sicherte sich jedoch als Achtplatzierter einen Rang in der oberen Hälfte. Hinter dem FSV (17 Punkte) tat sich eine beachtliche 4-Punkte-Lücke auf.

Frankfurt und Dortmund (jeweils 13 Zähler) sowie Hannover (12) hielten einen kleinen Puffer zu den sieben Klubs, die entweder einen Abstiegsplatz besetzten, oder in unmittelbarer Zugriffsweite des gefährdeten Bereichs rangierten. Das Spiel der 96er gegen den VfB Stuttgart war eine für beide Vereine wichtige Partie, in der man sich entweder Luft verschaffen oder in die Nesseln setzten konnte. „Wir sind sehr froh, dass wir in unserer Situation die drei Punkte hier behalten konnten“, atmete Hannovers Trainer Andreas Bergmann somit tief durch, nachdem der glückliche 1:0-Sieg gegen die Schwaben, die man zu Hause zuvor sieben Mal nicht schlagen konnte, unter Dach und Fach war. Das torlose Unentschieden im Rheinderby zwischen Gladbach und Köln half beiden Klubs in der Tabelle nur deshalb einen Schritt voran, weil die Konkurrenten Stuttgart, Nürnberg und Bochum gänzlich leer ausgingen. Nürnberg fehlte im Gastspiel bei Hoffenheim wieder einmal die Konsequenz im Abschluss. Der schwache Trost für Club-Coach Michael Oenning: „Wir haben zwar kein Tor geschossen, aber speziell in der ersten Halbzeit kein enttäuschendes Spiel gezeigt“. Auch die Berliner Hertha schoss kein Tor. Da sich die Gäste aus Wolfsburg in dieser Hinsicht solidarisch gaben, durfte sich das gebeutelte Schlusslicht immerhin eines Remis’ erfreuen. „Wie die Mannschaft gearbeitet hat, macht Mut für die Zukunft", ergriff Friedhelm Funkel den Strohhalm, den der erste Punkterfolg der Berliner nach acht Niederlagen symbolisierte.

André Schulin
Begegnungen
  1:1(0:1)  
  2:1(0:0)  
  3:0(2:0)  
  1:0(1:0)  
  3:0(1:0)  
  0:0(0:0)  
  0:0(0:0)  
  3:3(0:2)  
  1:4(1:2)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
866
Tore pro Spiel
2,83
  •  1,51 Heim
  •  1,32 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

55 %
Über 3,5

32 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

23
gesamt

Torverteilung

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Zuschauer
Gesamt
362.300

Durchschnitt
40.256
Tore pro Spieltag in der Saison 2009/2010

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Das letzte Mal, dass ich so hoch verloren hab, war gegen meinen Bruder im Tipp-Kick.

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