Bundesliga

Gladbach kippt HSV-Serie

Alternierender Torschütze: Maik Franz
Tempodrosselung an der Spitze: Die ersten Fünf konnten nicht gewinnen. Schalke und Bremen durften sich immerhin daran erfreuen, einen 0:2-Rückstand aufgeholt zu haben. Den Hamburgern ging eine Null verloren - die bislang in der Rubrik Niederlagen zu finden war.

„Wir haben zu weit von den Leuten weg gestanden und konnten keine Ruhe in unser Spiel bringen“, führte Bruno Labbadia Gründe auf, weshalb der Hamburger SV die erste Saisonniederlage kassierte. Eine Chance zur Rückeroberung der Tabellenspitze war damit vertan. Den ‚Leuten’ aus Mönchengladbach stand indes die Erleichterung darüber ins Gesicht geschrieben, nach sechs sieglosen Spielen den Abwärtstrend gebrochen zu haben - und das beim letzten bis dahin ungeschlagenen Klub der Liga. Aber der HSV war mitnichten der einzige Vertreter aus dem vorderen Feld, der Federn ließ: Keiner der fünf Erstplatzierten siegte. Im Topspiel zwischen Leverkusen und Schalke sprang eine 2:2-Punkteteilung heraus, die Bayer-Sportchef Rudi Völler - nachvollziehbar, da man 2:0 führte - als „gefühlte Niederlage“ bezeichnete. Aufgrund der anderen Resultate konnte Leverkusen jedoch die Spitzenposition halten. Werder Bremen hingegen durfte das 2:2-Remis beim Club wie einen gefühlten Sieg betrachten. „Wir hatten Glück, dass wir nur 2:0 in Rückstand waren“, blickte Thomas Schaaf auf jene 45 Minuten zurück, in denen die Grün-Weißen im Nürnberger easyCredit-Stadion eine schlechte Figur abgaben. Vom FC Bayern ging im Gastspiel beim VfB Stuttgart auch nicht allzu viel Fußballkunst aus. „Ich kann mit dem Resultat leben“, hakte Louis van Gaal die tor- und höhepunktarmen 90 Minuten ab, die den Schwaben immerhin das Ende der kleinen Niederlagenserie brachte.

Wolfsburg und Mainz gingen als enge Tabellennachbarn in den Spieltag und kamen genauso auch heraus: Im torreichsten Spiel des Tages trennte man sich 3:3 unentschieden. Hoffenheim profitierte von dieser Punkteteilung, da die Rangnick-Schützlinge sich aus dem Mittelfeld lösen und in die Spitzengruppe (Platz 5) vorstoßen konnten. Die drückende Überlegenheit der ersten 45 Minuten im Badener Derby wurde lediglich zu einem Treffer genutzt, der letztlich aber genügen sollte. Freiburg ereilte nach Spielschluss noch die traurige Nachricht vom Ableben seines Präsidenten Achim Stocker.

Vor schlimmerer Gesundheitsschädigung wurde Dedé bewahrt, nachdem seine Teamkollegen Schiedsrichter Brych darauf hinwiesen, dass Dortmunds Linksverteidiger nach einem Zusammenstoß keinen fitten Eindruck vermittelte. Der Unparteiische empfahl Dedés Auswechslung, was, wie die später diagnostizierte Gehirnerschütterung belegte, die richtige Entscheidung war. Das Spiel gegen Tabellenschlusslicht Hertha BSC gewannen die Schwarz-Gelben mit 2:0 und festigten ihren Mittelfeldplatz (Platz 10). Gleiches gelang der Frankfurter Eintracht (Platz 9), die den mit neuem Coach angetretenen VfL Bochum 2:1 bezwang. Heiko Herrlich erkannte, dass „jetzt schnellstens“ Punkte nötig sind, um dem VfL den Anschluss zu erhalten. Eintrachts Maik Franz atmete tief durch, nachdem er sein Eigentor (25.) durch den Siegtreffer (53.) egalisieren konnte.

André Schulin
Begegnungen
  2:0(0:0)  
  3:3(2:2)  
  0:0(0:0)  
  0:1(0:1)  
  2:2(2:0)  
  2:3(1:1)  
  2:2(0:2)  
  0:1(0:1)  
  2:1(1:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
866
Tore pro Spiel
2,83
  •  1,51 Heim
  •  1,32 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

55 %
Über 3,5

32 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

26
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
414.800

Durchschnitt
46.089
Tore pro Spieltag in der Saison 2009/2010

News zum Spieltag

Ich als Verein musste ja reagieren.

— Jean Löring zum Rauswurf von Toni Schumacher