Bundesliga

Bayer klar vorn, Hertha noch klarer hinten

Stark beim Auswärtssieg der Dortmunder: Nuri Sahin
Als "Gefühlten Abstieg" wollte Friedhelm Funkel die Heimpleite gegen Frankfurt nicht wahrhaben, gleichwohl wuchs der Rückstand der Berliner weiterhin an. Leverkusens Tabellenführung wurde sicherer als noch am Spieltag zuvor. Auch der FC Bayern und die beiden Borussias durften sich als Sieger des Spieltags feiern lassen.

Nach ihrem fünften Spiel in Folge ohne Niederlage durfte sich die seinerzeit den vorletzten Tabellenrang bekleidende Gladbacher Borussia als im Mittelfeld angekommen betrachten. Kämpferischer Einsatz war gefragt (Michael Frontzeck: „Meine Mannschaft hat nicht viel zugelassen“), beim 1:0-Erfolg gegen Schalke - der ersten Auswärtsniederlage der Knappen. Eintracht Frankfurt ließ ebenfalls nicht viel zu, beim Gastspiel in Berlin. Der ungefährdete 3:1-Sieg beim Tabellenschlusslicht sicherte die Hessen ausreichend gegen die Abstiegsgefahr ab. Für die auf den fünf Punkten sitzengebliebenen Herthaner verschlimmerte sich die Lage. Borussia Dortmund verschaffte sich dank des knappen 1:0-Sieges bei 1899 Hoffenheim eine Perspektive, die internationalen Ränge anzugreifen. Die Resultate der Konkurrenz kamen den Schwarz-Gelben entgegen: Sowohl Hoffenheim, Schalke, Mainz und Hamburg (1:1 im direkten Duell) wie auch Wolfsburg (2:2 in Bremen) konnten nicht gewinnen.

Nutznießer dieser Punktverluste waren aber auch Spitzenreiter Bayer Leverkusen und der FC Bayern. Der Tabellenführer versetzte den auf Platz 17 abstürzenden Stuttgartern einen 4:0-Tiefschlag, der Markus Babbel verblüffte ("So eine Mannschaftsleistung habe ich nicht erwartet“) und bei Manager Horst Heldt schon in der Halbzeitpause Entrüstung hervorrief („Alle elf auswechseln“). Auf Leverkusener Seite war man verständlicherweise sehr zufrieden: "Über weite Strecken haben wir erstklassigen Fußball gespielt“, hielt Jupp Heynckes fest. Die Tabellenführung war auf drei Zähler gegenüber Bremen ausgebaut. Drei Punkte hinter den Werderanern stellte sich der FC Bayern als neuer Viertplatzierter vor. In der Woche, in der die Vereinsführung umgestaltet wurde - Ulli Hoeneß schied als Manager aus und beerbte Franz Beckenbauer im Präsidentenamt - konnten die Münchener nach drei sieglosen Ligaspielen wieder einmal gewinnen (3:0 in Hannover).

Kein Sieger ging aus der Kellerpartie des VfL Bochum gegen den 1. FC Köln hervor, wodurch beiden Klubs zwar ein Vorrücken um jeweils einen Rang glückte, die unmittelbare Nähe zu den Abstiegsplätzen jedoch erhalten blieb. Die Trainer hatten immerhin noch lobende Worte bezüglich des Einsatzes der Spieler übrig. Im Falle des 1. FC Nürnbergs sah das etwas anders aus. „Wir haben alles vermissen lassen, was uns letzte Woche noch ausgezeichnet hat“, hielt Club-Coach Michael Oenning nach der 0:1-Heimpleite gegen Freiburg seinen Leuten vor. SCF-Trainer Robin Dutt konnte ein absolut gegensätzliches Fazit erstellen. Sein Team war am vorigen Spieltag gegen Bremen von der Rolle gewesen. Dutt: „Deshalb freut mich der Sieg umso mehr.“

André Schulin
Begegnungen
  0:0(0:0)  
  1:3(0:1)  
  1:2(0:1)  
  2:2(0:1)  
  1:1(0:1)  
  0:1(0:1)  
  1:0(1:0)  
  4:0(2:0)  
  0:3(0:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
866
Tore pro Spiel
2,83
  •  1,51 Heim
  •  1,32 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

55 %
Über 3,5

32 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

22
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
336.500

Durchschnitt
37.389
Tore pro Spieltag in der Saison 2009/2010

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Es war eine lange, kraftraubende Saison und ich werde mich erst mal regen..., regener... - ich fahr erst mal in Urlaub.

— Karl-Heinz Riedle