Bundesliga

Bayern wieder vorn

Bewahrte in Gelsenkirchen die Übersicht: Mark van Bommel
Schalke konnte die Chance nicht nutzen, auf eigenem Platz die Tabellenführung zu behaupten. Leverkusen büßte den Anschluss nach oben komplett ein und bekam einen schwarz-gelben Konkurrenten um Platz drei. Hertha feierte den vierten Auswärtssieg der Rückrunde sowie den Anschluss an den nur noch drei Zähler entfernten Relegationsrang.

Dass der FC Bayern dem Schalker Titelkonkurrenten an Cleverness einiges voraus hat, zeigte der direkte Vergleich. „Selbst der Mann mehr hat uns wenig geholfen“, ärgerte sich Felix Magath. Eine komplette Halbzeit lang wussten die Königsblauen mit ihrer Überzahl nichts anzufangen. Das nach Leverkusens 2:3-Auswärtsniederlage in Frankfurt wohl zum Zweikampf geschrumpfte Titelrennen schloss nach dem 29. Spieltag deshalb mit guten Perspektiven für die Münchener ab. Leverkusens Aussichten verfinsterten sich. „Jetzt müssen wir in den letzten Spielen versuchen, den Champions-League-Platz zu verteidigen“, verschwendete Jupp Heynckes keinen Gedanken mehr an die Meisterschaft. Seinem Team rückte der BVB, der die Bremer mit einem 2:1-Heimsieg gestoppt hatte, ganz eng auf den Pelz. Jürgen Klopp wollte die Rolle eines Champion League-Anwärters trotzdem nicht annehmen. „Wir gewinnen in dieser Saison wichtige Spiele ausschließlich wegen eines - im Vergleich mit dem Gegner - höheren Investments an Laufarbeit und Aggressivität.“ Zu einem Spitzenteam fehlten laut Klopp "Die Erfahrungswerte da oben."

Hinter den fünftplatzierten Bremern staute sich auf engem Raum ein Viererfeld, das den Kampf um die Europa League-Plätze spannend gestalten sollte: Stuttgart (2:1 gegen Gladbach), Frankfurt (3:2 gegen Leverkusen) und Wolfsburg (4:0 gegen Hoffenheim) feierten fröhliche Ostertage, derweil dem Hamburger SV die auf eigenem Geläuf erzielte Nullnummer gegen Hannover sowie Guerreros Undiszipliniertheit gegen einen Zuschauer die Stimmung verhagelte. Auch in Köln wollte sich, verständlicherweise, die sonst so gerühmte Fröhlichkeit nicht äußern. 0:3 unterlag man zuhause dem Schlusslicht aus Berlin, das sich so gar nicht wie ein Abstiegskandidat benahm. Auch wenn man logischerweise die Rote Laterne noch nicht abgeben konnte, war der Spieltag aus Hertha-Sicht ein Erfolg: Die beiden vor ihnen platzierten Teams aus Hannover und Freiburg gerieten in Schlagdistanz. Die Breisgauer hatten einen durchaus machbaren Dreier gegen Bochum verpasst (1:1), wie VfL-Coach Heiko Herrlich einräumte: „Das Beste an dem Spiel ist die Tatsache, dass wir einen Punkt aus Freiburg mitnehmen dürfen“. In der Tabelle rutschten die Bochumer allerdings hinter den 1. FC Nürnberg zurück, der sich 2:0 gegen Mainz durchgesetzt hatte. Club-Coach Dieter Hecking erfreute sich vor allem an den ersten 45 Minuten des Spiels: „Das war richtig klasse, erfrischender Fußball. Das muss man erstmal in unserer Situation so spielen.“

André Schulin
Begegnungen
  1:2(1:2)  
  3:2(1:1)  
  2:1(2:0)  
  1:1(1:1)  
  2:0(2:0)  
  2:1(0:1)  
  0:3(0:2)  
  4:0(1:0)  
  0:0(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
866
Tore pro Spiel
2,83
  •  1,51 Heim
  •  1,32 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

55 %
Über 3,5

32 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

25
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
429.300

Durchschnitt
47.700
Tore pro Spieltag in der Saison 2009/2010

News zum Spieltag

Mein Frau sagt, so eine Gesichts-OP hätte ich vor Jahren schon machen sollen.

— Christian Gentner