Bundesliga

Herthas Heimspielhypothek bleibt

Trug mit guten Reflexen zum vorzeitigen Klassenerhalt der 05er bei: Heinz Müller
Mit dem Sieg gegen Dortmund sicherte sich Mainz den Klassenerhalt. Herthas Chancen verschlechterten sich, während Hannover Rückenwind bekam. Das Titelrennen blieb ebenso offen wie der Kampf um die Europa League-Plätze, Werder näherte sich Platz drei an.

Der FC Schalke verlor sein Gastspiel in Hannover. Dass die Titelchance der Königsblauen trotzdem noch in Reichweite blieb, lag am Ausgang des Spitzenspiels: Leverkusen und die Münchner Bayern trennten sich mit einem unterm Strich berechtigten 1:1-Remis. „Wir sind immer noch zwei Punkte vorn - ich bin zufrieden“, erklärte Louis van Gaal und begründete die Genügsamkeit der Punkteteilung mit der Häufung von schweren Spielen, die seine Elf jüngst zu bestreiten hatte. Leverkusen konnte seinen dritten Rang gegenüber dem in Mainz gescheiterten BVB (0:1) auf ebenfalls zwei Punkte vergrößern, bekam mit den in Schlagdistanz vorgepreschten Bremern jedoch einen weiteren harten Rivalen um den begehrten Champions League-Relegationsplatz. Mit dem Einfahren der vollen Punktzahl konnten sich der Hamburger SV, der VfB Stuttgart und der VfL Wolfsburg ihre Chancen auf die Europa League-Teilnahme erhalten. Die Leidtragenden waren allesamt Klubs, für die die Luft im Abstiegskampf enger wurde.

Speziell die Berliner erwischte es hart. Der Abstand des Tabellenletzten zu Platz 16 wuchs auf fünf Zähler an, da man zuhause wieder einmal glücklos agierte und dem VfB mit 0:1 unterlag. „Es sind noch zwölf Punkte zu holen, und wir werden noch einige davon einfahren“, gab sich Friedhelm Funkel trotzig. Auch Bochum (1:2 gegen den HSV) und Nürnberg (0:2 gegen Wolfsburg) mussten ihre Heimpartien nach dem Spielverlauf nicht unbedingt verlieren, rutschten aufgrund der Pleiten jedoch bis auf lediglich einen Zähler Vorsprung gegenüber dem 16. Rang ab. Der einzige Gewinner im Tabellenkeller war in rote Trikots gewandet: In einem spektakulären Schlagabtausch hatten die 96er Schalke mit 4:2 bezwungen. „Der Ausgleich war nicht leicht wegzustecken“, erinnerte Mirko Slomka daran, dass die Niedersachsen nach der eingebüßten 2:0-Führung zeitweilig nah dran waren, das Spiel aus der Hand zu geben. Der Sieg brachte jedoch neben den drei Punkten auch den Platztausch mit dem SC Freiburg. Die Breisgauer unterlagen im Weserstadion den spielfreudigen Bremern mit 0:4. Für die rheinischen Klubs aus Köln und Mönchengladbach nährte der Spieltag die Aussicht, auch in der kommenden Saison erstklassig zu sein. Der FC brachte den enttäuschenden Hoffenheimern eine 0:2-Heimniederlage bei, derweil Mönchengladbach Frankfurts Europa League-Ambitionen beschnitt. Reus und Dante köpften einen 2:0-Sieg heraus, der Fohlen-Coach Michael Frontzeck keinen Grund zum Mäkeln ließ: „Wir haben 90 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht.“

André Schulin
Begegnungen
  2:0(1:0)  
  0:1(0:0)  
  1:0(1:0)  
  4:2(2:0)  
  0:2(0:0)  
  4:0(1:0)  
  1:1(0:0)  
  1:2(1:1)  
  0:2(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
866
Tore pro Spiel
2,83
  •  1,51 Heim
  •  1,32 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

55 %
Über 3,5

32 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

23
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
305.400

Durchschnitt
33.933
Tore pro Spieltag in der Saison 2009/2010

News zum Spieltag

Es steht im Augenblick 1:1. Aber es hätte auch umgekehrt lauten können.

— Heribert Faßbender