Bundesliga

Bundesliga auf den Punkt gebracht

Gerettet: Mohamadu Idrissou und sein Freiburger Team entledigten sich der Abstiegssorgen
Bayern Meister, Hertha abgestiegen, Freiburg gerettet. Der äußerst lebhafte vorletzte Spieltag warf wichtige Entscheidungen ab, ließ aber noch genügend offene Fragen für den Schlusstag übrig.

Die enge Konkurrenzsituation im vorderen wie hinteren Tabellenbereich, sowie der stimulierende Eindruck, den das Synchronspielen auf allen Plätzen vermittelte, machten den 33. Spieltag zu einem besonderen Fußballerlebnis. So bejubelten in München die Bayern-Fans die Bremer Tore beim Konkurrenten Schalke genauso frenetisch, wie die der eigenen Mannschaft. „Wir haben 20 bis 25 Minuten hervorragend gespielt. Danach haben wir nur gewartet, was bei Schalke passiert“, beschrieb FCB-Coach Louis van Gaal die prickelnde Atmosphäre. Dass die Münchner gegen Bochum ihren Teil zum vorzeitigen Titelgewinn einbringen würden kam nicht unerwartet. Schalkes Heimniederlage gegen Bremen, die die Königsblauen außer einer absurd zu nennenden Möglichkeit jedweder Titelchance beraubte, war allerdings längst keine ausgemachte Sache. „In der zweiten Halbzeit war Bremen besser und hat nach 90 Minuten verdient gewonnen“, erkannte Felix Magath jedoch an, ärgerte sich aber über einen in der ersten Hälfte ausgebliebenen Elfmeterpfiff.

Die Plätze eins und zwei waren also klar zugeteilt, die endgültige Vergabe der nachfolgenden Ränge blieb für den Schlusstag aufgehoben. Allerdings konnten sich die Werderaner im Wettbewerb um Rang drei aussichtsreich positionieren: Der BVB verlor den Anschluss durch die 1:1-Punkteteilung gegen Wolfsburg komplett, derweil Leverkusen - gegen Hertha ebenfalls 1:1 spielend - zwei Punkte hinter die Grünweißen zurück fiel. Dieses Remis kam somit einer Niederlage für beide Beteiligten gleich. Die Berliner vermochten erneut spielerisch zu gefallen - den nunmehr unabwendbaren Abstieg verhinderte dies jedoch nicht. „Wir waren ebenbürtig, aber haben unsere Tormöglichkeiten nicht genutzt“, zog Friedhelm Funkel das ebenso richtige wie trostlose Fazit.

Der VfB Stuttgart konnte mit einer späten Leistungssteigerung noch eine Niederlage gegen Mainz abwenden (2:2) und wahrte damit einen Dreipunkte-Puffer zum Hamburger SV. Die Kicker von der Elbe trafen auf einen unkonzentrierten Nürnberger Club, der mit einer 0:4-Packung nach Hause geschickt wurde. Für die Franken verschlechterte sich die Aussicht auf den Klassenerhalt aber nicht nur aufgrund der eigenen schwachen Darbietung. Freiburg verabschiedete sich dank des 2:2-Punktgewinns in Köln aus der Gruppe der Gefährdeten und Hannover wertete seine Aktien mit dem 6:1-Kantererfolg über Mönchengladbach deutlich auf. „So eine erste Halbzeit hat es lange nicht mehr gegeben“, verteilte Mirko Slomka Lob an seine Mannschaft, derweil Michael Frontzeck die Rückwärtsverteidigung antrat: „Das einzig Positive ist, dass man gesehen hat, dass wir noch nicht so weit sind, wie viele denken“. Frankfurt war in dieser Saison jedenfalls weiter, als die meisten dachten, auch wenn dies im abschließenden Heimspiel gegen Hoffenheim (1:2) nicht zum Ausdruck kam.

André Schulin
Begegnungen
  1:1(0:0)  
  1:1(0:1)  
  1:2(1:0)  
  0:2(0:0)  
  3:1(2:0)  
  2:2(1:1)  
  2:2(0:0)  
  4:0(3:0)  
  6:1(4:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
866
Tore pro Spiel
2,83
  •  1,51 Heim
  •  1.32 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

55 %
Über 3,5

32 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

32
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
485.000

Durchschnitt
53.889
Tore pro Spieltag in der Saison 2009/2010

News zum Spieltag

Newcastle, na klar, ungeschlagen bei seinen letzten fünf Siegen.

— Brian Moore