Bundesliga

Bayern mit neuem Hoffnungsträger

Besser konnte sein Einstand nicht sein: 2-Tore-Mann Arjen Robben
Neben dem Spitzenduo HSV und Leverkusen blieb einzig noch Eintracht Frankfurt ungeschlagen. Die schlecht in die Saison gestarteten Bayern, Bremer und Hoffenheimer rückten in der Tabelle merklich vor. Freiburg musste sich erstmals nicht nur mit guten Haltungsnoten begnügen.

Vertrag trotz Niederlage - ein nicht unbedingt selbstverständliches Procedere im Profigeschäft. Auch nicht in Hannover, wo man den zunächst als Übergangslösung angesehenen Andreas Bergmann zum neuen Chefcoach beförderte, obwohl die „Roten“ eine 0:1-Heimniederlage gegen Hoffenheim einsteckten. Der Vereinsvorstand mochte jedoch der Einschätzung Bergmanns gefolgt sein: „Es war eine tolle Leistung, aber das falsche Ergebnis.“ Das Ergebnis des bayerischen Blitztransfers - Arjen Robben wurde kurzfristig bei Real Madrid losgeeist - musste zweifellos als ausgesprochen gelungen betrachtet werden. Zwei Tore des in der zweiten Hälfte eingewechselten Niederländers besiegelten den deutlichen 3:0-Erfolg Bayerns über den Titelverteidiger VfL Wolfsburg, der sich in der Tabelle mit zwei Siegen und zwei Niederlagen aber noch einen Rang (Platz 7) oberhalb der fehlgestarteten Münchener hielt. Eine ansteigende Formkurve präsentierten die schlecht in die Saison eingestiegenen Bremer. Nach dem 3:2-Auswärtserfolg bei der Hertha kletterten sie bereits hoch auf Rang 3. Mönchengladbachs guter Lauf setzte sich fort (von Platz 10 auf 5); bedauerliche Begleiterscheinungen beim 2:0-Sieg gegen Mainz waren die Verletzungen beider eingesetzten FSV-Keeper (Müller und Wetklo), auch Mittelfeldmann Karhan wurde angeschlagen. Mit jeweils zehn Zählern bildeten der HSV (3:1 gegen Köln) und Leverkusen (2:1 gegen Bochum) die neue Doppelspitze der Liga. „Mit der Tabellenführung haben wir zumindest ein kleines Etappenziel erreicht“, äußerte Hamburgs Coach Bruno Labbadia eine Prise Genugtuung über die Platzierung.

Schalkes Platzierung (Rang 4) war besser als die Stimmung in Gelsenkirchen. „Das war ein Rückfall in die letzte Saison“, geißelte Felix Magath die uninspirierte Leistung seiner Elf, die zu Hause dem SC Freiburg 0:1 unterlag. Ein in der Halbzeitpause verbreitetes Gerücht über einen bevorstehenden Wechsel Rafinhas zum FC Bayern handelte dem Brasilianer zudem ständige Pfiffe seitens des Publikums ein. Wenig Anlass zu Beifallsbekundungen hatte das Stuttgarter Publikum, das einem 0:0-Remis gegen den Club beiwohnte. „Der Punkt ist sicher verdient“, meinte Nürnbergs Coach Michael Oenning - kein objektiver Beobachter hätte ihm widersprochen. Eine Punkteteilung stand auch am Ende des Spiels der Frankfurter Eintracht gegen den BVB. Das 1:1 schmeichelte letztendlich den Gästen. Bei den Hessen, die immer noch ungeschlagen blieben (1 Sieg, 3 Remis) ragte Amanatidis positiv heraus, obgleich er hauptverantwortlich für den 0:1-Rückstand war. Sein Ausgleichstreffer und die starke Gesamtvorstellung kompensierten den Fehler völlig.

André Schulin
Begegnungen
  2:0(1:0)  
  0:0(0:0)  
  0:1(0:1)  
  2:1(1:1)  
  0:1(0:1)  
  1:1(0:0)  
  3:0(1:0)  
  2:3(0:0)  
  3:1(1:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
866
Tore pro Spiel
2,83
  •  1,51 Heim
  •  1,32 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

76 %
Über 2,5

55 %
Über 3,5

32 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

21
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
429.200

Durchschnitt
47.689
Tore pro Spieltag in der Saison 2009/2010

News zum Spieltag

Das ist Schnee von gestern, ich hab' die Nase voll davon.

— Rainer Zobel zur Kokainaffäre um Christoph Daum