Bundesliga

Bester Klub durch besten Torjäger bezwungen

Sein Torjägerinstinkt blitzte auch gegen den BVB auf: Theofanis Gekas
Jürgen Klopps BVB-Elf ging mit einem satten Zehnpunkte-Polster in die Pause, mit seinem Mainzer Ex-Klub - vor den punktgleichen Leverkusenern - als nächstbestem Verfolger im Schlepp. Gladbach verpasste die Chance auf einen Heimsieg, Köln überraschte mit einer Neuverpflichtung.

„Nach dem fünften Spieltag hätte ich nicht gedacht, dass wir nach der Vorrunde 26 Punkte haben“, erstellte Michael Skibbe ein positiv gestimmtes Fazit. Seine Eintracht hatte Tabellenführer Borussia Dortmund durch einen Treffer Theofanis Gekas’, des besten Torjägers der Hinserie (14 Treffer) bezwungen. Die Schwarzgelben beendeten die erste Saisonhälfte also genau so, wie sie sie begonnen hatten - mit einer Niederlage. Dazwischen jedoch überzeugten sie mit tempostarker, offensiver Spielweise, 14 Siegen (sowie einem Remis) und verdienten sich den enormen Zehnpunkte-Vorsprung vor dem zweitplatzierten FSV Mainz, der seinerseits seine großartige Halbserie mit einem 4:2-Auswärtserfolg beim FC St. Pauli abschloss. Freiburgs 2:2-Punkteteilung in Leverkusen bestätigte stellvertretend auch den Breisgauern ihr überdurchschnittliches Abschneiden. Hannover musste ebenfalls noch den positiven Überraschungsteams zugerechnet werden, trotz der zahnlosen Vorstellung beim 1:3 in Nürnberg. Kaiserslautern hatte sich als Aufsteiger den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben und sah sich nach dem 2:1-Auswärtssieg bei den verunsicherten Bremern auf gutem Weg.

Mit eingelegtem Vorwärtsgang schlossen die beiden Teams die Hinrunde ab, die als Favoriten für vordere Platzierungen in die Saison gingen, jedoch unerwartet schlecht aus den Startblöcken kamen: Der FC Bayern, der beim 5:3-Sieg in Stuttgart wie gehabt seine starken Seiten als auch Schwächen offenbarte, und der FC Schalke, der gegen die abstiegsbedrohten Kölner einen klaren 3:0-Sieg herausholte. Köln sorgte abseits des Spielfeldes für neue Motivation, indem man die Verpflichtung Volker Finkes als künftigen Sportdirektor bekannt gab. Der Treffer Dzekos zum 2:2-Endstand in der Nachspielzeit entspannte die Lage für Wolfsburgs Chefcoach Steve McClaren ein wenig, derweil Ralf Rangnick, sein Hoffenheimer Pendant, zum wiederholten Mal einen Punktverlust auf den allerletzten Drücker zu verdauen hatte. „Wenn wir diese Spiele in der Rückrunde gewinnen, dann können wir noch ein paar Plätze nach oben rücken“, versuchte er, der Malaise optimistisch beizukommen. Angesichts einer kompletten Halbserie ohne Heimsieg - da die abschließende Partie gegen den Hamburger SV 1:2 verloren ging - musste man in Mönchengladbach das Prinzip Hoffnung bemühen. Die Torchancen wurden nicht genutzt und die Abwehr (Michael Frontzeck: „Wir machen im hinteren Bereich zu viele Fehler“) kassierte mit 47 Buden die meisten Gegentore. „Obwohl wir eine schlechte Ausgangsposition haben, bin ich überzeugt, dass wir es schaffen“, gab sich Frontzeck kämpferisch und setzte dabei einen Großteil seiner Hoffnung auf die Rückkehr verletzter Stammkräfte.

André Schulin
Begegnungen
  1:2(0:0)  
  3:1(2:0)  
  1:0(0:0)  
  2:2(0:2)  
  3:0(1:0)  
  1:2(1:1)  
  2:4(1:3)  
  2:2(1:1)  
  3:5(0:3)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
894
Tore pro Spiel
2,92
  •  1,65 Heim
  •  1,27 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

57 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

36
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
336.200

Durchschnitt
37.356
Tore pro Spieltag in der Saison 2010/2011

News zum Spieltag

Was nützt die schönste Viererkette, wenn sie anderweitig unterwegs ist.

— Johannes B. Kerner