Bundesliga

Gala des Tabellenführers

Sorgte für Paulis 2:0-Führung: Doppeltorschütze Charles Takyi
Titelfavorit BVB bestach mit einer blitzsauberen Vorstellung, derweil Schlusslicht Mönchengladbach Boden im Abstiegskampf gut machte. St. Pauli distanzierte Köln in überraschend deutlicher Manier, während Bremen im lange umkämpften Match mit dem FCB die Steherqualität abging.

„Wir haben den zukünftigen Meister gesehen“, behauptete Steve McClaren, dessen „Wolfsrudel“ im eigenen Revier vom schwarzgelben Tabellenführer gebändigt wurde. Tatsächlich bot der BVB beim 3:0-Erfolg alles an, was einen würdigen Meister auszeichnet: Spielwitz, Kampfkraft, mannschaftliche Geschlossenheit und Abschlussstärke. Der Abstand zu den zweitplatzierten Leverkusenern blieb konstant bei elf Zählern, da Bayer die Attacke der 96er recht souverän mit einem 2:0-Heimsieg parierte. Die Niedersachsen wurden vom FC Bayern überholt, dem die gegenüber der Vorwoche stark verbesserten Bremer nur eine Stunde lang Paroli bieten konnten. Mainz hielt sich als knapper 1:0-Sieger des Rheinland-Pfalz-Duells gegen Kaiserslautern punktmäßig auf dem gleichen Tabellenniveau mit den Münchnern, ohne jedoch deren Dynamik zu erreichen. Freiburg blieb in engem Kontakt zu Europa-League-Rang fünf, da man sich etwas glücklich beim VfB Stuttgart mit 1:0 durchsetzte. „Wir waren viel zu lethargisch“, kritisierte Armin Veh seine HSVer, die mit einer verdienten 0:2-Niederlage aus Nürnberg abzogen und damit den Anschluss an die internationalen Startplätze vorerst einbüßten.

Rückschläge hatten die im Mittelfeld postierten Klubs aus Wolfsburg (nunmehr wieder dem unteren Tabellenende zugewandt), Gelsenkirchen und Frankfurt zu verkraften. Januskopf Schalke offenbarte dem eigenen Publikum im Spiel gegen Hoffenheim mal wieder das unattraktive Antlitz. „Es war eine enttäuschende Leistung, für die wir auch keinen Punkt verdient hatten“, räumte Felix Magath ein. Frankfurt fehlte im Spiel gegen Gladbach ein Stückchen Fortune; der 1:0-Auswärtserfolg der „Fohlen“ belebte andererseits den Abstiegskampf neu. „Wir haben den Anschluss geschafft …“, hielt Michael Frontzeck als Zwischenresultat fest. Sein Stuttgarter Pendant Bruno Labbadia war weniger glücklich. Der VfB brachte sich mit schlechter Chancenverwertung um einen Punkterfolg, der gegen den SC Freiburg gemäß des Spielverlaufs gewiss drin war. Nichts drin war für den 1. FC Köln, der bei seinem Ausflug ins Millerntor-Stadion weit davon war, die erhoffte Absetzbewegung von den Abstiegsrängen zu realisieren. „Es gibt Tage, an denen es nichts zu beschönigen gibt“, wollte FC-Coach Frank Schaefer auch gar nicht erst nach Entschuldigungen für die eindeutige 0:3-Pleite suchen. Die drei Letztplatzierten rückten enger zusammen und Bremen nahe an das Trio heran.

André Schulin
Begegnungen
  2:0(2:0)  
  3:0(2:0)  
  2:0(0:0)  
  0:3(0:2)  
  1:3(0:0)  
  0:1(0:1)  
  0:1(0:1)  
  0:1(0:1)  
  0:1(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
894
Tore pro Spiel
2,92
  •  1,65 Heim
  •  1,27 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

57 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

18
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
348.600

Durchschnitt
38.733
Tore pro Spieltag in der Saison 2010/2011

News zum Spieltag

Einige müssen ihre Bauchmuskeln trainieren, obwohl sie nicht mal wissen, was das ist. Wenn wir die trainieren, kommen sie am nächsten Tag an und meinen, sie haben was mit dem Blinddarm.

— Willi Reimann über den Trainingseifer seiner Spieler