Bundesliga

Dortmund am Ende doch erfolgreich

Beendete Stuttgarts Elfmeter-Flaute: Timo Gebhart
Das mit Spannung erwartete Hamburger Derby fiel zwar aus, auf den meisten anderen Plätzen tat sich jedoch genug, um den 21. Spieltag als ereignisreiche Veranstaltung zu kennzeichnen. Zweimal reichte ein Zweitore-Vorsprung nicht zu einem Punkterfolg. Die Partie mit den Top-Torjägern Cisse und Gekas endete indes als Nullnummer.

„Damit müssen wir leben, das können wir auch“, meinte Jürgen Klopp am Freitagabend, nachdem der BVB im Heimspiel gegen den Schalker Revierrivalen lediglich ein torloses Unentschieden abgeliefert hatte. Wie gut die Schwarzgelben tatsächlich mit diesem einen Punkt leben konnten wurde erst am nächsten Tag klar. Leverkusen und der FC Bayern gingen nämlich gänzlich leer aus, Mainz spielte ebenfalls nur remis und lediglich Hannover holte zwei Zähler auf. Unterm Strich hatte der BVB seine souveräne Tabellenführung also sogar noch ausgebaut, was Bayerns Vorstandsvorsitzenden Karl Heinz Rummenigge zu der Annahme verhalf, dass die Dortmunder sich totlachen könnten. Den Bayern war nach der Pleite in Köln, wo man eine 2:0-Führung aus der Hand gab, ebenso wenig zum Lachen zumute, wie den Gladbachern und Wolfsburgern. Der Zorn der „Wölfe“ konzentrierte sich auf Diego, der, obwohl Helmes als Elfmeterschütze auserkoren war, die Kugel nicht herausrückte und die Elferchance im Niedersachsenderby bei Hannover 96 verpatzte (an den Querbalken). Als „Absolut inakzeptabel“ bezeichnete der verärgerte Steve McClaren Diegos Eigensinn.

Ein Elfmeter spielte auch im Heimspiel der Gladbacher gegen den VfB Stuttgart eine entscheidende Rolle - jener strittige Strafstoß nämlich, mit dem die Gäste aus einem 0:2-Pausenrückstand einen 3:2-Sieg (87., Gebhart) machten. Stuttgart hielt dank des ersten Auswärtsdreiers den Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen. Mit einer glücklichen 1:1-Punkteteilung in Mainz, Pizarro erzielte den Ausgleich fünf Sekunden vor dem Abpfiff, konnte Bremen sein dünnes Konto nach zwei Niederlagen wieder minimal aufstocken und den Absturz auf Rang 16 gerade noch vermeiden. Kaiserslautern unterlag nach einem intensiven Match bei 1899 Hoffenheim mit 2:3 und geriet in gefährliches Fahrwasser. „Hochwasser“ verhinderte das Hamburger Stadtduell. Der neu verlegte Rasen der Imtech-Arena konnte den Dauerregen der vergangenen Tage nicht aufnehmen und zwang den HSV zur Spielabsage. "Beide Mannschaften haben über einen langen Zeitraum in der Defensive viel richtig gemacht“, urteilte Robin Dutt über das torlose Remis zwischen Freiburg und Frankfurt, was nahe liegende Schlüsse zur Attraktivität der Partie zulässt. Da konnten auch die Stürmer Cisse und Gekas nicht helfen. Dutts Frankfurter Pendant Michael Skibbe war zufrieden damit, dass die Eintracht ihren ersten Zähler in der Rückserie einsammelte.

André Schulin
Begegnungen
  0:0(0:0)  
  1:0(0:0)  
  1:0(1:0)  
  3:2(0:2)  
  3:2(2:0)  
  1:1(1:0)  
  2:3(2:0)  
  0:0(0:0)  
  0:1(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
894
Tore pro Spiel
2,92
  •  1,65 Heim
  •  1,27 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

57 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

20
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
369.500

Durchschnitt
41.056
Tore pro Spieltag in der Saison 2010/2011

News zum Spieltag

Ich war extra in der Bibliothek und habe das Buch gesucht: 'Wie schlägt man den FC Bayern?' Ich habe es nicht gefunden.

— Pal Dardai