Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

(Mainz) · Zuschauer: 20.300 · Schiedsrichter: Deniz Aytekin

» Hinspiel: M'gladbach - Mainz 2:3

Schürrles später Klassetreffer entschied

Traf toll ins Schwarze: André Schürrle
Ein Kampfspiel mit wenigen Höhepunkten endete für das Schlusslicht mit einem etwas unglücklichen 0:1, das Schürrle in der 87. Minute für die nicht sonderlich überzeugenden Mainzer erzielte. Gladbach wurde zudem ein klarer Elfmeter versagt.

Intensiver Einsatz wurde von beiden Seiten bereits in den ersten Spielminuten groß geschrieben, doch genügend Ungenauigkeiten nisteten sich ebenso umgehend ins Geschehen auf dem Platz ein. Den ersten Torschuss gab nach zwei Minuten Schürrle aus halblinker Position im 16er ab, doch ter Stegens reflexartige Fußabwehr im Tor verhinderte den Einschlag. Gladbach holte Gegenüber ein Freistoß, den Dante vorbeisetzte (6.), war aber punktuell in Konterlaune, während sich Mainz mit seinem Übergewicht bestenfalls bis zum VfL-Strafraum arbeitete, dort aber regelmäßig feststeckte. Auffällig wurde die Tuchel-Elf erst wieder nach 14 Minuten, doch Polanski zielte scharf links vorbei. Etwas besser sah die erste Großchance für die Gäste aus, doch der halbrechts durchgebrochene Reus verfehlte das Ziel um einen halben Meter (21.). Acht Zeigerumdrehungen weiter schlug Reus die Kugel in ähnlicher Position keinen Meter übers Alu. Es gab dann noch einen Schürrle-Versuch (40., Dante fälschte zur Ecke) und den Arango-Freistoß in der Nachspielzeit, den Wetklo zur Ecke lenkte, aber auch nicht ins Tor gegangen wäre. Der Rest fand bis zu den Strafräumen statt, mit vielen Zweikämpfen gewürzt, aber ohne Ideen, da bei Mainz vor allem Holtby neben sich stand und Gladbach viele Aufbaufehler beging.

Das 0:0 bot auch in den ersten Minuten der zweiten Hälfte wenig Erbauliches. Erst nach der Gelb-Roten Karte für Hanke (nicht erst nach seinem zweiten Foul und ein paar Diskussionen mit Schiri Aytekin), und überhaupt erst der zweiten Gelben Karte des Spiels, gab es eine kleine Zäsur (54.). Mainz erhöhte vorsichtig den Druck, tauchte auch öfter vor ter Stegen auf, prüfte den 18-jährigen Keeper jedoch nur selten. Gladbach tat sich naturgemäß zu zehnt schwerer mit den Kontern, stand hinten aber weiter sehr solide, hatte zudem Pech, dass ein Foul von Polanski an Reus im 16er (70.) ungeahndet blieb. Selbst Gegner-Trainer Tuchel sah nach dem Spiel sein Glück ein. So werkelte sich die Partie schwer durch die zweite Halbzeit mit wenigen, kaum weiter zu benennenden Torszenen. Die 87. Minute war bereits angebrochen, als Schürrle vor dem linken Strafraumbereich den Ball in die Füße gelegt bekam. Zwei-drei Schritte, ein satter Schuss und der Ball flatterte als richtig toller Kracher halbhoch im rechten Toreck der Gladbacher. Die zehn verbliebenen Tabellenletzten auf dem Platz hatten trotz einiger Wechsel keine Chance mehr und einen erneuten Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen müssen. Dem FSV glückte dagegen der erste Heimsieg 2011.

Ulrich Merk
Spieltag

30. Spieltag

Freitag, 15.04.2011 Mainz1:0 M'gladbach
Samstag, 16.04.2011 Hamburg0:0 Hannover
Samstag, 16.04.2011 K'lautern0:2 Nürnberg
Samstag, 16.04.2011 Köln1:3 Stuttgart
Samstag, 16.04.2011 Hoffenheim1:0 Frankfurt
Samstag, 16.04.2011 Wolfsburg2:2 St. Pauli
Samstag, 16.04.2011 Bremen1:1 Schalke
Sonntag, 17.04.2011 Bayern5:1 Leverkusen
Sonntag, 17.04.2011 Dortmund3:0 Freiburg

„Es ist das Schicksal aller Trainer, früher oder später mit Tomaten beworfen zu werden.”

— Dino Zoff