Bundesliga

Narhallamarsch zur Wiesnzeit

Beauftragter für Abwehr und Aufbau: FSV-Akteur Christian Fuchs
Erstaunlich. Nach dem sechsten Spieltag sah die Tabelle immer noch so aus, wie aus der Lostrommel gezogen. Der FC Bayern und Werder im Mittelfeld dümpelnd, Stuttgart und Schalke als Rücklichter. Im gleißenden Scheinwerferlicht dagegen: Mainz, Hannover und das erfreulich forsch aufspielende Dortmunder Team.

Beim Nordderby in Bremen verabschiedete sich Reporter-Legende Rolf Töpperwien vom Publikum und der Liga. Nach 1.444 Bundesligaspielen entschied sich der unverwechselbare Journalist, an seinem 60. Geburtstag letztmalig „mittendrin“ zu sein. Er erlebte einen spannenden Bundesligaklassiker, den die Grünweißen ein wenig glücklich mit 3:2 für sich entschieden. Dem Hamburger SV, der zuvor schon Wolfsburg unterlag und bei St. Pauli nur remis spielte, waren die nordischen Wochen damit endgültig nicht gut bekommen. Die „Wölfe“ indes hatten zuletzt nur Grund zur Freude. Der 2:1-Erfolg über Freiburg war zwar fußballerisch kaum mehr als biedere Hausmannskost, aber der dritte Sieg in Folge. In der Tabelle bedeutete das den Fortschritt von Rang 11 rauf auf 6.

Hoffenheim stagnierte und musste nach dem gerechtfertigten 1:1 in Köln damit leben, dass Leverkusen sich auf das gleiche Punktniveau (11 Zähler) heranschob. Das Bayer-Team hatte dem VfB Stuttgart auswärts eine empfindliche 4:1-Schlappe beigefügt (Christian Gross: „Insgesamt war es ein schwarzer Tag, die Leistung stimmte überhaupt nicht“), die die Schwaben an das Tabellenende verbannte. Schalke konnte sich gegen Gladbach nicht entscheidend durchsetzen, das 2:2 war letztendlich eine gerechte Punkteteilung. Neuzugang Raúl glückte der erste Bundesligatreffer. Dortmunds neuverpflichteter Japaner Kagawa bejubelte beim 3:1-Sieg des BVB beim FC St. Pauli schon seinen vierten Saisontreffer; die gleiche Erfolgsbilanz, wie Hannovers neuer Stürmer Abdellaoue. Der Norweger sicherte den 96ern den 1:0-Auswärtserfolg in Kaiserslautern - und den damit verbundenen, völlig unerwarteten Sprung auf Rang 3.

„Wenn die Mainzer so weiterspielen, ist die Meisterschaft früh entschieden“, frotzelte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs aus dem hohen Norden, als er vom 2:1-Sieg der 05er beim FC Bayern erfuhr. Auch die Münchner würdigten die Leistung der Gäste (Louis van Gaal: „Mainz traue ich viel zu, sie können auch Meister werden“), die mit sechs Siegen in die Saison starteten. „Da fehlen mir spontan etwas die Worte“, nahm Thomas Tuchel das Erreichte und die Lobpreisungen jedoch als nicht selbstverständlich hin. „Wir fühlen uns jetzt nicht größer als wir sind“. Drei Punkte größer als zuvor war das Punktkonto der Frankfurter nach dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg. Auch das keine Selbstverständlichkeit, denn die Gäste verpassten es lediglich durch ihre schlechte Chancenverwertung, etwas Zählbares aus der Mainmetropole mitzunehmen

André Schulin
Begegnungen
  1:1(1:0)  
  1:2(1:1)  
  2:2(0:2)  
  1:4(0:2)  
  2:0(1:0)  
  1:3(1:1)  
  3:2(2:0)  
  2:1(1:1)  
  0:1(0:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
170
Tore gesamt
894
Tore pro Spiel
2,92
  •  1,65 Heim
  •  1,27 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

79 %
Über 2,5

57 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

29
gesamt

Torverteilung

Aktuelle News

Fortuna Düsseldorf verlängert mit Hennings
vor einer Stunde | 1. Bundesliga
Rekordgewinn für Mainz 05
vor 16 Stunden | 1. Bundesliga
Zuschauer
Gesamt
383.800

Durchschnitt
42.644
Tore pro Spieltag in der Saison 2010/2011

News zum Spieltag

Der Ball ist ein Sauhund.

— Rudi Gutendorf