Bundesliga

Ein deutliches Signal vom Meister

Traf im Gegensatz zum Teamkollegen Reus zwar nur einmal, dies jedoch mit ungeheurem Effet: Juan Arango
Dortmund machte das Titelrennen spannender, der Hamburger SV befreite sich von der drückenden Heimspielpleiten-Last. Stuttgart gewann das Schwabenduell, Wolfsburg triumphierte im Niedersachsenderby.

Zwei Spitzenspiele standen am 13. Spieltag an, beide endeten nicht so, wie allgemein als „normal“ abgehakt worden wäre. Spitzenreiter FC Bayern musste im eigenen Stadion als Favorit gegen den BVB betrachtet werden, unterlag dem Verfolger jedoch, weil Götze kurz entschlossen eine der wenigen Torchancen der Partie nutzte. "Wenn man gegen Borussia Dortmund spielt, muss man viel mehr Druck aufbauen, als wir es heute gemacht haben“, gab Jupp Heynckes zu. Der schwarzgelbe Titelverteidiger agierte, wie Jürgen Klopp ausführte „Geduldig und diszipliniert“ und rückte bis auf zwei Punkte an die Bayern heran. Dass im zweiten Topspiel Mönchengladbach die Gäste aus Bremen bezwang, konnte nicht als außerordentliche Überraschung gelten - wohl aber die Höhe des Erfolges. „Wir haben zehn Minuten ordentlich gespielt …“, addierte Schaaf jenen Zeitraum zusammen, in dem die Grünweißen, die nicht nur Marco Reus, den dreifachen Torschützen des 5:0-Spektakels, nicht in den Griff bekamen, eine akzeptable Leistung anboten. Der Rest war Gladbach-Gala. Bremen musste aber nicht nur den Gegner in der Tabelle passieren lassen, auch die Schalker, als 4:0-Sieger über Nürnberg, schoben sich klar vorbei.

Erleichterung war ligaweit vernehmbar, als bekannt wurde, dass Schiedsrichter Babak Rafati aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Herzliche Genesungswünsche kamen vom 1. FC Köln, in dessen Stadion Rafati die Partie gegen Mainz hätte leiten sollen. Keine leichte Aufgabe hatte Markus Wingenbach in der Begegnung SC Freiburg gegen Hertha BSC zu erfüllen. Das in der zweiten Halbzeit hoch dramatische Match (Markus Sorg: „Es war ein sehr emotionales Spiel und nichts für schwache Nerven“) endete 2:2 unentschieden, womit sich letztendlich beide Seiten abfanden. Im niedersächsischen Zweikampf zwischen 96ern und „Wölfen“ erkannte Mirko Slomka an, dass Wolfsburgs Erfolg nicht unverdient war. Felix Magaths Freude über den 4:1-Sieg gipfelte in der Aussage: „Wir haben eine Formation gefunden, auf die wir bauen können.“

Dem Hamburger SV glückte im siebten Anlauf der erste Heimsieg der Saison, zudem war das 2:0 gegen Hoffenheim das erste Spiel dieser Punktserie, das die „Rothosen“ ohne Gegentreffer überstanden. Dadurch konnten sich die Hanseaten in der Tabelle leicht verbessern, derweil der 1. FC Kaiserslautern nach der 0:2-Heimniederlage gegen Leverkusen ein wenig abrutschte. Augsburg blieb am Ende des Klassements, auch wenn sich Jos Luhukays Aufsteigerteam im Schwabenduell beim VfB Stuttgart wacker schlug. Mehr als die knappe 1:2-Niederlage gab Augsburgs Offensivkraft jedoch nicht her. Dementsprechend niedergeschlagen fiel der Kommentar des Niederländers anschließend aus: „Hier sitzt ein schwer frustrierter und enttäuschter Trainer.“

André Schulin
Begegnungen
  0:2(0:0)  
  4:0(2:0)  
  2:2(0:2)  
  4:1(2:1)  
  5:0(3:0)  
  0:1(0:0)  
  2:1(1:0)  
  2:0(1:0)  
  1:1(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
875
Tore pro Spiel
2,86
  •  1,66 Heim
  •  1,20 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

34 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

28
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
428.900

Durchschnitt
47.656
Tore pro Spieltag in der Saison 2011/2012

News zum Spieltag

Bei diesem Schiedsrichter hätte auch unser Busfahrer eine Gelbe Karte bekommen.

— Reiner Calmund zur Kartenflut in Bremen