Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Imtech Arena (Hamburg) · Zuschauer: 45.500 · Schiedsrichter: Fynn Kohn

» Rückspiel: Nürnberg - Hamburg 1:1

HSV besiegt abschlussschwachen Club

Souverän auf der Linie und Vorbereiter des ersten Treffers: Jaroslav Drobny
Nürnbergs Auftritt krankte an der schlechten Chancenverwertung, ansonsten hätte der Hamburger SV mehr Probleme gehabt, seinen Weg nach oben fortzusetzen. Gleichwohl bestätigten die Hanseaten ihre in den letzten Wochen gewachsene Konkurrenzfähigkeit.

Dass die Kontrahenten als Tabellennachbarn in die Partie gegangen waren, spiegelte die erste Halbzeit passend wider. Anstatt einer 1:0-Pausenführung der Gastgeber hätten auch die Nürnberger nach 45 Minuten vorn liegen können. Der Club verzeichnete die erste gute Tormöglichkeit des abwechslungsreichen Spiels, aber Eiglers Abschluss mit dem Außenrist hatte nicht genügend Wucht, um Drobny zu bezwingen (8.). Hamburgs Feldvorteile der Anfangsphase gipfelten in einem Außenpfostentreffer von Guerrero (11.). Dann aber unterstrichen die spielfreudigen Franken, dass sie keinesfalls als Laufkundschaft an die Elbe gekommen waren. Nürnberg zeigte schneidende Angriffszüge. Nach einer Kopfballstafette der Gäste musste Drobny die Fäuste blitzschnell hochreißen, um den Rückstand zu verhindern (17.). Bestens in Szene gesetzt durch Esswein kamen wenig später Didavi (20., eine handbreit rechts vorbei) und Pekhart (23., Drobny parierte den Kopfball) zu erstklassigen Möglichkeiten. In diese Nürnberger Druckphase hinein die kalte Dusche: Um Drobnys weiten Abschlag mühten sich Simons und Guerrero. Der Hamburger setzte sich durch und traf zum zu diesem Zeitpunkt unerwarteten 1:0 der Gastgeber (23.). Dieses Tor kappte den guten Lauf der Clubberer und der HSV kontrollierte die Partie. In der 37. Minute offenbarte der Club nochmals sein Abschlusspech, als ein Kopfball Pekharts nur die Querlatte traf.

Eine Schulterverletzung Brumas ermöglichte Mancienne, ins Spiel einzugreifen (46.). Die Einsatzdauer des Engländers währte jedoch nicht allzu lange: In der 76. Minute humpelte er angeschlagen wieder vom Platz, Tesche sprang ein. Der Hamburger Einwechselspieler mit der größsten Nachhaltigkeit war indes Ilicevic, der in der 61. Minute Son ablöste. Mit der Ballfertigkeit des Kroaten gewann Hamburgs Offensivspiel an Qualität, was sich besonders in Kombinationen auf engem Raum bemerkbar machte. Beim glänzend heraus gespielten 2:0-Treffer ging die Initiative von Ilicevic aus; Töre legte das Leder abschließend Jansen vor die Füße, der Schäfer zum 2:0 überwand (62.). Kurz zuvor hatte sich Nürnbergs Dilemma zum wiederholten Mal gezeigt: Pekharts Kopfball aus zehn Metern bekam nur Pfosten- statt Netzkontakt (58.). Ein Torerfolg war alles, was den Franken fehlte, um den HSV wieder fordern zu können. Die Hanseaten konnten sich somit aufgrund des Zweitore-Vorsprungs weiter stabilsieren und gerieten nur noch selten in Gefahr. In der Nachspielzeit nötigte ein Kopfballquerschläger Kacars Drobny nochmals eine Rettungstat ab - im Rückwärtslauf hob der wieder sehr souveräne Tscheche das Leder über den Querbalken.

André Schulin
Spieltag

15. Spieltag

Freitag, 02.12.2011 Leverkusen2:0 Hoffenheim
Samstag, 03.12.2011 Freiburg1:1 Hannover
Samstag, 03.12.2011 K'lautern1:1 Hertha BSC
Samstag, 03.12.2011 Wolfsburg2:2 Mainz
Samstag, 03.12.2011 M'gladbach1:1 Dortmund
Samstag, 03.12.2011 Bayern4:1 Bremen
Samstag, 03.12.2011 Stuttgart2:2 Köln
Sonntag, 04.12.2011 Hamburg2:0 Nürnberg
Sonntag, 04.12.2011 Schalke3:1 Augsburg

„Wenn wir alle schlagen, können wir es schaffen.”

— Horst Hrubesch